⚓
Als Jack nach hinten gezogen wurde, setzte sie sich auf die Bank neben Rose und legte einen Arm um ihre Schultern. Sie konnte ihr Glück kaum fassen, denn es hätte wirklich anders zwischen ihnen ausgehen können. Doch als Rose sie ansah, ihre Hand gegen ihre ihre und ihre Finger miteinander verschränkte, war ihr als wäre dies der einzige Weg gewesen, der sich ihr eröffnet hatte.
Beide schwiegen für den Moment und sahen sich nur an. Jack wusste nicht was sie sagen sollte und Rose schien es nicht anders zu ergehen. Sie waren so weit abgeschieden von den anderen Passagieren und besonders vor Cal und Lovejoy, dass diese neue Privatsphäre sie beide wohl etwas überforderte.
»Hast du Angst?«, fragte sie vorsichtig. Rose wandte ihren Blick nicht von ihr ab. »Nein«, antwortete sie, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern. Jack spürte einen Kloß in ihrem Hals, als Rose ihre Hand umfasste und zu ihrem Mund führte. Sich kaum rührend sah sie ihr dabei zu, wie sie jeden einzelnen Finger küsste. »Berühre mich Jack.«
Jack wusste nicht, was sie sagen sollte. Hitze erfüllte sie, als Rose den nächsten Schritt wagte, ihre Hand auf ihre Brust legte und sie mit der anderen zu sich runter zog, um sie in einen Kuss zu verwickeln. Es war anders, als die wenigen Küsse, die sie bisher geteilt hatten. Wo sie zuvor Vorsicht und Zurückhaltung gespürt hatte, fühlte sie nun die Leidenschaft in sich und auch in Rose aufkommen. Ein leises Wimmern war von Rose zu hören, als Jack über ihre Unterlippe leckte und um Einlass bat, der ihr sogleich gewährt wurde.
Rose hielt sich nahezu an ihrem Nacken fest, fuhr mit ihren Fingerspitzen über ihren Haaransatz und sorgte damit für einen berauschenden Schauer, der ihr über den Rücken lief. Bevor sie allerdings weiter machen konnte, wollte sie sich vergewissern, dass Rose nicht vergessen hatte wer, oder viel eher was sie war.
»Möchtest du das wirklich? Du weißt ja...ich bin kein Mann.« Sie hatte sich kaum getraut nachzufragen, vor allem, weil sie selbst nicht aufhören wollte ihr näher zu kommen.
Rose legte ihr eine Hand auf die Wange und streichelte mit dem Daumen leicht darüber. Wieder erstaunte es sie, dass Rose mit so simplen Gesten jegliche Last von ihren Schultern nehmen konnte. »Ich weiß und es ist mir egal«, sagte sie und zog sie gleich wieder zu sich, um dort weiter zu machen, wo sie zuvor aufgehört hatten.
Während sie sich küssten, streifte Rose ihr den Mantel von den Schultern und knöpfte ihr mit leicht zitternden Händen das Hemd auf. Dass Rose genauso nervös war wie sie, war ein tröstender Gedanke. Rose wich ein wenig zurück, um Jack aus dem Hemd zu helfen und musterte sie sanft lächelnd, als sie Jack halb nackt vor sich hatte. Die sonst so androgyne Erscheinung, die Jack darbot, war verschwunden.
»Kein Bustier?«, fragte Rose interessiert, nicht, dass es sie störte.
»Bustiers sind so unbequem und würden mir nicht sehr helfen«, sagte sie und zuckte dabei mit den Schultern. Ihre Oberweite war nicht besonders groß, sodass sie keinen Bustier tragen musste. »Manchmal binde ich sie mit einem Verband ab, wenn ich einen Job bekommen habe, den man nur einem Mann geben würde, aber mehr auch nicht.« Die gewissen Vorteile, die sie auf die Weise erreichen konnte, waren überzeugend genug, um sich die Zeit zu nehmen einen Verband anzulegen.
»Was das betrifft, hast du es leichter als ich. Ich werde deine Hilfe brauchen, um mich aus dem Kleid zu kriegen«, sagte Rose mit einem verführerischen Unterton in ihrer Stimme.
Jack verstand, was sie von ihr wollte und würde keine Sekunde zögern ihrem Wunsch nachzukommen. Mit geschickten Griffen half sie ihr aus dem Kleid, welches den Kleidungsstücken, die bereits auf dem Boden lagen, Gesellschaft leisten konnte und beschäftigte sich anschließend damit, sie von ihrer Unterwäsche zu befreien. Obwohl sie schon Zeit damit verbracht hatte ihren Körper ganz genau zu betrachten, verschlug es ihr nun wieder die Sprache.
Es dauerte nur einen kleinen Moment, da war auch sie völlig unbekleidet. Ihren Blick auf sich zu spüren und ihr dabei anzusehen, dass sie keine Angst hatte, verlieh ihr ausreichend Mut, um ihren eigenen Gefühlen zu folgen.
Sie brachte Rose dazu, sich auf die Bank zu legen und beugte sich über sie. Ihre nackte Haut auf ihre zu spüren war als würde sie warme Seide einhüllen. Jack lehnte sich zu ihr hinunter und küsste ihren verlockenden Hals. Sofort umschloss sie Rose mit ihren Armen, legte ihre Hände auf ihrem Rücken ab und streichelte darüber. Jack ließ sich Zeit, küsste sanft ihr Schlüsselbein und wanderte mit ihren Lippen etwas tiefer. Hitze stieg in ihr auf, als sie spürte wie Rose ihr mit einer Hand durch ihr Haar fuhr und sich leicht an ihr fest hielt, als würde sie befürchten zu fallen. Ihre Hände strichen über Roses Körper, wollten sie erkunden, bis Rose mit ihrer anderen freien Hand nach Jacks suchte und ihre Finger miteinander verschränkte. Für einen Moment sah Jack zu ihr hoch, ehe sie sich etwas aufrichtete, ihr Knie küsste und sich daraufhin mit Küssen und zarten Bissen über die Innenseite ihres Oberschenkels einen Weg bis hin zu ihrer Mitte ebnete. Rose stockte der Atem, sie bäumte sich leicht auf, seufzte unter Jacks Liebkosung und blickte völlig von ihr eingenommen zu ihr, als sich Jacks Kopf direkt zwischen ihren Beinen befand.
Sie gaben sich einander hin, trauten sich Schritt für Schritt mehr und brachten die Fenster des Autos schnell zu beschlagen. Beide verloren gänzlich ihr Zeitgefühl und nachdem sie sich wieder und wieder an ihre Grenzen gebracht haben, blieb Jack auf Rose liegen, den Kopf an ihrer Halsbeuge gelegt.
DU LIEST GERADE
Behind the Veil (wlw)
Fiksi PenggemarAls Rose das sogenannte "Schiff der Träume" betrat, hatte sie ihre Träume bereits begraben. Nicht mal im Ansatz hätte sie gedacht, dass sie auf der Titanic eine Begegnung machen würde, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellte: Jack Dawson. Doch hin...
