Kapitel 29

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Hilfe!

"Kein Mucks!", fauchte eine harsche Stimme hinter Eren's Rücken.
Dieser konnte nicht sprechen, der Überfall hatte ihm die Sprache verschlagen. Zudem lagen die Hände der Person vor seinen Augen, sodass er nichts sah. Es war aber keine gewöhnliche Stimme. Sie war so kühl und erschütternd, sie konnte nur von einer Person kommen.

/A-Annie?! /

Eren konnte es nicht fassen. Wie war sie hier her, und vorallem warum war sie gekommen? Wie konnte sie davon wissen?
Sie nahm ihre Hand von Eren, dieser atmete erleichtert aus und drehte sich zu ihr um.

"Annie? Wie...?", sie legte ihm ihren Zeigefinger auf die Lippen.

"Was ist passiert?", fragte sie kaltherzig.

Es dauerte einen Moment, bis Eren verstand, was los war.

"Eh-! Wir hatten einen Unfall! Levi wacht einfach nicht mehr auf und ich hab' mich verlaufen!"

Annie sah sich misstrauisch um. Der Blick, den sie in die Umgebung warf, war flüchtig.

"Verstehe...", meinte sie und blickte erneut zu ihm.

"Folg' mir."

Sie lief an ihm vorbei und hinfort trugen ihre Füße sie darauf auch schon.
Verdutzt sah Eren ihr nach, bis es in seinem Gehirn 'Klick' machte und er sich zu Levi kniete, welchen er dann auch hoch nahm. Bevor er ihr hinterher eilte, sah er nochmals in sein Gesicht und spürte tiefe Reue.
Er gab sich selbst die Schuld für alles.
Annie wartete nicht, sie machte auch keine Anzeichen dazu, simpel zog sie durch den Wald hinweg. Das merkte Eren erst spät, er schien noch durcheinander von dem zu sein, was geschehen war.
Zügig machte er sich auf.

"Annie! Annie? Warte!", rief er durch den Wald und stolperte hier über eine Wurzel und da über einen Stein. Letztendlich musste er feststellen, dass sie recht zügig unterwegs war. Dies machte es ihm schwer, mitzukommen.
Mit einem recht angemessenen Abstand folgte er ihr über die Hürden die er zu überwinden hatte und sie selbstverständlich geschickt meisterte. Das war zwar keine Kunst, jedoch zogen Eren's Sehnen gewaltig an Nerven und Kraft.
Der Weg verlief recht ruhig, keinee sagte etwas. Die Fußstapfen in dem schlammigen Boden waren daher deutlich zu hören, genauso wie die schwere Atmung von Eren.

"Kannst du nicht leise sein?", fragte Annie.
Sie war sichtlich genervt.
Angespannt hielt Eren die Luft an und atmete so gut es ging durch die Nase weiter, was aber nicht lange hielt.

Mit einem genetvten:

"Arg!", knurrte Annie die Umgebung an.
In der Ferne sah man nichts.
Es war bereits so dunkel, dass es schwer war, die Umgebung vernünftig wahrzunehmen. Daher kramte Annie ihr Smartphone aus der Jackentasche. Doch anstatt die Taschenlampe zu aktivieren, rief sie jemanden an. Irritiert lauschte Eren dem Gespräch, so gut wie nunmal möglich. Seine Arme wurden immer schwerer und seine Füße brannten.

"Ja? Ich bin's... Ja... Ja, halt die Klappe! Ich hab' sie gefunden... Wir sind gleich da, organisiert bitte alles... Hör auf! Das interessiert mich nen Scheiß Dreck! Die können alles hören! ... Arsch! ... Okay, bezieht euch doch bitte wieder auf relevante Dinge... Der eine ist bewusstlos, beide sind schwer davongekommen. Brüche oder so sind aber nicht zu erkennen... Jap, sehen uns dann. Bye."

Genervt legte sie auf.
Ein seufzen ihrerseits ertönte und Eren versuchte zu verstehen, mit wem sie telefoniert hatte.
Ihm war klar, dass sie gemeint waren.
Bevor er nachfragen oder sich gar den Kopf darüber zerbrechen konnte, wandte sie sich zu ihm um.

"Krankenwagen kommt dann."

My everything<3 EreRirenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt