"Na schön kleine Lady. Ich habe keinerlei Interesse wie ein Schoßhündchen an deinem Rockzipfel zu hängen. Führ mich herum und vergiss dann einfach, dass es mich gibt. Ich brauche keinen Babysitter. Und erwarte bloß nicht, dass ich dir vor Dankbarkei...
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"Was meinst du dazu?"
Mit dieser Frage beende ich meine Erzählung über die ganzen letzten Tage und abwartend wippe ich mit dem Fuß, während ich Jenny am anderen Ende der Leitung schwer atmen höre. Oder vielleicht ist es ein schweres Seufzen, das kann ich nicht so genau auseinanderhalten. In jedem Fall weiß ich jedoch, dass meine Freundin schweigt und offensichtlich über mein Worte nachdenkt. Ich habe es tatsächlich geschafft, ihr in einer halben Stunde mein Leid zu klagen und alles was passiert ist zusammenzufassen. Komischerweise bin ich darauf sogar ziemlich stolz.
Während mein Handy auf Lautsprecher gestellt im Schrankfach auf meinen T-Shirts liegt, ziehe ich aus dem untersten Fach eine schwarze Skinny-Jeans und angle aus der geöffneten Schublade eine dicke Strumpfhose.
Heute Abend findet ein Weihnachtsmarkt-Besuch mit den Austauschstudenten statt und ich habe nicht besonders große Lust zu frieren. Schon allein der Gedanke ohne die anderen Mädels einen Glühwein trinken zu gehen ist merkwürdig, aber ich habe ja Paddy und Sora. Vielleicht trinkt JuLyn ja ebenfalls mit. Wir werden sehen wie sich dieser Abend gestaltet.
"Also ich muss ehrlich gestehen: Nachdem du mir gestern Abend geschrieben hast wir müssten uns heute mal unterhalten habe ich mit allem gerechnet. Aber nicht damit.", höre ich Jenny schließlich dumpf aus meinem Schrank murmeln. Ich schnappe mir das iPhone, werfe es auf mein Bett und lasse mich daneben fallen. Während ich darauf warte, dass meine Freundin sich fortführt streife ich die Strumpfhose über meine nackten Beine. "Wie hast du es bloß geschafft mit niemandem darüber zu sprechen? Ich glaube mein Kopf wäre schon längst geplatzt."
Ich kann nicht anders als humorlos aufzulachen. "Könnte mein Kopf tatsächlich platzen, wäre er das sicherlich längst. Ich bekomme diesen Typen einfach nicht aus meinem Schädel. Ich weiß nicht was ich von seinem Verhalten halten soll und ganz besonders weiß ich nicht, wie ich ihm nach gestern gegenüber treten soll."
Ich kann nur froh sein, dass sich nach dem merkwürdigen Gespräch mit Minho nicht mehr die Gelegenheit einer Begegnung zwischen Jin und mir geboten hat. Obwohl, ich sollte es nicht Gespräch nennen. Denn eigentlich hat nur Minho gesprochen und ich habe ihm zugehört. Zu mehr hatte ich auch nicht wirklich die Gelegenheit. Doch schon allein wegen des heutigen Abends weiß ich überhaupt nicht was ich tun soll. Sollte ich Jin gegenüber so tun als wäre diese merkwürdige Situation mehrere Meter über dem Erdboden gar nicht passiert? Weiß er überhaupt, dass Minho auf mich zukam? Hat er ihm etwas gesagt?
"Ich denke am besten ist es, wenn du nichts sagst. Du weißt ja nicht, ob dieser Minho etwas zu Jin gesagt hat. Ich denke generell, dass du das Ganze so locker wie möglich sehen solltest.", antwortet mir Jenny nach einer weiteren kurzen Pause, in der sie mit großer Sicherheit über eben diese gesprochenen Wörter nachgedacht hat. Ich kann es ihr nicht verdenken. Vermutlich würde ich dasselbe tun. "Du merkst ja selbst, wie viele Gedanken du dir wegen diesem Typen machst. Das solltest du nicht. Mache dir nicht über alles einen Kopf was er tut oder sagt. Versuch ihn so gut du kannst zu ignorieren. Das hat doch alles keinen Wert."