15 - Bruder...✔

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Überrascht sah ich Viggo an.
Was hatte er vor? Hatte es mit dem Nadder zu tun? Oder mit mir?
,,Was denn für eine Idee?", fragte ich.
,,Also, es ist so. Die Drachenreiter sind schlau. Wenn sie merken, dass du aus der Richtung, unseres Lagers kommst, würden sie bestimmt eins und eins zusammenzählen und herausfinden, dass du spionierst. Deswegen, wäre es doch besser, wenn du aus einer Richtung kommst, die üblich, für Drachenreiter ist.", erklärte Viggo.
,,Worauf willst du hinaus?", fragte ich, da ich es immer noch nicht ganz verstanden hatte.
,,Johann! - Was ist dein nächstes Ziel?", fragte Viggo auf einmal.
Ich verstand. Johann sollte mich und den Nadder - man, ich brauchte unbedingt noch einen Namen - mitnehmen.
,,Die Nördlichen Marktinseln.", antwortete Johann.
,,Perfekt! Das fällt nie und nimmer auf!", sagte Viggo.
,,Worum geht es denn?", fragte Johann.
Viggo erzählte es ihm.
,,Eine sehr gute Idee. Selbstverständlich helfe ich...", meinte Johann.
,,Aber lass uns das woanders besprechen...!", meinte Viggo plötzlich.
Verwundert sah ich ihn an. ,,Wieso? Hier sind doch nur Drachenjäger."
,,Na ja... - Mir ist zu Ohren gekommen, dass wir einen weiteren Verräter unter uns haben.", flüsterte Viggo.
Was?! Noch so ein Miststück wie Heidrun?!
,,Wirklich?", hakte ich nach. ,,Hast du eine Vermutung?"
,,Nein, leider nicht", sagte Viggo. ,,Aber lasst uns das in meinem Zelt besprechen."

,,Also, was ist der Plan?", fragte ich, als wir schließlich bei Viggo im Zelt waren.
Eigentlich hätte ich am liebsten weiter nach gebohrt, ob er nicht doch eine Vermutung hatte, wer der Spion war. Doch ich hielt es dann doch für Sinnvoller, erst den Plan zu erfahren.
,,Nun ja...", Viggo zögerte leicht. Dachte er etwa, Johann sei der Spion? ,,Du fährst mit Johann zu den Nördlichen Marktinseln. Von dort aus, fliegst du so lange in der Gegend umher, bis die Drachenreiter dich finden. Keine Sorge, dass wird nicht lange dauern, so wie ich sie kenne... - Aber du kannst natürlich auch direkt zur Drachenbasis fliegen, wenn dir nicht nach warten ist."
,,Aber-", wollte ich widersprechen. Wie sollte das denn bitte funktionieren?! Die Drachenreiter wussten wie ich aussah, und außerdem wussten sie, was ich war!
,,Ich weiß, was du meinst, Astrid. Die Drachenreiter kennen dich bereits. Aber das kannst du als Vorteil nutzen.", meinte Viggo.
,,Wie?"
,,Hast du ihm gesagt, dass du eine Drachenjägerin bist?", fragte er, ohne auf meine Frage einzugehen.
,,Öh...", ich überlegte. Hatte ich es ihm gesagt?
Krampfhaft versuchte ich mir die Szene wieder in Erinnerung zu rufen, was nicht gerade einfach war, da in letzter Zeit so viel passiert war.
,,Nein", antwortete ich schließlich. ,,Nein, aber Hicks meinte zu mir, wir sollten aufhören Drachen zu jagen - oh man, ist der dumm... -, aber daraus lässt sich doch Schließen, dass er weiß, dass ich-"
,,Ja, aber wie ich ihn kenne, wird er sich mit einer simplen, aber hilfreichen, Begründung zufriedengeben.", meinte Viggo.
,,Tut mir leid, aber ich verstehe immer noch nicht!", sagte ich.
,,Nun ja, du kennst die Drachenreiter nicht - noch nicht! -. Sie sind zwar sehr misstrauisch, wenn es um solche Dinge geht. Aber wenn du eine Erklärung für sie hast, die glaubwürdig klingt, geht es eigentlich recht-"
,,Ich verstehe!", rief ich Viggo dazwischen. ,,Ein Missverständnis!"
,,Du hast es erfasst!", meinte Viggo.
,,Wann geht's den los?", fragte Johann.
,,Am besten schon gleich", meinte Viggo und sah mich an. ,,Astrid, pack bitte deine Sachen und hol deinen Drachen."
Still nickte ich, stand langsam auf, und verließ das Zelt.

Schnell lief ich zu meiner und Julians Hütte.
Ich war aufgeregt - mehr als das! Dies war mein erster Richter Auftrag, und ich durfte nichts falsch machen - rein gar nichts!
,,Julian!", rief ich und stürzte in die Hütte. ,,Weißt du was-", doch ich unterbrach mich selbst.
Wie konnte ich nur erwarten, dass in dieser kleinen, staubigen Hütte, Julian sitzen würde und auf mich wartete, um mit mir zu trainieren.
Julian war tot.
Er war tot, und er würde nicht zurück kommen. Nie wieder.
Wie konnte ich das nur vergessen?
Tränen kullerten meine Wangen hinunter, und erinnerten mich daran, dass ich einen Freund verloren hatte. Nein, er war kein Freund. Er war viel mehr ein Bruder gewesen.
Einer, mit dem ich lachen konnte. Einer, der mir half. Einer, der für mich da war.
Einer, für ein es keinen Ersatz gab..!
Und wessen Schuld war es, dass er tot war? - Richtig, die der Drachenreiter!
Immer noch stand ich da, starrte aus Julians unberührtes Bett und wünschte mir einfach, dass alles wieder wie früher war.
Es war mir egal, das Julian ein totaler Morgenmuffel war. Es war mir egal, dass er Nachtaktiv war, und mich immer aufweckte, wenn er einen neuen Auftrag hatte.
In diesem Moment zählte nur noch eins - Nichts.
Nichts zählte für mich, solange er nicht hier war.
Ich hatte einen Verbündeten verloren.
Einen Freund.
Einen Bruder.

Wenigstens ein bisschen an traurigem..😢😣
Auch wenn Julian keine große Rolle in diesem Buch gespielt hat, war er wie ein Bruder für Astrid...💔😓
Und ich weine ein bissl😥😢
Ich empfehle die Geschichte 'Wrong Past' von HeyleyEveleinDenise.👍🏻❤ Wirklich super, aber im Moment nix für schwache Nerven...💔😓
Lg😶
Ps: Ich mag das Lieg oben...😢 und es passt...😶 Und es ist so traurig!!!😭😭😭

𝐀𝐬𝐭𝐫𝐢𝐝'𝐬 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 (*𝑝𝑎𝑢𝑠𝑖𝑒𝑟𝑡*)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt