• Sometimes it all gets a little too much •
Es war still. Niemand sagte auch nur ein Wort. Will nicht weil er wusste Ethan könnte jeden Moment der Geduldsfaden reißen. Sam blieb stumm weil er schlicht und einfach nicht wusste was er sagen sollte. Ethan sagte kein Wort um sich nicht aufzuregen und vielleicht doch noch den Blonden zu erschießen. Liam hatte man dazu gebracht das er nichts sagen konnte. Und ich? Ich wollte weder was hören noch was sagen. Die ganze Situation überforderte mich, sowas war ich nicht gewohnt. Die letzten Jahre war ich immer auf mich allein gestellt und auf einmal sind da Menschen, die sich am liebsten gegenseitig umbringen würden, die mir wichtig sind.
Auch nachdem was Will gesagt und getan hatte war er mir noch wichtig. Gefühle verschwinden nicht von einem Moment auf den anderen.
Bis tief in die Nacht sprach niemand ein Wort. Erst als es bereits stockdunkel war und man kaum seine eigene Hand vor Augen sah stand ich von der Steintreppe, vor einem Haus, auf und sah mich um. Wie erwartet war nur einer wach, Ethan. Mit leisen Schritten ging ich zu ihm und setzte mich neben ihn auf den Bürgersteig. Ethan sah kurz zu mir, betrachtete dann aber weiter die Sterne am Himmel. Ich sah ebenfalls zu den Sternen.
Es dauerte eine Weile bis er was sagte, aber ich war erleichtert das er anfing zu reden und nicht ich.
„Was war da los?", fragte er leise.
„Will ist durchgedreht", murmelte ich.
„Weswegen?"
Ich sah zu ihm. Der Mann neben mir schien das zu bemerken, denn er sah ebenfalls zu mir.
„Wegen dir", flüsterte ich.
Ich bekam keine Antwort. Ethan schaute mich noch immer an, legte seine Hand an meine Wange und drückte mir dann einen sanften Kuss auf die Lippen. Als er sich löste legte er den Arm um mich und zog mich näher an sich. Ich lehnte mich an ihn und betrachtete wieder die Sterne. Es war eine ruhige Nacht und die Stille gab mir die Chance nachzudenken. Über das was Sam gesagt hatte, was Will gesagt hatte und über meine eigenen Worte.
Vielleicht hatte ich tatsächlich Angst Will würde hinschmeißen wenn meine Gefühle für Ethan stärker wären als für ihn. Wahrscheinlich würde Will das sogar tun wenn es so wäre, aber die Wahrheit war ich wusste nicht wie ich fühlte. Liebe war nie ein Thema in meinem Leben, wie sollte ich jetzt wissen wie sich Liebe anfühlt? Wie sich der „Richtige" anfühlt?
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Schreie erklangen, dann rannte jemand die Straße lang. „Letzte Warnung!", schrie jemand und schon fielen Schüsse. Es dauerte nicht lange und die schweren Schritte der Männer in schwarz waren zu hören, eine Frau die sie anflehte sie zu verschonen und dann knallten die Autotüren zu. Eine Stille überkam die Straße, man hörte niemanden Atmen.
Ich selbst saß in einem Gebäude, dessen obere Etage verfiel. Neben der Tür die mal in ein Badezimmer führte, kauerte ich auf dem Boden, die Beine an mich gezogen, und versuchte keine Geräusche zu machen. Es war wieder mal so weit, sie sammelten die Leute ein um sie auszustellen. Alle drei Tage fuhren die schwarzen Vans durch die Straßen und die Männer schnappten sich die Leuten, wer wegrannte auf den wurde geschossen. Niemand hatte eine Chance.
Endlich startete der Motor und der Wagen fuhr los. Hatten sie genug? Auch Stunden später hatte sich keiner auf die Straße getraut. Die Stadt schien leer, als wäre keine Menschenseele mehr da. Doch ich wusste es besser, ich war da. Sehr viele waren noch da, versteckt, still, voller Angst.
Und auf einmal Schritte. Jemand rannte die Straße entlang, gefolgt von Lachen und schreien: „Bleib stehen!" „Wir kriegen dich sowieso!"
Doch es waren nicht die Männer in ihren Uniformen und den Gewehren, es waren Menschen wie ich die sich gegenseitig jagten. Sie hatten den Spaß am Morden entdeckt und wenn sie schon hier fest saßen würden sie jede einzige Minute damit verbringen zu morden.
Dann waren die Schritte in dem Haus. Jeder Schritt auf dem alten Steinboden und den Scherben war zu hören und sie kamen immer näher. Jemand schaute ins Bad und ich wurde in Licht umhüllt. Woher hatten die Taschenlampen?
„Ich hab jemanden", lachte der Kerl vor mir und hockte sich hin, „ein Mädchen."
Er grinste und strich über meine Wange, dann meinen Hals runter und blieb letztendlich an der Kette stehen.
Die Goldkette hatte mir eine Frau als Dank gegeben, dafür das ich ihr die Decken gab um ihr Baby warm zu halten. Der Winter war gerade vorbei und ich wusste nicht ob die beiden es tatsächlich geschafft hatten, die Kette schien mein Glaube daran zu sein das es so war.
Der Mann vor mir grinste immer dreckiger. Er packte mich am Arm und zog mich auf meine Beine, nur um mich vor sich her zu schubsen und seinen Freunden zu präsentieren.
Ich hatte diese Jungs nicht zum ersten Mal gesehen, sie hatten mich allerdings noch nie bemerkt. Alle drei musterten mich und ihr Grinsen verriet mir das es für mich nicht gut enden würde. Um ehrlich zu sein verlor ich in dieser Nacht jede Hoffnung ans überleben. Sie waren in der überzahl, älter und wussten wie man jemanden festhalten konnte. Sie hatten schon stärkere als mich erwischt und diese Menschen atmeten nicht mehr. Es war Hoffnungslos, ich war schwach, halb am verhungern und allein.
Mit einem Mal war ich wach und schnappte nach Luft. Ich griff nach der Kette um meinen Hals und schloss kurz die Augen. Ich war nicht in diesem Haus, ich war nicht umzingelt von diesen Jungs, ich würde nicht halb tot da liegen und um jeden Atemzug kämpfen müssen, nicht noch einmal.
„Hope?", hörte ich eine Stimme neben mir.
Es war Ethan, der wegen mir wach geworden war. Auch er setzte sich auf und sah mich nun an.
„Alles gut, war nur ein Traum", murmelte ich.
Er nickte müde und legte sich wieder hin, kurz danach schlief er auch schon. Ich war als einzige wach, dachte ich zumindest. Als ich mich umsah bemerkte ich das wir nur noch zu dritt waren. Will und Liam waren verschwunden und ich wusste was das bedeutete. Ich weckte Ethan und machte ihn darauf aufmerksam. Erstaunlich wie wach er war als er realisierte das die Beiden wirklich verschwunden waren. Er stand sofort auf, weckte Sam und fing an sich umzusehen. Wie weit konnten die Beiden schon sein?
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Ich muss die Story für eine Weile pausieren. Ich habe noch immer eine Schreibblockade und bin momentan im Urlaub. Ich hoffe ich kann bald daran weiter schreiben🙄😅
Hoffe die Story hat euch bisher gefallen und wird euch auch weiterhin gefallen😊
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Hope. || Abgeschlossen
RomanceEine Welt in der die Untere Schicht wie Tiere im Zoo eingesperrt ist und die Obere sie kaufen kann wie teure Gemälde. Ist das eine Welt in der man leben will? Leben sollte? Hope. Ein Name mit einer Bedeutung an die keiner mehr glaubte. Niemand hatte...
