Chapter 2

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Mit einem letzten zufriedenen Blick in den Spiegel, packte ich meine Handtasche und wartete auf Julia. "Zoey ich glaub ich seh einfach nicht so toll aus." Sie trägt ein schlichtes, schwarzes, anliegendes Abendkleid mit grauen Plateauschuhen. Ihre Haare hat sie sich zu einer schönen Hochsteckfriseur gesteckt. Sehr sexy, dachte ich mir und erwiderte: "Mensch Julia du siehst hammer aus, komm jetzt!" "Wirklich?" "Ja, wenn ich ein Junge wäre, ich würde dich sofort aufreißen!" "Danke, du bist einfach die allerbeste Freundin die man haben kann!" Mit einem Lächeln im Gesicht stiegen wir ins Auto ein und gaben Vollgas. "Julia dein Vater dreht durch, wenn er das gehört hat!" "Ach scheiß drauf, ich will heute Party bis zum Umkippen!" Da bin ich dabei dachte ich mir.  Unsere Laune war am Höhepunkt als dann auch noch unser Lieblingslied im Radio lief. Friends von Marshmellow... Wir sangen das Lied lautstark und mit total schiefen Tönen mit, und mussten über uns selber lachen. Doch dann läutete mein Handy und Mam stand am Display. Genervt hob ich ab und verzog das Gesicht.   

"Was willst du Mam?" "In einem anderen Ton junges Fräulein, wann kommst du heute nachhause?"
"Weiß nicht Mam, nerv nicht." Im Hintergrund hörte ich wie Glas zu Boden fiel. Na toll die Alte ist wieder betrunken. "Sprich nicht so zu mir, ich will wissen wann du heim kommst!" "Mam ich bin volljährig, es ist meine Sache wann ich komme und wann ich gehe und jetzt lass mich in Ruhe!" Genervt legte ich auf und schaltete das Handy ab.  Von der lass ich mir heute nicht den Abend versauen dachte ich mir wütend. Im Hintergrund hörte ich Julia seufzen. "Kann die uns nicht einmal in Ruhe lassen?" "Du weißt wie meine Mam ist, ich soll den ganzen Haushalt machen und sie sitzt sich und trinkt!" "Schalt dein Handy ab für den Abend." "Hab ich schon längst gemacht." "Gut dann lassen wir den Abend krachen!" "Ich glaube da vorne ist die Disco." "Ja hast Recht." Als wir aus dem Auto ausstiegen hörten wir schon laute Musik. Wir gingen vorbei an den Security und diese pfiffen uns nach. Ich hörte noch irgendwelche Wortlaute wie sexy und gebt uns eure Nummer, und dann waren wir auch schon drinnen. Überall waren Scheinwerfer und Rauch, und wir mussten uns erst mal an das gedämpfte Licht gewöhnen bis wir einen freien Platz an der Bar erblickten. Ich steuerte gleich darauf hin und Julia lief mir nach. Erleichtert plumpste ich auf den Barhocker und sah mir das ganze mal an. Die Disco war randvoll, ich schätzte mal so ca. 500 Leute waren hier. Die Tanzfläche war komplett voll und wenn man in die Ecken sah, waren dort überall Pärchen die knutschten oder einfach ihren Drink tranken. "Hallo ihr Hübschen was darfs den zum Trinken sein?" Julia bestellte sich ein Bier und ich wählte irgendeinen starken Coktail.   "Hey willst du tanzen gehen?" "Warte lass uns mal unsere Drinks austrinken, hab kein Bock das uns irgendwer Tropfen oder sowas reinschmeißt." Damit habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht. "Machts dir was aus wenn ich tanzen gehe?" "Nein kein Problem vielleicht komm ich dann nach," erwiderte ich. Ich sah sie in der Menge verschwinden und sah ihr beim Tanzen zu. Sie ist auch echt hübsch mit ihren blonden Haaren und den eisblauen Augen, ich glaube die Typen würden ihr alles nachtragen. Irgendwie schweifte ich dann in Gedanken ab, als ein Typ neben mir war.

"Darf ich dich auf einen Drink einladen?" Ich sah zur Seite und war ein bisschen überrascht. Der Typ der sich neben mir platziert hat, sah echt scharf aus.
Und ich bin echt schwer zu beeindrucken, wenns um das Aussehen geht. Er hat schwarzes Haar und braune Augen, außerdem war er groß und auch muskulös gebaut.  An seinem Arm hatte er ein Tattoo das sich bis zum Hals hochschlängelte. Ich glaub ich hab ihm ein bisschen zu lange angeschaut, da er mich dann nochmal fragte. "Hey? Willst du einen Drink?" Peinlich berührt erwiderte ich seine Frage: "Oh ja, sorry war grade voll weg!" Er deutete den Barkeeper und ich bestellte mir nochmal diesen komischen Coktail. Irgendwie musste ich ihn wieder so lange angestarrt haben, denn er fragte mich: "Hey bin ich ein Fernseher?" Ich musste lachen und antwortete: "Nein hab mir dein Tattoo angeschaut." Irgendwas musste ich mir doch einfallen lassen, der Typ hat mir echt die Sprache verschlagen. "Und was hat dich hierher verschlagen?" "Ich weiß nicht wollte einfach mal schauen wie die neue Disco jetzt so läuft... damals gings ja nicht so gut." "Ja hübsche Mädchen sieht man hier leider nicht so oft, die meisten sind Bauernweiber." "Danke" Ich glaub, ich war so rot im Gesicht wie ein Hummer. Ich starrte wieder auf die Tanzfläche und suchte nach Julia, aber ich konnte sie nicht ausfindig machen. Komisch? Naja so wie ich sie kenne hat sie sich wahrscheinlich schon einen Typen geangelt.. Ich schweifte wieder in Gedanken ab.

3.Mai 2014: Genervt ging ich vom Bahnhof weg, überall diese Kiffer, die einen auf Möchtegern-Macho machen. Ich will einfach nachhause in mein Zimmer, mich aufs Bett legen und den Fernseher anmachen. Irgendjemanden hörte ich pfeifen hinter mir. Komisch, mit einem mulmigen Bauchgefühl ging ich mit größeren und schnelleren Schritten, die Dunkelheit war nie mein Freund. Und wieder dieses Pfeifen. Was soll das? Genervt drehte ich mich um und bemerkte das mir ein angetrunkener Penner nachging. Ich ging noch schneller und wieder dieses Pfeifen.  Aber diesmal näher. Schon langsam wird mir das ganze unheimlich. In der Nähe ist das öffentliche Klo und dort werde ich jetzt hingehen. Ich war direkt erleichtert als ich mich drinnen befand und ging erst mal zum Spiegel. Gut alles passt noch dachte ich mir erleichtert. Doch dann erblickte ich diesen Typen hinter mir....... Ich wollte mich umdrehen aber er gab mir einen Tritt und ich knallte auf den eiskalten Boden. Ich schrie das er mich loslasssn sollte. Doch er gab nicht nach und riss mir die Hose runter. Ich versuchte ihn zu treten, aber keine Chance er war mir körperlich um einiges überlegen.
Gewaltsam drückte er mir die Beine auseinander, und versuchte ihn mich einzudringen. Ich versuchte zu schreien, er holte aus und schlug mir mit der Faust ins Gesicht. Das letzte was ich noch spürte, war der stechende Schmerz als er in mich eindrang.

Grauenvolle LiebeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt