•Kapitel 16•

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Es ist mittlerweile 1:00 Uhr Nachts und ich bin schon sehr gut.. ‚angeheitert'. Ich bin ziemlich müde, und möchte einfach nur nachhause. Die Menschen hier rempeln einen an und achten sowieso nicht auf die Leute, die vielleicht gerade im Weg stehen.

Ethan tanzt mit irgendeinem Mädchen, Liz steht eifersüchtig daneben und Noah betrinkt sich an der Bar. Wo Mason ist? Ich habe keinen blassen Schimmer. Bestimmt ist er mit seiner netten neuen Freundin von heute morgen in der nächsten Toilette gelandet. Genervt verdrehe ich meine Augen.

„Hier, Bitte." ein junger Mann in meinem Alter reichte mir ein Bier und lächelt mich charmant an. „Du siehst so aus, als könntest du das gerade gut vertragen." dankbar nehme ich es an und trinke direkt die ersten Schlucke daraus.

„Ich bin Alec." stellt er sich vor. „Sky." knappe Antworten sind genauso toll wie Gegenfragen. „Scheiß Abend, was?" fragt er mich und sieht mich aus müden Augen an. „Hm." war das einzige, wozu ich noch im Stande war.

Ich bin kurz davor mir einfach Ethan's Autoschlüssel zu schnappen und mich aus dem Staub zu machen. Doch genau in diesem Moment erblicke ich Mason. „Entschuldige mich bitte." meine ich und will kehrt machen, doch er hält mich an an meinem Handgelenk fest. Entsetzte sehe ich ihn in seine blauen Augen.

„Lass mich los." keife ich und versuche mich aus seinem Griff zu befreien, doch vergebens. Denn je fester ich ziehe, desto fester hält er mich fest. Dieses blöde Arschloch soll sich jemand anderen zum vergewaltigen suchen, denn ich bin alles andere als in der Laune auf einen beschissen, schwanzgesteuerten Mistkerl.

„Lass einfach los, und du wirst nicht die nächsten vier Jahre Fick-unfähig sein." zischte ich, doch er lacht nur über meine Worte. Doch plötzlich schlägt ihm jemand ins Gesicht und zieht meine Hand hinter sich her.

„Dich kann man keine Fünf Minuten alleine lassen, Dr. Sky." lacht Mason. Wow, witzig. „Wenn du mit fünf Minuten zweieinhalb Stunden meinst ähm.. nein, kann man nicht." zische ich. Ich bin so wütend. Auf Liz, auf Ethan, auf Noah und sogar auf Mason. Von mir aus kann er doch im Hotel bleiben, ist mir doch egal.

„Oh, da hat aber jemand schlechte Laune. Ich sollte besser nichts Falsches sagen, nicht das du mich auch noch Fick-unfähig machst." abrupt bleibe ich stehen und sehe ihn unter zusammengekniffenen Augen an. „Du hast also das ganze Gespräch schön belauscht, hm?" frage ich ihn sauer. „Oh ja, war wirklich das reinste Kino." amüsiert sieht er mich an.

„Oh ja klar, amüsiere dich ruhig. Kein Problem. Geht ja nur auf meine Kosten, Vollidiot." völlig empört und sauer laufe ich zu seinem Auto und warte darauf, das er endlich aufmacht und wir einfach diese Autofahrt hinter uns bringen können.

„Du bist eine ganz schöne Zicke, weißt du das eigentlich, Sky?" verdammt, egal wie sauer ich gerade auf ihn bin. Ich liebe es einfach, wenn er meinen Namen ausspricht. Es fühlt sich an wie Seide aus seinem Mund. Immer noch lächelnd sieht er mich an und steht an seinem Auto. „Was ist? Willst du hier weiter blöd rumstehen oder schließt du mir das Auto auf?" amüsiert schüttelt er seinen Kopf, weswegen ich genervt meine Augen verdrehe.

„Ich kann nicht fahren, ich hab getrunken." meint er nun komplett ernst. „Du trinkst nie, Mason Collins. Auf deiner Stirn steht quasi geschrieben ‚dauerhaft nüchtern' mein Lieber." ich setze mein gefälschtes Lächeln auf und schon höre ich das klicken der Autotür.

Dankend lächele ich ihn an und setze mich ins Auto. Er setzte sich, startet den Motor und schon geht's los. Die ganze Fahrt über ignorierte ich ihn, da ich momentan nicht interessiert an einem Gespräch mit ihm bin.

„Danke." sage ich knapp, verlasse das Auto und laufe in Richtung des Hauses. Die Schritte hinter mir versichern mir, dass Mason wohl wieder hier mit her kommt. Aber auf seine warmen Semmel kann der Typ jetzt schon verzichten, soll seine neue ihm die doch ans Bett bringen.

Wieso stört mich das eigentlich so extrem? Ich meine, wir sind nicht zusammen noch verheiratet und geschweige denn überhaupt richtige Freunde.

Hinter mir fällt die Tür ins Schloss und langsame Schritte nähern sich mir. „Denk an meine warmen Semmel morgenfrüh, Dornröschen." hauchte er mir ins Ohr, und sein Atem verpasste mir einen wohligen Schauer.

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