Irgendwie war alles aus dem Ruder gelaufen. Gerade saß ich mit Harry draußen. Nachdem Niall ihn geschlagen hatte, wollte Harry zum nächsten Schlag ausholen, jedoch sprang ich dazwischen und hielt seinen Arm fest. Auch wenn ich viel schwächer war als er, konnte ich ihn aufhalten. Langsam nahm ich seine Hand runter und schaute ihm dabei tief in die Augen. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass er dadurch ruhiger wurde. Seine Augen strahlten keine Wut mehr aus, sondern Vertrauen.
Er kniff einmal kurz seine Augen zusammen und stieß mich danach von ihm weg. Er distanzierte sich mit kleinen Schritten und rannte danach raus. Während ich im verwirrt nach schaute kniete sich Niall zu Liam runter und versuchte ihn zu verarzten. Liam sah echt nicht gut aus. Sein T- Shirt hatte sehr viele Blutflecken und er hustete ununterbrochen. Niall half ihm hoch und setzte ihn auf einen Barhocker.
Die ganze Kneipe hatte nicht so viel von der Schlägerei mitbekommen. Die meisten waren wahrscheinlich eh zu betrunken um es zu realisieren.
Leise schlich ich mich raus und suchte in der Dunkelheit nach Harry. Ich sah ihn auf den Steinen sitzen und setzte mich zu ihm. Und jetzt saßen wir, nebeneinander und schwiegen uns an. Langsam hob ich meine Hand und legte sie auf seine. Er zuckte leicht zurück, bis vor kurzem schien er noch in seiner eigenen Welt gewesen zu sein. Das Blut auf seinem Schoß tropfte von seiner Lippe, es stört ihn kein bisschen. Lange passierte nichts und keinen störte das, da jeder irgendwie nach denken musste. Ich meine, dass was eben passiert war, war nicht nichts.
Nachdem er mich bemerkt hatte, schaute er mich reuevoll an. Meine Hand glitt nach oben und wischte ihm das Blut vom Kinn. Er lächelte mich kurz an und drehte sich dann wieder weg von mir und blickte in die Dunkelheit. Es war schon halb eins und wir waren beide müde. Allerdings würde ich ihn nicht so gehen lassen.
Ich nahm sein Kinn in meine Hand und drehte seinen Kopf sanft zu mir. Somit zwang ich ihn mich anzuschauen. Er schien verletzlich, als hätte er seine Barriere fallen gelassen. Er war schutzlos.
„Wer bist du, Harry?"
"Ich versteh nicht was du meinst..."
Ich will dich kennenlernen.", er lächelte. „Was ist dein Lieblingsgetränk, bei welcher Fernsehserie fieberst du mit, welche Snacks liebst du, welche Musik hörst du gerne? Sowas eben."
Seinen Lächeln verschwand und er schluckte. Können wir einen Neustart machen? Bitte.", er sah mich verzweifelt an. Leicht nickte ich, jedoch hatte ich Angst, das ich diese Entscheidung bereuen würde. Mein Blick galt dem Boden. Was würde ich dann tun?
„Was ist los?"
„Versprich mir, dass ich es nicht bereuen werde. Ich verkrafte es nicht nochmal.", ich hatte Angst, dass mir jetzt eine Träne die Wange runter rollen würde. Er hatte einfach zu viel Kontrolle über mich und das gefiel mir kein bisschen. Das letzte mal als ich mich an einen Menschen gebunden hatte, war er ohne sich zu Verabschieden fort gegangen.
Er stand auf und zog mich an den Händen hoch. Traurig schaute ich ihn an. Er ließ meine Hand los und meine Angst wuchs, dass er jetzt gehen würde. Allerdings tat er nicht, das von mir erwartete sondern nahm mein Kopf zwischen seine Hände. Behutsam strich er die Träne von meiner Wange die sich gerade einzeln einen Weg runter bahnte. Danach drückte er mir einen Kuss auf meine Stirn und legte danach seine Stirn an meine Stirn. Wir waren uns so nah, dass ich seine Wärme spürte die von ihm ausging.
„Versprochen", flüsterte er. In meinem Bauch flogen gerade Schmetterlinge herum, die ich aber ganz schnell wieder verdrängte. Ich würde mich nicht in ihn verlieben. Das durfte ich nicht. Zum einen war er in einer anderen Liga als ich und er war nicht schwul. Ich würde wieder verletzt werden und ich wollte einfach nicht mehr. Das mit Jonas hatte mir gereicht. Das Vertrauen war weg und ich wollte nie wieder lieben. Doch jetzt war ich hier und in dieser Nacht wollte ich lieben und geliebt werden.
Ich schloss meine Augen und atmete einmal tief ein. Harry nahm seine Stirn von meiner und ich spürte die plötzliche Kälte die durch die Nachtluft hervorgerufen wurde. Er nahm meine Hand und verkreuzte unsere Finger in einander. Sie schienen perfekt zusammen. Es war als würde man wollen, dass wir zusammen wären, aber die ganzen anderen Hindernisse konnte ich nicht vergessen. Alles war perfekt. Der Mond war fast voll und die Sterne leuchteten hell. Es war eine magisch Nacht, in der ich überlegte es mit ihm zu wagen.
Hand in Hand machten wir uns auf den Weg zu Harrys Haus um dort den Rest der Nacht zu verbringen. Niall und Liam hatte ich in der Situation vollkommen vergessen und ich wusste, dass ich es bereuen würde nicht geholfen zu haben, da Liam sehr verletzt auf dem Boden lag und ich als sein Jahrelanger Freund ihn eigentlich nicht allein hätte lassen sollen.
Am Park vorbei war noch alles gut. Wir schwiegen, aber nicht im Unangenehmen Sinne sondern im ruhigen entspannenden Sinn. Wir beide konnten schweigen und den anderen trotzdem war nehmen. Nachdem wir über die nächste Ampel gegangen waren starb mein Lächeln bei der einen Frage von Harry.
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Welche Frage war das? Was fühlt Louis da? Diese Schlägerei hat schneller geendet als ich dachte haha. Glaubt ihr es ist zu früh, dass Louis diese Gedanken für Harry hat? Ich meine die kennen sich erst seit zwei Wochen.
sry, dass das Kapitel so kurz ist.
All the Love, xx
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withered sunflower | Larry Stylinson
FanfictionWithered sunflower = verwelkte Sonnenblume Ich kam gerade aus der Küche und achtete nicht wirklich auf die Umgebung, als ich plötzlich in einen Jungen lief. Vor Schreck ließ ich den Kaffe fallen, den ich gerade auf dem Tablet getragen hatte. Als ich...
