12. Dezember
Nialls Sicht
Weihnachten rückte immer näher und die Zeit drängte. Ich musste es vor Weihnachten rauskriegen, was sie verbarg. Sie reagierte seltsam auf das Bild ihres Vaters, weswegen es etwas mit ihm zu tun haben musste. Ich weiß nicht, was mich ritt um das rauszukriegen, aber Blair, sie war anderes. Seit Tagen schwirrte sie mir in meinem Kopf herum und wollte nicht wieder gehen.
Was hat dieses Mädchen nur mit mir gemacht?
Sie war absolut launisch und abwertend zu mir in der Schule, aber zu Hause, da war sie zerbrechlich und kaputt. Damals musste etwas passiert sein, was sie so verändert hat, was ihr tief unter die Haut ging und sie enttäuscht hatte. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, was das sein soll.
Der ganze Dezember ist irgendwie komisch, denn auch Mum und mein Stiefvater benahmen sich seltsam. Ich hatte schon seit Tagen das Gefühl, dass sie mir etwas verschwiegen und ich war mir unsicher, ob ich es erfahren wollte oder nicht.
Da heute Samstag war konnte ich solange wie ich wollte in meinem Bett liegen und einfach nur nachdenken. Wieder einmal schlich sich Blair in meinem Kopf. Sie war einzigartig, so voller Geheimnisse. Ich würde sie schon als mysteriös bezeichnen. Ich verstand mich selbst nicht mehr. Was sollte ich nur tun? Irgendwie hatte ich immer dieses Kribbeln in meinem Bauch, wenn sie mich nur ansah. Blair war so einzigartig und wunderschön. Ich mochte ihre Art sehr, ihr Selbstbewusstsein mir gegenüber aber auch wie sie mich anmotze fand ich irgendwie anziehend.
Da die Uhr bald 12 Uhr anzeigte, überwand ich mich dann doch noch aufzustehen und ging erstmal ins Bad um meine Routine, die aus pinkeln, Zähne putzen und Haare machen bestand, zu vollführen. Anschließend zog ich mir was über und tapste dann die Treppe runter.
Natürlich waren meine Eltern schon fertig, aber sie ließen den Tisch für mich immer gedeckt, da sie genau wussten, dass ich Wochenenden lange schlief, dass war schon immer so und würde sich auch nicht mehr ändern. Allerdings kam heute meine Mutter nach einigen Minuten rein und setzte sich gegenüber von mir.
Etwas geschockt und auch panisch sah ich sie an, denn ich wusste sie würde mir nun etwas sagen, dass sah ich an ihrem Blick. Sie schaut mich unsicher an.
"Mum, spucks schon aus. Was ist los?", half ich ihr etwas.
"Wir kriegen Besuch.", sagte sie.
"Es ist Weihnachten ist logisch.", sagte ich und zuckte meine Schultern.
"Nein. Hör zu dein Stiefvater hat eine Tochter und die beiden sollen sich wieder näher kommen, da sie absolut nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte. Sie wird über die Weihnachtsferien hier sein und du auch.", sagte sie und meine Kinnlade suchte den Boden. Das meint die doch wohl nicht ernst!
"Vergiss es Mum! Ich werde nicht wegen eines Mädchens meine Pläne über Bord schmeißen!"
"Du wirst oder Weihnachten fällt für dich aus!", sagte sie sauer und ich wusste sie würde es ernst meinen. Als ich 12 Jahre alt war, hab ich mal was angestellt und schon fiel Weihnachten für mich aus.
"Wenn es denn sein muss.", murrte ich und meine Mutter schaute mich mit diesem 'Braves Kind'- Blick an. Ich verdrehte die Augen und begann dann endlich mit dem Frühstück.
Der Tag begann ja schon mal gut, am besten ich gehe wieder ins Bett. Aber morgen würde ich Blair sehen und darauf freute ich mich unheimlich.
Heute würde ich mit meinen Freunden zum Basketball spielen gehen. Leider gehen die drei nicht auf meine Schule, da meine Mutter wollte, dass ich ein Gymnasium besuche statt eine Realschule, wie die drei, daher sehen wir uns oftmals nur am Wochenende. Noch dazu wohnen wir alle in verschiedenen Stadtteilen.
Sonntags fuhren keine Busse, daher durfte ich mir den Wagen meines Stiefvaters ausleihen. Die Fahrt dauerte gute 20 Minuten, bis ich an der Turnhalle ankam. Die anderen waren bereits dort und ich zog mich rasch um, ehe ich den Platz betrat.
„Auch mal da Nialler", begrüßte mich Liam mit einem Handschlag. Auch Louis und Harry begrüßten mich mit einem Handschlag.
Meistens spielten wir zwei gegen zwei. Ich war mit Liam in einem Team, aber heute traf ich nicht einen Korb. Ich konnte mich nicht auf das Spiel konzentrieren, denn das Mädchen mit den welligen braunen Haaren schlich sich ständig in meinen Kopf.
„Niall man was geht denn heute bei dir?", fragte mich Louis.
„Ich hab nur den Kopf voll", murmelte ich.
„Wieso? Steckt da etwa ein Mädchen drin?", meldete sich Harry zu Wort.
„Ja, aber nicht in deiner Hinsicht, Styles. Sie ist komplett anders. Sie hat etwas mysteriöses an sich, noch dazu ein Geheimnis. Sie hasst Weihnachten! Ich will herausfinden wieso und ihr den Weihnachtszauber zurückbringen", sagte ich und warf den Ball gegen die Wand.
„Wow klang das schwul.", sagte Harry. Ich verdrehte meine Augen, denn ich war derjenige mit den kitschigsten Gedanken.
„Sagt der Richtige", lachte Louis.
„Was denn? Homosexualität ist nichts schlimmes, sondern auch nur Liebe", rechtfertigte er sich.
„Darum geht es doch jetzt gar nicht! Was mach ich nur wegen Blair?", fragte ich.
„Ganz einfach. Stell ihr Eleanor vor und dein Problem verschwindet wie von selbst. Mädchen vertrauen Mädchen alles an.", meinte Louis. Er hatte ja keine Ahnung.
„Ihre beste Freundin, Hailey, kennt das Problem nicht mal."
„Gewinne ihr Vertrauen und dränge sie zu nichts. Tue nichts, was sie in die Ecke drängt oder ihr weh tut", gab mir Liam einen Rat, denn ich gerne annahm.
Wir spielten noch eine ganze Weile, ehe ich nach Hause fuhr. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Netflix, Essen und Trinken. Natürlich huschte Blair immer wieder in meinem Kopf. Sie hatte diese wundervolle und geheimnisvolle Seite an sich. Ich musste wissen, was sie verbarg. Ich will ihr helfen, Weihnachten so zu lieben, wie der Rest der Welt es tat und ihr dabei helfen, dieses Ereignis hinter sich zulassen.
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Eisblume {Niall Horan}
FanfictionWeihnachten ist die schönste Zeit im Jahr. Kinder kriegen Geschenke, überall riecht es herrlich und wenn die Weihnachtsmärkte mit dem Schnee eröffnet werden, hält es kaum noch die Leute zu Hause, außer Blair. Blair hasst Weihnachten über alles, den...
