JUSTINS POINT OF VIEW
Ein leises piepen erweckte die Aufmerksamkeit von uns allen im Auto, als wir dann auch noch die Kleine Fläche erblickten die fünfzehn Sekunden anzeigte ergreifte uns die Panik und wir hielten panisch die Luft an.
Jeder von uns handelte Instinktiv in diesen Sekunden. Die Türen flogen auf und wir schmissen uns mit voller Wucht aus dem Auto. Ich rollte den Asphalt entlang hinab von der Straße nach dem Aufprall und nur Sekunden später ging das Auto in die Luft. Mir pochte der Schmerz durch den ganzen Körper und ich jauchzte leise auf als ich versuchte mich aufzurappeln um nach den anderen zu sehen. Neben mir entdeckte ich Liam und Christian, sie wälzten sich vor Schmerz auf dem Boden und husteten. Dann sah ich zum in Flammen stehend Auto von dessen Richtung aus Brian und Tryson kamen, die sich gegenseitig beim gehen stützten. Ich spürte kaum meine Arme und schmeckte langsam den metallischen Geschmack meines Blutes im Mund. Paar Platzwunden zierten hundertprozentig mein Gesicht, sowie das der anderen. Krächzend setzte ich mich auf, schnappte kurz nach Luft da ich stechenden Schmerz am Arm empfand.
»Noch alle am Leben ?«, fragte Brian welcher mit Tryson endlich bei uns angekommen waren. Chris und Liam halfen sich mit schmerzverzerrten Gesichtern wieder auf die Beine und nickten dabei auf Brians Frage, dann halfen sie auch mir hoch. Auch wenn der Schmerz tierisch war, packte mich im nächsten Moment die Wut. Diese Idioten brachten es, aber auch nicht richtig das offene Auto zu beobachten.
»Ihr Spatzenhirner !«, knurrte ich. »Könnt ihr nicht wenigstens einmal was richtig machen ?«
Mich regte die Sache langsam höllisch auf. Derek war dieses Mal wohl klüger als ich dachte und mir paar Schritte voraus. Seufzend fuhr ich durch mein Gesicht, bereute es jedoch gleich und zog fluchend die Hände weg. »Man keine Ahnung wie die ins Auto gekommen sind ! Brian und Chris haben das Auto bewacht, während ich aufgepasst habe das niemand von den Hinten kommt.«, verteidigte sich Liam. Mein Gesicht verzog sich gehässig und doch vor Schmerz.
»Aufgepasst ?!«, zischte ich. »Du hast aufgepasst ? Weißt du mit was du aufgepasst hast ?! Mit deiner Pussy alter hast du aufgepasst man !«, brüllte ich mit kratziger Stimme und hustete kurz.
Während die Jungs nun anfingen zwischen einander zu streiten lief ich langsam los um wenigstens der Stadt näher zu kommen, sie folgten mir und ich zog währenddem mein iPhone hervor was wunderlicher Weise nur einen kaputten Display hatte. Ich wählte ohne zu zögern Sean's Nummer und als der abhob erklärte ich ihm was soeben passiert ist und das er uns nun abholen soll. Nach dem Telefonat wünschte ich mir nichts lieber als eine heiße Dusche und dann ins weiche Bett. Tief und warm umschlungen mit Jade... Als ich mich bei diesem Gedanken ertappte ohrfeigte ich mich ruckartig innerlich.
Mit einem schmerzerfülltem Stöhnen quälte ich mich aus dem Auto heraus und lief ohne auf die anderen zu warten auf die Hütten zu. Da die Laternen noch an waren erblickte mich Jade die einsam vor ihrer Hütte saß. Ihr Gesicht wurde gleich blass als sie mich so sah. Und auch wenn mein Ego sie verfluchte als sie auf mich zu gestürmt kam, irgendwo in mir drinnen tat es furchtbar gut.
JADES POINT OF VIEW
Ich konnte immer noch nicht fassen was Justin mir erzählt hatte. Schon Stunden saß ich hier draußen und versuchte zu verstehen was los war. Vergeblich. Es gelang mir nicht. Das mein Vater irgendwie für meinen Schutz hier gesorgt hat war mir schon von vorne rein klar, aber das er gleich einen Kriminellen als Bodyguard für mich einstellt, der dann auch alle meine Hormone aus einander wirbelt ? Nein. Dies hatte ich nicht mal in meinen verrücktesten Träumen erlebt. Irgendwas an der Sache machte mich rasend wütend, es war etwas an Justin. Er ließ mich einfach nicht los. Diese Schoko braunen wunderschönen Augen die nichts weiter als Hass und Wut verbargen, seine rosa Herz Lippen die schon jede Frau um den Verstand gebracht hatte, seine großen Hände die wohl sämtliche Stellen eines Mädchen berührten und dann war noch diese süße Stupsnase die anscheinend für jedes Weib Grund genug war ihn unschuldig zu finden. Außerdem konnte er auch völlig nett sein. Und bisschen Action in meinem Leben würde wohl nicht schaden ? Er faszinierte mich einfach und mir war es komplett egal ob ich ihn mit meinen Fragen nervte, ich wusste irgendwie das er es mir nicht ganz so übel nahm wie er es preisgab oder auch für sich dachte.
Als ich mir durch die Haare strich und dabei den Blick hob, musste ich mit entsetzten fest stellen das diese schlimm zu gerichtete Person da vorne Justin war. Bisschen über seiner Augenbraue hatte er eine Platzwunde, sowie an seiner rechten Wange und seiner Unterlippe. Der Rest seines Gesichtes war mit Schmutzflecken bedeckt und unter dem linken Auge sah man schon das dort ein blauer Fleck entstehen würde. Der Rest seiner Klamotten war auch dreckig. Gleich rannte ich auf ihn zu. »Was.. Was ist passiert ?«, fragte ich besorgt. Justin schmunzelte hin doch nur und hielt sich an den Rippenbogen, stöhnte kurz vor Schmerz. »Kleiner Unfall, nichts dramatisches.«, erklärte er schief grinsend. Er dachte auch das ich ihm nach dem Heute glauben würde. Dummkopf. Ich griff vorsichtig nach seiner freien Hand und zog ihn ohne weiteres in Richtung meiner Hütte. Dort war eh keiner, da Amanda und Rosalie mit den restlichen aus dem Camp noch beim Ausflug waren und sie würden in Zelten im Wald pennen.
Drinnen angekommen lief ich mit ihm ins Bad, wo ich mit dem Zeigefinger auf die Badewannen Kante zeigte. »Setzt dich da hin. So wie du aussiehst kann man das nicht lassen.«, nuschelte ich seufzend. Justin grinste bloß fett übers Gesicht und nickte gehorsam. Während er mit schmerzlichem Keuchen seine Lederjacke auszog nahm ich ein kleines Handtuch, sowie einen kleinen Eimer welchen ich mit warmen Wasser füllte. Dann setzte ich mich neben ihn auf den Rand, leicht gedreht zu ihm und tunkte kurz das Handtuch ins Wasser, wonach ich anfing ganz behutsam Justins Gesicht sauber zu tupfen.
»Und jetzt erzähl mir was wirklich los war.«
Nachdem Justin und ich eine kleine Diskussion geführt hatten fing er dich an, auch wenn bisschen widerwillig.
»Derek Figaldo und seine Jungs sind Feinde von mir und meiner Crew, sowie auch von den meisten in Startford die in meinem Geschäft sind. Nun ja, vor sechs Monaten haben wir ihnen eine Strich durch die Rechnung gezogen und sie sind fürs erste untergetaucht.«, erzählte er mir. »Erinnerst du dich noch an die Jungs gestern ? Das war Derek mit seinem Team. Sie sind zurück gekommen und das ist einfach zu riskant, weshalb Tryson, Liam, Brian, Chris und ich diese Bombe von Damon wollten um ihre Lagerhalle zu sprengen. Das hat auch funktioniert, aber natürlich haben Brian, Liam und Chris mit ihrem Arsch anstatt mit den Augen aufgepasst als Tryson und ich die Bombe vor die Halle gelegt haben. Tja. Und als wir wieder losgefahren sind hörten wir ein Ticken und entdeckten wieder so eine Bombe von heute Mittag im Auto, aus welchem wir dann sprangen und siehe da, sitze ich verletzt vor dir.«
Okay, mit soviel Information hatte ich nicht gerechnet. Doch als ich sie verarbeitet hatte senkte ich die Hand mit dem Handtuch und sah Justin bekümmert an. »Ihr hättet sterben können.«, nuschelte ich ängstlich da mir die Vorstellung schon einen Schauer über den Rücken jagte. Justin grinste leicht und schüttelte den Kopf. » Hätten , Babe. Hätten.«, sagte er. »Aber wir sind nicht.«.
Ich verdrehte die Augen und tunkte das Tuch ein weiteres Mal ins Wasser. Danach säuberte ich das letzte Mal sein Gesicht und schon war der Dreck und das getrocknete Blut weg. Er dankte mir lächelnd und dann verließen wir gemeinsam das Bad. Ich lief auf mein Bett zu und setzte mich hin, Justin war schon dabei die Tür zu öffnen, als ich mich schüchtern zu Wort meldete.
»Eh, Justin ?«, nuschelte ich. »Willst.. Willst du hier schlafen ?«
Justin verzog nachdenklich das Gesicht, machte es sich anscheinend schwer mit der Antwort, doch dann sah ich ein leichtes Lächeln auf seinen Lippen als er nickte, auch wenn nur für Sekunden.
»Ich hol nur noch schnell paar frische Sachen.«, mit den Worten verschwand er raus in die tiefen Nacht.
Nach zehn Minuten kam er wieder rein, ich lag mittlerweile eingekuschelt unter der warmen Decke. Justin zog sich die Jeans aus und dann auch sein Oberteil, über er jedoch ein Tank Top anzog und sich dann zu mir unter die Decke legte. Er stöhnte leicht unterdrückt vor Schmerz und legte vorsichtig einen Arm um mich, mit dem er mich an seinen warmen Oberkörper zog. Ich lehnte das Gesicht gegen seine muskulöse Brust und einen Arm locker um ihn, die Hand lehnend an seinen Rücken. »Gute Nacht.«, flüsterte er noch leise. »Schlaf gut.«, gähnte ich leise an seine Brust, worauf ich ihn leise kichern hörte und er mich danach zärtlich näher an sich drückte. Dann verfiel ich in glückseligen Schlaf.
Die warme Sonne streichelte behutsam mein Gesicht und ließ mich nach und nach wach werden. Schwächlich blinzelte ich und erblickte Justins Brust, die sich regelmäßig hob und senkte, er schlief noch. Gleich breitete sich ein verschlafenes lächeln auf meinen Lippen aus, ich hob den Kopf und strich mit meinen Fingerkuppen über seine schlafenden Gesichtszüge. Leicht wackelte sein Näschen, was mich zum Schmunzeln brachte. Er sah komplett unschuldig aus wenn er schlief, sogar die Platzwunden fielen einem kaum auf. Justin holte einen tiefen Atemzug, dann streckte er sich und drückte mich dabei fest gegen sich. Nur einen kurzen Moment darauf zuckten seine Augenlider und er öffnete die Augen einen Spalt. Seine Lippen zogen sich gleich zum verschlafen Lächeln als er mich sah. Verlegen zog ich die Hand weg, Justin aber schaute sie kurz an, dann zog er seine hervor und um griff sanft meine kleine mit seiner großen, die Finger flechtete er zwischen meine und ließ unsere Hände wieder auf das Bett nieder, somit sah er auch mich wieder an.
»Guten Morgen.«, murmelte er mit rauer Stimme. »Morgen.«, erwiderte ich flüsternd.
Wir lagen noch eine gefühlte Ewigkeit eng umschlungen miteinander und ich dachte daran ob es Justin ebenso genoss wie ich, zwar beschwerte er sich nicht, aber bei ihm konnte man doch nie wissen.
JUSTINS POINT OF VIEW
Auch wenn meine innerliche Stimme mich davor warnte ihr diese Zuneigung zu geben, die Zärtlichkeit die sie in mir auslöste war so unglaublich schön. Seit dem Melinda gestorben ist hatte ich kein einziges Mädchen so viel Zärtlichkeit geschenkt, oder selbst empfunden. Ich hatte so Angst das wegen mir auch Jade was passieren könnte. Auch nach zwei Jahren gab ich mir noch die Schuld an Melinda's Tod. Danach hatte ich völlig den Glauben an Liebe verloren, weil der Schmerz vom Verlust mich ein weiteres Mal umbringen würde.
Jade's süßlicher Duft verwöhnte meine Nase, da ich das Gesicht in ihren Haare verborgen hielt. Mit meiner Hand zupfte ich immer wieder mal leicht an ihrem Top am Rücken. Ihre Körperwärme hüllte mich besser ein als die Decke es konnte oder die warme Luft welche durch die Sonne verursacht wurde. Als die Tür des Zimmers plötzlich aufgerissen wurde schreckte ich mit Jade gleichzeitig hoch. Zwar waren es nichts weiter als Rosalie und Amanda, aber die könnten uns auch erspart bleiben. Die zwei stürmten lachend herein, doch als sie uns auf dem Bett sahen verstummten sie und starrten bloß geschockt zu uns.
»Eh, also. Das ist nicht so wie es aussieht.«, redete Jade sich heraus da sie genau wie ich wusste was gleich kommen würde. Rosalie stand breit grinsend auf, zog Amanda dabei hoch die es jedoch kaum interessierte das ich hier im Raum war. »Ja Ja. Ist schon klar, Süße.«, grinste Rosalie und schnellte wieder aus der Hütte. Wenn es für Jade peinlich war, dann war ich das komplette Gegenteil, denn ich grinste fett über beide Ohren und sah runter auf sie wie ihre Wangen errötet waren und sie auf ihre Unterlippe biss.
»Das war echt.. Peinlich.«, gab sie schließlich von sich und kletterte über mich aus dem Bett. »Warum peinlich ?«, grinste ich verwirrt. »Ehhh, vielleicht mal daran gedacht das sie jetzt denken das wir miteinander geschlafen haben ?«, entgegnete sie mir selbstverständlich, während sie aus ihrem Schrank etwas zum anziehen heraus nahm. Ohne Jade stand ich grinsend auf und lief durch den Raum auf sie zu, hinter ihr legte ich die Arme um sie und gab ihr einen Federleichten Kuss auf den Hals. Ich spürte wie sie in meinen Armen zusammen zuckte. »Das wird schon früh genug passieren.«, hauchte ich verführerisch in ihr Ohr und grinste breit.
Ich hörte wie Jade's Atem erschrocken stoppte und sie in meinen Armen herum fuhr. Mit großen Augen sah sie mich an und schlug mir dann auf die Brust. »Oh, dass wünscht du dir.«, gab sie spottend von sich und grinste breit als sie sich von mir löste und mit ihren Klamotten in Richtung Bad zu steuerte. »Träume werden wahr, Babe !«, rief ich ihr grinsend zu, ehe sie kichernd mit dem Kopf schüttelnd über mein Verhalten im Bad verschwand. Lächelnd, wie ein Idiot stand ich noch eine Weile da und als ich mich wieder zusammen riss zog ich mir die Jeans wieder an und verließ die Hütte.
»Wo warst du ?«
Seufzend betrat ich meine Hütte. Tryson sah mich ernst an und wartete vergeblich auf eine Antwort. »Hallo ?! Ich rede mit dir.«, knurrte er. Scharf sah ich ihn an und biss die Zähne zusammen. »Aber anscheinend im falschen Ton.«, keifte ich ihn an.
»Ja, allen auch einen guten Morgen !«, sprach nun Brian dazwischen. Ich verdrehte nur die Augen und lief nach dem ich mir frische Klamotten aus dem Schrank genommen hatte ins Bad, wo ich mich unter das warme Wasser der Dusche entspannte.
Nach der Dusche lief ich mit etwas besseren Laune aus dem Bad und setzte mich mit lautem Seufzen auf mein Bett, lehnte mich an die Wand an dem dieses stand und musterte die Jungs. »Ich will wenigstens einen dieser Bastarde heute tot sehen.«, meinte ich dann. Ich hatte keinen Nerv mehr darauf das Derek sich aufführte wie der Boss. Dabei war das mein Revier und nicht seines. Liam lehnte isch im Sofa zurück und zuckte sein iPhone aus der Hosentasche. »Ich rufe Mac an.«, sagte er un dich nickte nur. Mac war vielleicht nur für Drogen verantwortlich, aber ein spitzen Lügner. Und ihn könnte man nur zu gut gebrauchen um gegen Derek anzukommen. Liam stand auf und ging nach draußen um das Gespräch zu führen, die anderen blieben hier. Brian musterte mich eingehend.
»Warst du bei Jade ?«, fragte er.
»Und wenn schon. Geht dich einen Dreck an.«, höhnte ich und sah ihn spottend an. Brian seufzte und verdrehte die Augen.
»Ist ja gut, nur eine Frage.«, verteidigte er sich. »Wo soll ich deiner Meinung nach sonst gewesen sein ?!«, knurrte ich ihn nun an. Somit war Stille, denn jeder wusste das ich nicht über Jade reden wollte. Jedenfalls nicht jetzt. Als Liam wieder ein kam gab es dann auch keinen Grund mit dem Thema anzufangen. Alle sahen ihn erwartend an.
»Mac meinte das er uns nicht helfen kann.«, seufzte er. Laut und genervt stöhnte ich auf und knallte mit dem Hinterkopf an die Wand hinter mir. »Das kann nicht wahr sein.«, murmelte ich. »Oh doch, Justin. Er ist eben nicht auf Stress aus, ich meine wenn er sich da einmischt ist gleichzeitig das Leben seiner Mädels gefährdet.«, sagte Liam. Ich schaute ihn gleich an.
»Das Leben dieser Schlampen ist nicht weniger gefährdet wenn Derek und die anderen am Leben ist !«.
Tryson lehnte sich sich nachdenklich zurück, dann blickte er mich an. Sein Blick sagte genug, aber auch nur der Gedanke daran beängstigte mich. »Wenn wir Jade als Lockvogel benutzen, könnte die Sache leicht sein.«, meinte er dann. Sofort stand ich auf und schüttelte energisch den Kopf, rieb dabei meine Hände aneinander. »Nein.«, murmelte ich. »Das können wir nicht machen.«. Er sah mich mitfühlend an, seufzte laut und fuhr sich durch die Haare. »Doch, Justin. Es gibt keinen anderen Ausweg.«, erklärte er mir und stand langsam auf, ging auf mich zu und stellte sich vor mich. »Du weißt das Derek Geld braucht und du weißt was er tut wenn er braucht. Er wird so oder so alles daran legen Jade zu entführen und sie für seine Zwecke zu nutzten. Das ist schlimm genug, aber stell dir vor was er noch mit ihr machen wird. Aber wenn wir wissen wo sie ist und wie es ihr geht, werden wir dafür schon sorgen das sie lebend wieder zu dir kommt.«, erklärte er und griff nach meinen Armen. »Ich verspreche dir, dass ihr nicht das selbe zustößt wie Melinda.«.
•••
Ich saß draußen mit Jade und wusste nicht an nährend wie ich ihr erklären sollte sie solle bei einem Menschen der durch und durch aus krank ist für uns Lockvogel spielen. Aber zum Glück würde erst der gute Teil kommen. »Was hältst du davon wenn wir heute mit den Jungs zum Haus fahren damit ihr euch näher kennen lernt ?«, fragte ich sie und sah sie von der Seite aus an. Sie blickte mich mit ihren wunderschönen Augen an, ein Hauch Irritation dadrinnen. »Haus ?«, fragte sie.
»Ja. Die Jungs und ich haben ein Haus in der Stadt und heute ist gutes Wetter, wir könnten doch mit ihnen grillen ?«, schlug ich vor. Jade schien etwas unsicher zu sein da sie sich bestimmt noch nicht mit dem Gedanken abfinden konnte etwas mit kriminellen Menschen zu unternehmen, aber sie nickte dennoch. »Gut.«, meinte ich. Ich erhob mich von dem Boden und klopfte die Hose ab, reichte Jade dann meine Hand welche sie sich nahm und an dieser hoch zog. Zusammen verließen wir das Camp und gingen zu meine Auto, was ich über alles liebte und Gott dankte das wir gestern mit unserem Van unterwegs waren. »Und die Jungs ?«, fragte Jade verwirrt. »Sind schon auf dem Weg.«, erklärte ich ihr und hielt ihr die Tür zum Auto auf. Dann stieg ich auf der anderen Seite selbst ein.
Nach einer halben Stunde parkte ich vor dem Haus, stieg aus und ging mit Jade zu der Tür die ich mit einem Ersatz Schlüssel unter der Fußmatte öffnete. Drinnen zog ich meine Schuhe aus und schon kam Tryson grinsend auf uns zu. »Wen haben wir denn hier ?«, fragte er grinsend, »Justins Mädchen.«. Ich verdrehte grinsend die Augen und schlug ihm gegen die Schulter, während Jade schüchtern da stand und mit den Füßen scharrte. Sie fühlte sich unwohl und das war genau das was sie nicht tun soll. Grinsend schnappte ich sie mir auf die Arme, woraufhin sie laut aufkreischte und sich an meine Schultern krallte. »Zieh nicht so ein Gesicht, meine Schönheit.«, säuselte ich frech und trug sie Richtung Garten. Jade hob ihre rechte Augenbraue und schmunzelte leicht. »Deine Schönheit ?«, fragte sie. Ich nickte leicht lächelnd und küsste sie auf die Wange, im Garten ließ ich sie dann runter und begrüßte die Jungs mit einem Handschlag. »Jade, das sind Brian und Chris, Liam kennst du schon bestimmt und der Volltrottel an der Tür eben ist Tryson.«, stellte ich ihr die Jungs vor. Jade hob zur Begrüßung lächelnd die Hand und setzte sich dann auf eine Liege hin, auf der ich auch Platz fand, sie jedoch grinsend weg drückte und mich auf sie hin legte. Jade schaute mich vorerst empört an, dann verdrehte sie grinsend ihre Augen. Süß war sie schon, dass musste ich zu geben. Aber mehr würde da eh nie laufen, das konnte ich nicht zu lassen. Schlimm genug war es ja schon das ich sie beschützen musste, somit zog ich sie genug in mein Leben rein, und wenn sie mir wichtig werden würde, dann würde ich sie ganz dem Teufel liefern. »Gib mir den Platz wieder.«, schmollte sie und sah mit verschränkten Armen auf mich hinab. Ich hob die Hände und deutete auf meinen Schoß. »Da ist auf genug Platz.«.
Jade setzte sich widerwillig, aber breit beinig auf meinen Schoß und senkte die Hände auf meinen Bauch. Sie schaute zur Seite den Jungs zu wie sie das Fleisch grillten und dabei rum alberten. »Wenn man euch so beobachtet, seht ihr gar nicht danach aus als würdet ihr kriminelle sein.«, sprach Jade nun zu mir und sah mich schief grinsend an. »Wir können eben das normale Leben von unseren Sachen die wir nebenbei treiben unterscheiden.«, erklärte ich ihr und griff vorsichtig nach ihrer Hand. »Erzählst du mir was davon ?«, fragte sie schließlich unsicher. Ich dachte nicht mal eine Sekunde nach und schüttelte schon den Kopf. »Du hast dich da einfach nicht einzumischen, Jade.«, erklärte ich ihr. Sie verdrehte die Augen und schaute mit zickigem Gesichtsausdruck zur Seite. »Sei doch nicht beleidigt, Babe.«, grinste ich und hob die Hand um ihr über die Wange zu streicheln, doch Jade drückte sie weg und sah mich beleidigt an. »Justin, lass das. Ich meine.. Wo du jetzt für mich verantwortlich bist musst du mir doch wenigstens etwas von den Sachen erzählen die du machst.«, sprach sie mit frustrierter Stimme. Seufzend setzte ich mich auf und sah ihr ernst in die Augen. »Mit deinem ständigen diskutieren und flehen machst du auch nichts besser. Außerdem bist du die Tochter eines Polizisten, woher soll ich wissen das du nicht zu deinem Daddy rennst und ihm das alles erzählst ?«, zischte ich leise und spannte langsam meinen Körper an. Jade blich jede Farbe vom Gesicht und sie sah mich emotionslos an, dann stand sie auf und presste kurz die Lippen zusammen. »So denkst du also von mir, hm ?«, sprach sie gehässig. Oh nein.. Jetzt würde es los gehen. »Weißt du was ? Du kannst mich mal, Justin. Echt.«.
Mit den Worten stampfte sie davon und die Jungs schauten mich giftig an. »Super gemacht, Bieber.«, meckerte Liam. Ich verdrehte die Augen, sprang auf und rannte ihr nach aus dem Haus da sie schon die Straße entlang gehen wollte. »Jade warte !«, rief ich.
JADES POINT OF VIEW
Ich fand es einfach verständnislos und ohne Respekt wie er sich verhielt. Er konnte mir doch nicht Dinge verheimlichen mit denen ich zu tun hatte. Jedenfalls irgendwie. Und ausgerechnet nach der Nacht warf er mir vor ich würde alles meinem Vater erzählen ? Was dachte er sich eigentlich wer er ist ? Vielleicht könnte er mich im Handumdrehen umbringen, aber er würde mir nicht meine Rechte als Mensch nehmen können.
»Jade, warte !«, hörte ich ihn rufen und fuhr sofort herum, dabei warf ich meine Arme in die Luft. »Was, man ?!«, schrie ich und lief rückwärts weiter. »Man bitte bleib stehen.«. Auf seine Worte blieb ich stehen und verschränkte die Arme vor meinem Bauch, schaute ihn Erwartungsvoll an. »Ich meinte das nicht so.«, seufzte er, »Ich möchte dich nur nicht in Gefahr bringen.«. Ich hob die Augenbraue und sah ihn spottend an. »Falls du es nicht mit bekommen hast, ein Psychopat ist auf der Suche nach mir und würde alles dafür tun um mich genau wie meine Mutter zu zerhacken.«, höhnte ich. Justin senkte seinen Blick und schluckte, dann sah er mich wieder an, griff an meine Arme und zog sie aus der verschränkten Phase, nutzte somit die Gelegenheit meine Hände in seine zu schließen. Diese Geste löste ein warmes Gefühl in mir aus und die Tatsache das ich noch stinkig auf ihn war schien nicht mehr wichtig zu sein. »Jade, es ist nicht leicht für dich. Das weis ich. Aber es ist auch nicht leichter für dich wenn du weißt was ich tue.«, fing er ruhig an zu reden, »Natürlich plagen dich die Gedanken was ich mache und ich verstehe auch das es dich total verwirrt, besonders nach der Sache gestern. Aber das einzige worauf du dich vorerst konzentrieren bist, bin ich. Der Justin, der mit dir ist und nicht derjenige der Bomben besorgt um Lagerhallen zu sprengen oder andere Dinge macht. Den anderen Justin wirst du früh genug noch kennen lernen.«.
Ich sah ihm tief in die Augen, während er mich immer näher zu sich zog und mittlerweile kein Blättchen mehr zwischen uns passte. »Das was dir in deiner Kindheit passiert ist, ist schrecklich. Aber die Sachen die in meinem Leben geschehen sind viel zu gefährlich als das ich dich da rein ziehe und dein Leben grauenvoller als es schon ist mache.«, murmelte er zu letzt und, vielleicht irrte ich mich auch einfach, irgendwie klang er so verloren und verletzt. Ich seufzte leise und hob eine Hand an seinen Nacken, über welchen ich mit dem Daumen glitt und mir auf die Unterlippe biss. »Justin, mir ist es egal was für Sachen du machst oder wie gefährlich sie sind. Ich möchte einfach nicht mehr in der Ungewissheit schwelgen und nicht wissen in was für Schwierigkeiten du steckst wenn du mal nicht bei mir bist.«. Ich redete leise und hoffte einfach das er mich verstand.
»Okay. Ich hab einen Deal.«, meinte Justin zögerlich. »Du hilfst uns bei der Sache mit Derek und ich werde keine Geheimnisse mehr vor dir haben.«
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Cold Nightmare
Fanfiction• Textausschnitt: Ihr warmer, nackter Körper lag auf mir. Sanft fuhr ich mit meinen Fingerkuppen über ihr seidenes Haar. Draußen lag die stille, dunkle Nacht. Ich beobachtete die schlafenden Züge ihres lieblichen Gesichtes. So unwissend über die sch...
