17. - Ein großes Rauchzeichen

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Robert öffnete die Türe nur einen kleinen Spalt und warf die Blendgranate raus. Kaum war sie hoch gegangen folgte er durch die Türe. Zwei Mann standen links von im, einer rechts. Sie hatten auf ihn gewartet. Aber dem lauten Knall und dem hellen Lichtblitz sei dank, waren sie nun völlig überrumpelt. Robert konnte sich nicht lange aufhalten. Er rammte dem rechts stehendem den Gewehrkolben gegen die Schläfe, trat dem direkt links dahin wo es besonders weh tut. Der dritte war einen Meter zu weit weg, also bekam er einen Schuss aus der Shotgun ab. Sein Kopf löste sich in einer Wolke aus Blut auf. Der Ganger vor ihm rang noch mit den Schmerzen in seinen primären Fortpflanzungsorganen. Robert schlug ihm gegen den Hals und er rutschte die Wand runter.

Die Frage war, was sollte er jetzt tun? Vor ihm standen ein paar Autos, aber keines machte einen fahrbereiten Eindruck. Er konnte versuchen auf die Rückseite zu kommen und von da aus wieder in die Gärten. Aber da saß er nur wieder besser in der Falle. Er lief geduckt zwischen die Autos und hörte wieder Schreie die durcheinander gingen. Sie wussten wo er war. Ein paar der Jungs schienen nicht mehr ganz so gut gelaunt zu sein, denn sie feuerten Blind auf die Autos und Robert konnte Scheiben bersten hören. Blech das sich im Stakkato des Kugelhagels verzog.

Eine Stimme brüllte über einen Lautsprecher: „Feuer einstellen! Keiner schießt bevor ich es sage!“ Und der Beschuss endete wirklich sofort. Das hieß zwar nicht das es hier sicherer war, aber es gab ihm Gelegenheit durchzuatmen. Die Stimme aus dem Lautsprecher meldete sich wieder: „Du hast uns heute den Krieg erklärt. Und nicht nur das du eine Menge meiner Freunde erschossen hast, nein. Du hast auch noch unsere kleine Spardose hier angezündet. Aber das du unserem Terry seine Perle gestohlen hast, dass ist nun wirklich der Gipfel.“

Robert höre nur mit einem Ohr zu. Er sah sich um. Er hatte noch was besseres vor, als hier zu sterben. „Ich finde das echt beeindruckend. Aber auch ziemlich dämlich. Wenn du Selbstmord begehen willst, dann hättest du nur fragen müssen. Aber das kannst du ja jetzt nachholen. Komm raus und wir unterhalten uns noch kurz, über so Kleinigkeiten wie deinen Auftraggeber und so. Bekommst auch noch ein letztes Bier. Und wenn du uns alles erzählt hast, dann gibt es ne Kugel in den Hinterkopf. Kurz und schmerzlos.“

Robert schüttelte den Kopf. Für wie blöd hielten die ihn? Sie würden ihn zu Tode foltern und seine Leiche durch die Straßen schleifen. Und das war die Version wenn er Glück hatte. Er hörte neben sich etwas. Auf der anderen Seite des Autos war jemand. Er atmete ziemlich angespannt und bewegte sich langsam. „Also, du hast dreißig Sekunden. Dann werden wir einfach kommen und dich holen. Und ich verspreche dir dann eines, ich werd nichts tun um diese wilden Hunde des Krieges zurück zu halten...“

Er warf ein Steinchen auf eines der Autos hinter ihm und konnte hören wie sich der Schleichende hastig nach dem Geräusch umdrehte. Gut so. Robert huschte um die dem Geräusch abgewandte Seite des Autos und sah seinen Kontrahenten. Ein drahtiger Bursche in den dreißigern. Eine Glatze und ein Bart. Robert schlug ihm mit der Faust in den Nacken, aber der Mensch steckte den Schlag gut weg. Er drehte sich um und sah Robert vom Hass getrieben an. Die linke Hand trug ein Messer und er schwang es Richtung Robert. Dieser konterte und hielt den Arm des Menschen mit einer Hand fest. Mit der anderen schlug er ihm mehrmals in die Magengrube, aber bis auf ein angestrengtes Keuchen zeigte der Mann keine Reaktion.

Er drehte seinen Arm und befreite sich aus Roberts griff. Mit einem schnellen Schnitt brachte er Robert dazu die Hände zurück zu ziehen und bevor Robert selbst wusste was los war, da setzte der Mensch zur nächsten Schnittattacke an. Zu Roberts Glück traf er nur die Weste, der Stichschutz hielt so grade. Robert trat dem Menschen gegen das Knie und fühlte das er damit mehr Erfolg hatte. Der Mensch verlor seinen Halt und fiel gegen das Auto. Robert wollte grade nachsetzten, da drückte sich der Mensch mit aller Kraft ab und sprang ihn an. Robert reagierte aber wurde in der Bewegung von dem brennendem Schmerz in der Seite an seine Wunde erinnert.

Der Sterbende ZeugeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt