Wichtig!
Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt: Ich mache bei einem Award mit. Um da auch nur eine kleine Change zu haben, brauche ich eure Hilfe! Und zwar bitte ich euch darum beim „Undiscoverd Award 2018" von bestfriends_MC under der Kategorie Fantasy für dieses Buch hier zu voten. Dafür markiert hier die Zeile wo mein Name und „Xayra" steht und kommentiert ganz einfach „Vote"
Falls euch also dieses Buch hier gefällt, würde es mich sehr freuen, wenn ich ein paar Sekunden dafür aufwendet würdet ❤️
Und jetzt genug geschwafelt und viel Spass beim lesen!
Drake
Es ist ein großer Fehler zu denken, dass ein Mensch immer gleich ist. Ein Mensch ist nie lange derselbe. Er verändert sich ständig. Nicht einmal für eine halbe Stunde bleibt er derselbe.
-G. I. Gurdjieff
Wie langweilig.
Alles nur grau, keine Detail, keine Farbe, nichts Interessantes...
Wenn das so weiter geht, werde ich hier vor lauter Langeweile noch sterben.
Es ist Stunden her, seit mein Sonnenschein mich hier unten in diesem Drecksloch besucht hat. Seither ist nichts mehr geschehen. Ich habe versucht mich irgendwie zu unterhalten, habe gesungen und zum Teil sogar dazu getanzt, aber ohne andere Menschen ist das alles nur halb so lustig.
Seufzend lehne ich mich wieder an die kalte Steinmauer. Ich nehme ein wenig von dem Stroh in die Hand, welches wegen der hohen Luftfeuchtigkeit bereits anfängt zu Schimmeln, und knülle es zu einem Ball zusammen. Diesen werfe ich immer wieder in die Luft, um ihn gleich darauf wieder zu fangen. Das wiederhole ich solange, bis der improvisierte Ball auseinander fällt. Daraufhin beginne ich wieder von vorne.
Knüllen. Werfen. Fangen. Knüllen. Werfen. Fangen.
Immer wieder.
Gott ich drehe hier unten noch durch.
Wie aus dem Nichts, muss ich plötzlich an meinen Bruder denken. Vincent macht sich bestimmt sorgen... Ich muss mir noch irgendeine Ausrede einfallen lassen, die ich ihm auftischen werde, falls Xayra es schafft mich hier raus zu bekommen.
Ich kann natürlich die altbekannten Geschichten bringe, wie dass ich bei einer Frau war, oder die ganze Zeit über durchgefeiert habe. Andererseits wäre eine neue Geschichte auch nicht schlecht, vielleicht etwas kreativeres? Wie wärs wenn ich ihm sage, dass ich kurzzeitig einem Wanderzirkus beigetreten bin? Bei meinen vielseitigen Begabungen ist das komplett glaubwürdig. Oder ich erzähle ihm, dass ich spazieren gegangen bin und dann auf eine schwache, hochschwangere Frau gestossen bin. Natürlich habe ich ihr geholfen, da sie sich verirrt hat und als sie dann in die Wehen gekommen ist, musste ich selbstverständlich auch helfen das Kind gesund und munter auf die Welt zu bringen. Immerhin befanden wir uns irgendwo im Nirgendwo.
Eine tolle Geschichte wäre sicherlich auch, dass ich sieben Weisenkinder auf der alten Miene in Derraia gerettet habe und... „Steh auf!" ruft mir plötzlich jemand zu.
Verwirrt sehe ich hoch. Vor meiner Zelle steht der blondhaarige Miesepeter, der mich zusammen mit dem Rotschopf hier unten eingesperrt hat.
Wie war nochmal sein Name? Toy? Moy? Boy?
Irgendwas so in der Art. Es ist mir aber eigentlich egal, denn weiter hinter ihm steht mein Sonnenschein.
Sofort bildet sich ein breites Grinsen auf meinen Lippen. Was Blondi mir sagt, höre ich gar nicht, ich stehe auf und laufe zu meiner Xayra rüber. Doch bevor ich das Gitter, welches mich von meiner Herzensdame trennt, überhaupt erreiche, überrascht mich Koy oder Froy, was auch immer, damit dass er die Tür öffnet und sogar zur Seite tritt, um mich durchzulassen.
Etwas verwirrt, aber ohne es zu hinterfragen, laufe ich aus der Zelle heraus. Denn wie sagt man so schön? Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul.
Grimmig zeigt mir Roy, dass ich ihm folgen soll und ohne ein Wort zu sagen, stampft er auch schon davon.
„Da hat wohl jemand schlechte Laune." murmle ich genau so laut, dass nur Xayra mich hört. Sie wirft mir lediglich einen kurzen Blick zu und folgt dann Blondi die Treppe hoch. Dabei könnte ich schwören, dass sie zumindest ein bisschen geschmunzelt hat.
Oben angekommen führen sie mich in das Wohnzimmer, welches anscheinend gleichzeitig auf eine Art Hauptzentrale oder Besprechungsraum ist.
Meine beiden Reiseführer bleiben in der Mitte des Raumes stehen, also tue ich es ihnen gleich und stelle mich neben Xayra. Sie sieht heute wieder besonders schön aus.
Gerade als ich damit beginne, die atemberaubende Schönheit vor mir zu genauer zu betrachten und ihr ein Kompliment machen will, kommt ihr Vater in den Raum.
Er stellt sich direkt vor mich hin und blickt mir ernst in die Augen.
„Wir haben beschlossen, dass du von nun an für uns arbeitest. Solltest du uns verraten, droht dir ein grausamer und qualvoller Tod." erklärt er mir knapp.
Sie hat es geschafft! Sie hat tatsächlich die Anführer einer Rebellion dazu überredet den Sohn des Feindes in die eigenen Reihen aufzunehmen.
Diese Frau ist einfach unglaublich!
„Hast du mich verstanden?" fragt der grimmig dreinschauende Mann vor mir nach, da ich nicht reagiert habe. Zu sehr war ich in Gedanken noch bei seiner hübschen Tochter.
„Ja natürlich, helfen sonst tot." fasse ich schnell für ihn zusammen. Er schien zufrieden und sagt mir, dass ich nun nachhause gehen kann und sie sich bei mir melden werden, falls es etwas zu tun gäbe.
Da ich also offiziell kein Gefangener mehr bin, verlasse ich das Haus und gehe, leider ohne Xayra, wieder zurück in den Palast, wo ich mich dem Zorn meiner Familie stellen muss.
DU LIEST GERADE
Xayra
Fiksi RemajaSie ist stur, zielgerichtet, vorausdenkend und pflichtbewusst. Sie ist eine Rebellin, die für die Freiheit gegen das Regime kämpft. Er ist sorglos, charmant, selbstverliebt und provokant. Er ist der Prinz des Königreiches. ...
