Es war einmal ein armer Mann, seine wunderschöne Frau und sein kleiner Sohn. Sie lebten in einem alten Haus ohne Heizung auf dem Land und der Mann verdiente das wenige Geld, das sie besaßen mit dem Verkauf ihrer selbstgemachten Kleidung und Stickereien. Er war ein talentierter Schneider und seine Frau eine begnadete Stickerin. Dennoch bekamen sie kaum etwas für ihre Produkte. Und trotzdem waren sie eine sehr glückliche Familie.
Eines Tages ging der Mann für einige Tage in die Stadt um dort als Arbeiter in einer Fabrik zu arbeiten. Von dem Geld, das er erhielt, kaufte er seiner Frau einen Blumenstrauß und seinem Sohn ein hölzernes Spielzeug. Seine Familie freute sich so sehr darüber, dass es dem armen Mann die Tränen in die Augen trieb. Seine Frau ließ den Strauß so lange auf dem Tisch stehen, bis er gänzlich verblüht war und schaute ihn stundenlang mit glänzenden Augen an und der kleine Sohn spielte ununterbrochen mit seinem neuen Spielzeug.
Schon wenige Wochen später ging der Mann wieder in die Stadt, um mit extra Arbeit mehr zu verdienen und seiner Familie neue Geschenke kaufen zu können.
Er brachte seiner Frau ein neues Kleid und seinem Sohn neue Schuhe mit. Wieder freuten sie sich unendlich darüber und der Mann musste weinen.
Nach wenigen Wochen, ging er wieder in die Stadt und blieb eine ganze Woche, um zu arbeiten. Von dem Geld kaufte er seiner Frau eine neue Kette und seinem Sohn neue Buntstifte.
Wieder freuten sie sich sehr über die Geschenke und der Mann weinte, doch seine Frau erzählte ihm auch, wie sehr sie ihn vermisst hatte, während er in der Stadt war.
Doch schon bald ging er wieder in die Stadt zum Arbeiten, diesmal für drei Wochen. Von dem Geld kaufte er ein neues Haus mit Heizung in der Nähe der Stadt.
Seine Frau freute sich und der Mann weinte, doch sie sagte auch, dass sie ihr altes Haus vermisste und die Nachbarn, die immer mit dem Sohn gespielt hatten. Und sie war traurig, dass er so lange fort war und das Haus gekauft hatte, ohne sie zu fragen.
Bald ging er wieder arbeiten, um seiner Familie neue Dinge kaufen zu können und sie glücklich zu machen. Er blieb wochenlang weg und arbeitete. Er kaufte neuen Schmuck und unglaublich viel Spielzeug für seine Familie. Jedes Mal kam er mit neuen, teureren Geschenken nach Hause. Seine Frau freute sich, doch jedes Mal war sie trauriger. Sie vermisste ihren Mann, der kaum noch für sie da war und sie vermisste ihr altes Haus und ihre alte Arbeit. Doch der Mann merkte nichts von ihrer Traurigkeit. Er wollte sie nur immer glücklicher machen und kaufte immer mehr Geschenke, die seine Frau nicht brauchte und sein Sohn nicht wollte.
Und als er das nächste Mal nach vielen Wochen wieder nach Hause kam, wieder einen großen Korb mit wunderschönen Geschenken in den Armen, war seine Frau fort. Sie war zurückgegangen, mit ihrem Sohn, um in ihrem alten Haus zu wohnen, wo sie so glücklich gewesen war. Und der Mann schaute auf all die Dinge, die er für sie gekauft hatte, und weinte.
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Mr Mortimer
Ficção AdolescenteEigentlich wollte Moira nur schnell ein Buch für ihr Jurastudium kaufen, doch der schräge alte Mann und sein vollgestopfter Buchladen lassen sie einfach nicht los. Mr Mortimer und sein gutaussehender, theaterbegeisterter Enkel schaffen es, Moira in...
