Sie hatten einen anderen Weg genommen, der sie eine Etage höher führte. Sie gingen weiter, bis sie andere Passagiere fanden, die sich hier sammelten und scheinbar anstanden um raus gehen zu können. Jack sah die Treppe hoch, wo sich alle Passagiere sammelten, das Gitter aber geschlossen war und die Crewmitglieder dahinter sie nicht durch lassen wollten. »Halten Sie sich von dem Gitter fern!«, rief er immer wieder, doch die Passagiere wollten raus und beschwerten sich lautstark.
»Jack!«, rief ein andere junger Mann, der sie gesehen hatte und gleich zu ihr kam. »Tommy«, erkannte Jack ihn. Ein anderer Passagier der dritten Klasse, mit dem sie schon ein paar Mal gesprochen hatte. »Da kommen wir nicht raus«, sagte er gleich. »Was immer wir tun, wir sollten uns beeilen«, sagte Jack, als sie Fabrizio sah. Sofort umarmten sie sich, beide gleichermaßen erleichtert, dass der jeweils andere noch am Leben war. »Der ganze Dampfer steht unter Wasser, wir müssen hier dringend raus«, meinte Jack sofort.
»Die Boote sind alle weg und hier ist niente Ausweg«, sagte Fabrizio.
»Also gut, wir versuchen es woanders.«
Jack nahm Rose bei der Hand, Tommy und Fabrizio gleich hinter ihnen, während sie wieder zurück gingen, einen anderen Weg nahmen, vorbei an verzweifelten Leuten, die ebenfalls versuchten irgendwie raus zu kommen oder sich bereits weinend mit ihrem Schicksal abgefunden hatten und einfach auf dem Boden saßen, weil sie keinen Ausweg mehr finden konnten. »Wir versuchen es da«, sagte Jack, ging eine andere Treppe hoch wo ebenfalls Passagiere standen und versuchten durch das Gitter zu kommen, allerdings weniger als auf der anderen Treppe. »Gehen Sie zur Haupttreppe. Dort wird alles geregelt«, sagte der Mann hinter dem Gitter, zwei andere standen hinter ihm, bereit die Menschen wieder zurück zu schlagen, sollten sie es versuchen durch das Gitter zu kommen.
»Machen Sie das Gitter auf!«, drängte Jack ihn.
»Gehen Sie runter zur Haupttreppe.«
»Sie machen jetzt sofort das Gitter auf!«, kam es von ihr mit einem schärferen Ton.
»Gehen Sie wieder zurück zur Haupttreppe, wie ich es gesagt habe«, wiederholte er sich.
Seufzend drehte sich Jack zu Rose, frustriert darüber, dass man sie nicht raus lassen würde, ehe sie sich wieder zum Gitter umdrehte, es sich krallte und voller Wut daran rüttelte. »Gottverdammt! Sie verfluchter Mistkerl!«
»Ich habe den Befehl, Sie hier nicht rauszulassen!«, rechtfertigte er sich.
Jack hörte ihm nicht mehr zu, sie ging vom Gitter weg, suchte etwas, womit sie sich besser Gehör verschaffen konnte, als sie eine Sitzbank sah und darauf zu steuerte. Sie schnappte sich eine Ecke, zog daran, würde es aber alleine nicht schaffen, da die Bank am Boden fest gemacht war. »Fabrizio, Tommy, helft mir!«, rief sie die beiden herbei, die nicht zögerten. Rose erkannte sofort, was Jack vor hatte. »Gehen Sie zur Seite«, leitete sie die anderen Passagiere an, damit sie Platz machten.
»Los zieht kräftig! Nochmal!«, gab Jack das Kommando, bis sie es geschafft hatten und die Bank aus dem Boden hievten.
»Stellen Sie das wieder hin!«, kam es ermahnend von dem Mann hinter dem Gitter.
Jack positionierte sich mit Fabrizio und Tommy davor, die Bank wie ein Rammbock zwischen ihnen dreien gespannt. »Eins...zwei...drei!«, zählte Jack, woraufhin sie los rannten und sich mit der Bank gegen das Gitter stemmten. Es verbog sich etwas unter ihrem Gewicht, öffnete sich aber noch nicht.
»Nochmal!«, rief Jack. Sie gingen ein paar Schritte zurück, holten mit der Bank aus und schlugen damit mit aller Kraft gegen das Gitter, bis es unter ihnen einbrach und sich öffnete.
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Behind the Veil (wlw)
FanfictionAls Rose das sogenannte "Schiff der Träume" betrat, hatte sie ihre Träume bereits begraben. Nicht mal im Ansatz hätte sie gedacht, dass sie auf der Titanic eine Begegnung machen würde, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellte: Jack Dawson. Doch hin...
