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Quälend langsam fuhr der Fahrstuhl nach unten. Die Nervosität in ihr und die Angst stiegen immer weiter an, doch ließ sie sich nicht davon beherrschen. Als allerdings plötzlich Wassermassen durch das Gitter des Fahrstuhls in die Kabine einbrachen, schrie der junge Aufzugsführer neben ihr auf. »Ah! Du lieber Gott! Wir fahren wieder nach oben!«, schrie er und griff bereits zu Steuerkonsole. »Nein!«, rief Rose und versuchte ihn davon abzuhalten. Sie schubste ihn wieder weg, öffnete den Fahrstuhl und ging raus. »Miss! Kommen Sie zurück! Ich fahre wieder nach oben!«, rief er ihr hinterher, aber Rose war das egal. Sie war im E-Deck angekommen und versuchte sich nun an die Wegbeschreibung zu erinnern, die Mr. Andrews ihr gegeben hatte. »Mannschaftsunterkünfte...«, rief sie sich wieder ins Gedächtnis.
Rose sah sich um, das Wasser reichte ihr bereits fast bis zu den Knien, bis ihr ein Schild ins Auge fiel, welches sie direkt zu den Mannschaftsunterkünften führen sollte. Möbel, die im Wasser vor sich trieben, schob sie auf Seite um schneller voran zu kommen, auch wenn das bei dem stetig steigendem Wasser immer schwerer wurde. »Jack!«, rief sie, in der Hoffnung vielleicht eine Antwort von ihr zu bekommen, während sie weiter durchs Wasser ging. Das Licht flackerte bereits etwas, sie ging schneller voran. »Jack!«, rief sie nochmals. Das eiskalte Wasser stieg langsam an, überragte bereits ihre Knie. »Jack!«
»Rose!«
Sie blieb abrupt stehen, drehte sich um. »Jack!« Sie wusste, sie hatte sie gehört, aber sie konnte noch nicht klar machen woher ihre Stimme kam.
»Rose! Ich bin hier!«, hörte sie sie rufen. »Ich bin hier drin!«
Sie watete schneller durch das Wasser, folgte ihrer Stimme, bis sie eine Tür öffnete und sie vor sich sah, gefesselt an einem Stahlrohr. »Jack! Es tut mir so leid!«, kam es sofort von ihr immer wieder, als sie voller Erleichterung auf sie zu ging und sie küsste.
»Dieser Lovejoy hat mir das untergejubelt«, erklärte ihr Jack sofort, als sich ihre Lippen kurz voneinander lösten. »Ich weiß, ich weiß«, versicherte ihr Rose und drückte Jack an sich. Sie beide wussten, dass sie schnell machen mussten. »Hör zu Rose, du musst den Ersatzschlüssel finden, ok?«
»In Ordnung.«
»Sie in dem Schrank da hinten mal nach.«
Rose ging zu dem Schrank an der Wand rüber, öffnete ihn und sah viele verschiedene Schlüssel vor sich hängen. »Es muss so ein kleiner, silberner sein«, meinte Jack, die den Schlüssel noch kurz gesehen hatte. Rose sah die Schlüssel durch, begutachtete sie so schnell sie konnte.
»Silber...die hier sind alle aus Messing«, seufzte sie verzweifelt. Jack zeigte mit dem Fuß knapp auf dem Büroschreibtisch hinter sich. »Dann sieh mal da nach«, bat sie sie, woraufhin Rose sofort rüber ging und die Schubladen des Schreibtisches durchsuchte. »Rose«, sprach Jack sie an, als sie gerade die gesamte Schublade heraus nahm und sie durchsuchte, dann aber inne hielt und sie ansah. »Wie hast du heraus gefunden, dass ich es nicht war?«, fragte sie Jack, die sie noch immer anlächelte. »Gar nicht. Ich hab gewusst, dass du es nicht sein konntest«, antwortete sie ihr und erwiderte ihr Lächeln. Rose hatte sich für einen Moment so sehr in Jacks glücklichen Gesichtsausdruck verloren, dass sie beide kurz vergessen hatten, dass dafür keine Zeit blieb. »Such weiter«, meinte Jack dann, was Rose wieder auf die richtigen Gedanken brachte.
Sie durchsuchte alle Schubladen, durchwühlte die Schränke, doch fand nirgendwo auch nur einen Schlüssel, der passen könnte. »Kein Schlüssel. Hier ist kein Schlüssel!«, sagte sie verzweifelt und sah sich um, ob sie nicht noch irgendeine Stelle übersehen hatte, wo ein Schlüssel sein könnte. »Ok Rose, hör zu. Geh los und hol irgendwo Hilfe. Es wird alles gut«, versuchte Jack sie zu beruhigen, obwohl sie genau wusste wie ihre Chancen im Moment aussahen. Rose blieb kurz stehen, überlegte sich wo sie hingehen könnte, bis sie dann zu Jack rüber ging und sie nochmals küsste. »Ich bin gleich wieder da«, versprach sie ihr. »Ich warte so lange hier«, sagte Jack mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen. Ihr blieb keine andere Wahl als darauf zu hoffen, dass Rose Erfolg haben würde, auch wenn sie gerade jetzt wohl niemand bereit erklären würde einen vermeintlichen Kriminellen zu befreien, wenn das Schiff sich mit Wasser füllte und an Deck die Rettungsboote abgelassen werden.
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Behind the Veil (wlw)
FanfictionAls Rose das sogenannte "Schiff der Träume" betrat, hatte sie ihre Träume bereits begraben. Nicht mal im Ansatz hätte sie gedacht, dass sie auf der Titanic eine Begegnung machen würde, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellte: Jack Dawson. Doch hin...
