• It's not okay and it's not alright •
Die Zimmertür wurde aufgetreten, ich hörte wie das dicke Holz zu Boden krachte, dann versuchte jemand die Badezimmertür zu öffnen.
„Was zur Hölle?", hörte ich Ethan's Stimme.
„Sie hat mich angerufen", das war Will.
Erleichtert stand ich vom Boden auf und schloss die Tür auf. Beide Jungs starrten mich an, vier blaue Augen musterten mich.
„Ist dir was passiert?", fragte Will und drehte mein Gesicht in alle Richtungen ehe er sich den Rest ansah.
„Nein, alles gut", nuschelte ich.
Ethan sah mich an, emotionslos.
„Diese Aktion wird noch vielen das Leben kosten", murmelte Will und sah mich an, „Liam hat mit seinem Vater geredet."
Ich sah von Ethan zu Will.
„Sie brennen die Anlage nieder, mit jedem der noch drin ist. Das Gebäude auf der anderen Seite der Stadt wird die neue Anlage", erzählte er weiter.
Der erste Satz hatte gereicht, alles andere kam nur dumpf bei mir an. Sie wollen die ganze Anlage abbrennen? Die Anlage in der so viele lebten?
Ich ging an den beiden Männern vorbei und stand nun im Flur. Auf dem Boden waren Blutflecken und auch die Wände zierten rote Flecken. Mein Herz wurde langsam, die Umgebung fing an sich zu drehen, alles wurde verschwommen und letztendlich wurde alles schwarz.
~~~
„Ich bleib hier bis sie wach ist!", hörte ich eine Stimme.
„Du bist hier nicht gerade beliebt", kam es von einer anderen.
Ich brauchte eine Weile bis mir klar wurde das die beiden Stimmen zu Ethan und Will gehörten.
„Ist mir doch egal, soll dein scheiß Kumpel mich wieder zusammen schlagen, alleine packt der das eh nicht", sagte Ethan.
„Hört auf", hörte ich eine Mädchenstimme.
Jetzt öffnete ich meine Augen und setzte mich auf. Ich saß auf dem riesigen Bett indem ich sonst immer neben Will lag. Der Blonde Mann saß am Bettende. Der dunkelhaarige lehnte an der Wand, die Arme vor der Brust verschränkt. Das Mädchen saß auf einem Stuhl im Zimmer und umklammerte ihre Puppe. Alle drei sahen mich stumm an.
„Starrt mich nicht so an als wäre ich ein Alien", murmelte ich.
Die Zimmertür ging auf und eine Blondine kam ins Zimmer: „Wie geht's dir süße?"
Grace sah mich besorgt an.
„Mir geht's gut", murmelte ich, „ich bin nicht aus Glas."
Grace sah zwischen den beiden Jungs hin und her, ehe sie langsam nickte und wieder zu mir sah:
„Mit wem von denen bist du denn jetzt zusammen?"
Beide Jungs sahen zu mir und warteten auf eine Antwort. Ich selbst funkelte Grace böse an und gab „Keinem" von mir. Es war ja nicht gelogen, ich war mit keinem zusammen. Beide hielten sich zurück. Mit einem Nicken sah Grace zu dem kleinen Mädchen, das noch immer die Puppe in der Hand hielt.
„Komm mit Kleine, wir ziehen dir mal was neues an ja? Ich hab noch schöne Kleider die nur im Schrank hängen", lächelte sie.
Mary sprang strahlend auf, griff nach Grace's Hand und folgte ihr durch den langen Flur.
Der Stuhl blieb nicht lange leer, Ethan setzte sich und ging sich durch die Haare: „Du solltest vielleicht duschen."
Ich sah an mir runter, an meinem Armen und Beinen war getrocknetes Blut, wahrscheinlich war ich genau da reingefallen als ich ohnmächtig wurde.
Ich verstand nicht wieso ich zusammengebrochen war. Ich war es gewohnt Tote auf der Straße zu sehen oder war es das Blut?
Mit einem leichten Nicken stand ich auf und machte mich auf dem Weg zum Bad. Kaum hatte ich die Tür geschlossen hörte ich die Beiden reden.
„So kann das nicht weiter gehen Ethan", seufzte Will, „sie wird sich nicht entscheiden."
„Und deshalb soll ich mit dir befreundet sein?"
„Nein, aber mich hassen wird keinen weiter bringen", es gab eine kurze Pause, „ich lande eh auf der Straße wenn das schief geht."
„Du bist von der Straße", murmelte Ethan genervt.
Das Wasser sorgte dafür das ich nichts mehr hören konnte. Bei der Gelegenheit schloss ich meine Augen und genoss den kurzen Moment Ruhe den ich hatte. Kurz danach versuchte ich das Blut abzubekommen das an meinem Körper klebte. Als ich die roten Flecken endlich von meinem Körper hatte stieg ich aus der Dusche. Mit einem Handtuch um meinen Körper ging ich zurück ins Zimmer und sah zu den beiden Jungs deren Gespräch verstummt war.
„Kann ich mich anziehen?", fragte ich als die Beiden mich stumm ansahen.
„Hab dich eh schon nackt gesehen", murmelte Will.
Ethan's Blick verriet mir das er Will in dem Moment am liebsten erwürgt hätte dafür. Trotzdem stand der dunkelhaarige Mann auf und ging ohne ein Wort aus dem Zimmer.
„Das tut nichts zur Sache", murmelte ich an Will gewandt, „geh bitte raus."
Widerwillig stand auch der Blonde auf und ging aus dem Zimmer. Ohne groß nachzudenken zog ich ein dunkelrotes T-Shirt an was mir eine Nummer zu groß war und eine schwarze Shorts. Angezogen öffnete ich die Tür und ging an den beiden Jungs vorbei, die Treppe runter in die Küche. Beide folgten mir. Will setzte sich an den Küchentisch, während Ethan sich an die Theke lehnte. Kaum hatte ich mich auf einen der Stühle gesetzt kam auch Grace in die Küche.
„Wie kommts eigentlich das du nicht erschossen wurdest?", fragte sie Ethan.
Mit seinen blauen Augen sah er zu mir. Ich atmete tief durch und begann zu reden:
„Grace du musst mir jetzt was versprechen. Alles was ich dir hier erzähle muss unter uns bleiben."
Die Blondine nickte verwirrt.
„Die beiden wollen das System zerstören und haben Papiere veröffentlicht die das verursacht haben", sagte Will, „Liam bringt uns vielleicht um, vielleicht landen wir wieder auf der Straße."
„Ihr seid krank", murmelte Grace.
Ich nickte: „Ja, aber ich würde lieber bei dem Versuch sterben, als den Rest meines Lebens rumgeschubst zu werden."
Bei dem Satz sah ich mehr zu Will als zu Grace. Er erwiderte meinen Blick und seine blauen Augen sahen in meine.
„Ist ja gut. Ich hab's kapiert", murmelte er, „riskier ich halt für deine Idee mein Leben, zufrieden?"
Ein bisschen musste ich schon grinsen. Er hatte sich endlich auf unsere Seite gestellt. Nun gingen alle Blicke zu der Blondine die im Türrahmen stand.
„Was habt ihr für einen Plan?", fragte sie unsicher.
„Im Moment keinen", gab Ethan zu.
„Aber für dich hab ich eine Aufgabe die du blendend hinbekommen wirst", grinste ich.
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Hope. || Abgeschlossen
RomanceEine Welt in der die Untere Schicht wie Tiere im Zoo eingesperrt ist und die Obere sie kaufen kann wie teure Gemälde. Ist das eine Welt in der man leben will? Leben sollte? Hope. Ein Name mit einer Bedeutung an die keiner mehr glaubte. Niemand hatte...
