Kapitel 12 - Überarbeitet

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Wie wenig trennt Jasagen von Heuchelei!
-Laotse (eigentlich Laozi, nur legendenhaft fassbarer chinesischer Philosoph, Begründer des Taoismus, Laotse bedeutet 'der Alte', sein Sippenname war 'Li Erl')

Zum Glück hat die Herrin angerufen. Ich hätte nicht gewusst wie ich es sonst hätte stoppen können. Ich meine, Derek war ganz sachte und sanft. Er war ein Gentleman, ein richtiger Gentleman. So kenn ich Ihn nicht. Ja, er ist mein Starrköpfiger Gefährte, denkt nicht über seine Aktionen nach und handelt überstürzt. Aber verdammt, er kann küssen und er ist ja nicht von schlechten Eltern. Ich muss mich zusammenreißen. Ich darf Ihn nicht verfallen. Er ist ein Werwolf, und ich mag keine Werwölfe.

Ich frage mich aber was die Herrin möchte. Ich weiß, dass Roscoe sich dem König der Werwölfe anvertraut hat und, dass er seinem König auch wirklich alles, bis in kleinste Detail erzählt hat. Also auch das von Kath und wie sie Jules Ferana hilft. Weiß die Herrin das schon? Ich hoffe nicht, dass war und ist meine Trumpfkarte.

Im Spiegel sehe ich meine geröteten Wangen und das mein T-Shirt schief sitzt. Ich habe gerade mit meinem Gefährten rumgemacht. Ich hoffe das die Herrin es nicht sieht. Das ist eine Tatsache, die ich nicht gebrauchen kann. Sie braucht nicht unbedingt zu wissen, wie gut ich mit meinem Gefährten klar komme. Ich hasse seine Art, wir streiten nur, aber ich kann nicht anders. Er denkt das er mich beschützten muss. Ich bin aber nicht hilflos. Ich bin eine Hexe. Eine Hexe die, die Naturmagie beherrscht. Ich werde nie hilflos sein. Es sein denn, eine andere Hexe mischt sich in meine Magie ein oder die Natur ist von böser Magie übersäht.

Bevor ich aus dem Zimmer flüchte, erhasche ich noch einen Blick auf Derek. Er liegt immer noch auf dem Bett und grinst dämlich. Wieso grinst er den so? Freut er sich etwa? Zum Glück begegne ich auf dem Weg zu meinem Auto niemanden. Aber als ich weg fahre, sehe ich Roscoe der mich alarmierend ansieht und dann anfängt mit seinen Armen zu fuchteln. Ich schüttel nur meinen Kopf, wohl wissend das er mich nicht sehen kann. Wenn ich die Herrin warten lasse, bekomme ich noch mehr Probleme.

»Wir hatten erwartet das du länger brauchst.«, werde ich von Jasmin begrüßt als sie die Tür öffnet. Ich nicke Ihr nur zu. Sie dürfen mir nichts anmerken. Die Stimmung ist zum zerbersten Gespannen. Ich darf mich nicht verraten. Langsam betrete ich das Zimmer. Die Herrin sitzt wartend auf einem Stuhl, sie sieht mich verächtlich an. Sie weiß es schon.

»Meine Herrin.«, begrüße ich Patricia und verbeuge mich leicht. Ich sehe Ihr nicht in die Augen und bleibe vor Ihr stehen. Sie ist meine Herrin, sie befehligt die Garde, ihren Hexenzirkel.

»Bella, wieso hast du mich nicht über Kath informiert?«, die Stimme meiner Herrin ist schneidet, kühl und ungeduldig. Sie verlangt eine Erklärung. Eine Erklärung die ich noch nicht habe.

»Ihr habt mich dem Kriegsrudel unterstellt. Der leitende Krieger hat es mir verboten. Hat der König der Werwölfe euch informiert, meine Herrin?«

»William hat mich informiert. Aber du bist immer noch ein Teil der Garde! Du bist immer noch mir unterstellt! Ich hatte erwartet, dass ich über jeden Fortschritt informiert werde und zwar von dir!«

»Ich bitte um Entschuldigung meine Herrin.«

»Erzähl' jetzt lieber alles sonst bist du nicht mehr zu gebrauchen und auch kein Teil meiner Garde mehr!«

»Wir haben heraus gefunden, dass Kath Jules Ferana hilft. Ich habe Ihre Magie in einem Versteck entdeckt und sie hat auch versucht, die Krieger des Kriegsrudels zu töten während wir da waren und nachspuren gesucht haben. Die Scheune, dass versteck der Wölfe hat uns nicht weiter geholfen. Dort gab es nur Müll. Jetzt bin ich mit einem Lokalisierungszauber beschäftigt. Das ist alles meine Herrin.«

RudelmachtGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt