JUSTINS POINT OF VIEW
»Okay. Ich hab einen Deal.«, meinte Justin zögerlich. »Du hilfst uns bei der Sache mit Derek und ich werde keine Geheimnisse mehr vor dir haben.«
Und da wars raus, einfach aus mir heraus gesprudelt. Perplex starrte Jade mich an, dann schüttelte sie ihren Kopf um etwas von diesem Schock weg zu kommen und öffnete dann ihren Mund um etwas zu sagen, schloss ihn jedoch als da nichts raus kam. Und ihr dies übel nehmen konnte ich nicht. »Du willst was ?«, fragte sie nach paar schweigsamen Minuten und blickte mich verblüfft an. Unsicher biss ich mir auf die Unterlippe und legte die Hand in meinen Nacken den ich leicht kratzte. »Ja also.. Eh, egal. Vergiss es.«, nuschelte ich. Doch Jade schüttelte mit zusammen gezogenen Augenbrauen den Kopf und wedelte kurz mit den Händen. »Nein. Nein, erzähl mir euren Plan, du Trottel.«.
Mit großen Augen starrte ich sie an. Eher hatte ich erwartet das sie mir völlig den Kopf abreißt, aber plötzlich sah es eher danach aus als wolle sie sich wirklich in diesen Wahnsinn stürzen. Bei mir läuteten die Alarmglocken und ich malte mir schon in meine Kopf aus wie mein Vater mir mit bloßen Händen die Eingeweide ausriss. Bei dem Gedanken daran schüttelte ich mich kurz. Dann sah ich besorgt zu Jade. »Jade, nein. Ich hab doch gesagt. Vergiss es. Ich habe geredet bevor ich gedacht hab.«, versuchte ich mich da raus zu reden. Jade verdrehte ich Augen und verlagerte ihr Gewicht auf ihr rechtes Bein, während sie ihre linke Hand an die linke Hüfte stützte und mich mit angehobener Augenbraue anblickte. »Ich will jetzt wissen was der Plan ist, Justin.«, bestand sie darauf. Fluchend raufte ich mir mit meiner Hand durchs Haar und atmete dann tief durch, strich dabei mit der Hand über meinen Mund. »Ja, wir wollten eben das du den Lockvogel spielst.«, meinte ich und schob meine Hände in die Hosentasche. » Wir ? «, stutzte sie. »Die Jungs und ich halt.«.
Jade nickte langsam, dann verlor sie ein humorloses lachen und schüttelte den Kopf. »Ihr seid krank.«, meinte sie. Das war doch eh klar, dass sie da nicht einstimmen würde. »Weißt du was, Justin ?«, fing sie an, »Du und die Jungs seid schreckliche, grausame Monster. Und ich schwöre dir bei Gott, wäre ich an Stelle deines Vaters, dann hätte ich dich schon längst in die Zelle gesteckt.«. Mit diesen Worten, die sich tief in mein Gedächtnis brannten, stampfte sie davon. Verzweifelt sah ich ihr noch nach, aber es war zu spät. Fluchend kickte ich den Stein vor mir weg und hob kurz den Blick, auf der Straße fuhr ein schwarzer Van entlang. Sonst war es still.
Mit einem lauten Seufzen drehte ich mich um und ging zurück zum Haus, ohne zu ahnen was heute auf mich zu kommen würde.
JADES POINT OF VIEW
Das einzige was ich noch spürte war Wut. Große Wut auf Justin. Auf dem Jungen der nie der sein würde, wer er eigentlich war. Ich hatte keine Ahnung wohin ich lief, aber die dunklen Gassen machten mir totale Angst und so langsam bereute ich es einfach abgehauen zu sein. Ich bog gerade in eine schmale Straße ein als ich die Reifen eines parkenden Autos auf dem Asphalt zu hören bekam. Daraufhin hörte man Türen auf und wieder zu gehen, aber als ich auch noch Schritte hinter mir hörte bekam ich es total mit der Panik zu tun. Ich verschnellte mein Schritte, versuchte darauf zu achten nicht über die eigenen Füße zu stolpern, mein Herz pochte wilder und Schweißperlen rannten meine Schläfe runter. Plötzlich schrie ich wie ein Schwein am Spieß los als mich zwei Arme von hinten packten, doch demjenigen gefiel es weniger, denn dieser stopfte mir gleich im nächsten Moment einen Lappen in den Mund so das ich schwieg. In den nächsten Augenblicken bekam ich unter meinen Tränen und kläglichen Versuchen nach Hilfe zu schreien nichts mehr mit. Das letzte was ich spürte war ein harter Aufprall, dann gingen die Lichter in meinem Kopf aus und ich spürte jeden Nerv erschlaffen, in der nächsten Sekunde war ich wie weg geblasen.
JUSTINS POINT OF VIEW
Ich hatte die ganze Nacht nicht schlafen können. Denn als wir Abends im Camp wieder angekommen waren, gab es keine Anzeichen auf die Rückkehr von Jade. Mich plagten die schlimmsten Sorgen. Ich war für sie verantwortlich und versagte komplett. Da draußen lief ein geisteskranker rum der nur so darauf wartete seine sadistischen Fantasien an ihr aus zu üben. Mein Magen drehte sich rum, nur an die Vorstellung das sie jetzt höchstwahrscheinlich tot war. Ich tigerte schon gegen zehn Uhr Morgens draußen vor den Toren zum Camp herum, in der Hoffnung Jade würde jetzt unversehrt durch diese spazieren und sich mit mir vertragen. Doch nichts davon geschah.
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Cold Nightmare
Fanfiction• Textausschnitt: Ihr warmer, nackter Körper lag auf mir. Sanft fuhr ich mit meinen Fingerkuppen über ihr seidenes Haar. Draußen lag die stille, dunkle Nacht. Ich beobachtete die schlafenden Züge ihres lieblichen Gesichtes. So unwissend über die sch...
