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„Kann man sich denn irgendwo runterladen?", fragte Jongho frech grinsend, und ich schüttelte nur den Kopf wegen der Dreistigkeit unseres Jüngsten.
„Spuck mal hier nicht so große Töne, erzähl uns lieber deine seltsamste Angewohnheit", forderte ich ihn auf, während ich auf sein blaues Kärtchen zeigte.

Schulterzuckend schaute er mich an.
„Ach das, ist 'ne 08/15-Angewohnheit ... ich hol mir halt gerne einen in Gummihandschuhen runter", haute er ernsthaft ganz trocken raus, was mich erst mal sprachlos machte.

„Au, tut das nicht weh?", fragte Yunho.
„Vielleicht benutzt er ja Spülmittel als Gleitgel", kicherte San, worauf Wooyoung gleich mitgackerte.
„Oh mein Gott, deswegen verschwinden immer meine Spülhandschuhe ...", bemerkte Jin leicht überfordert, und Namjoon verzog angewidert das Gesicht. Alle anderen schauten nur verstört oder lachten seit Sans Spülmittel-Kommentar.

Jongho schaute Namjoon böse an.
„Du brauchst gar nicht so angewidert schauen, wenigstens zwinge ich die Handschuhe nicht, mich Daddy zu nennen."

Ich musste mir wohl in Zukunft abgewöhnen, zu trinken, wenn Jongho redete, denn vor Lachen spuckte ich meine Cola wieder aus. Leider war Yoongi im Ausspuckweg und schaute mich nun pitschnass und verdattert an. Sein begossener Pudellook half mir nicht gerade dabei, mich zu beruhigen.

„Na warte ...", meinte er süffisant grinsend und zog mich zu sich, wo er die Cola an seinem Outfit und in seinem Gesicht an mir abrieb und sie somit brüderlich teilte.
„Ihh, Yoongi Hyung ... du machst mich ganz klebrig", protestierte ich kichernd, doch er dachte gar nicht daran, mich loszulassen, sondern schmiegte sich nur noch enger an mich.

Mich meinem Schicksal ergebend, blieb ich einfach weiter an ihn gekuschelt, als nun Mingi seine gelbe Karte hochhielt.

„Mein peinlichstes Erlebnis war auf unserem ersten Firmenausflug. Es war noch vor unserem Debüt, und ich dachte damals echt, diese Sache wird mich meinen Platz in der Band kosten. Wir fuhren mit einem großen Reisebus zu unserem Ziel, wir wollten an einem einsamen Strandabschnitt picknicken. Die ganze Fahrt über trank ich Apfelsaft, und dann bemerkte ich, dass die Toilette im Bus defekt war. Meine Hoffnungen lagen dann auf unserem Zielort, da mit der Zeit meine Blase kurz vorm Explodieren war. Als wir ankamen, war da nichts. Nur Strand, keine Häuser, keine Sträucher, keine Bäume. In meiner Verzweiflung wartete ich, bis alle am Strand beschäftigt waren, dann schlich ich um den Bus herum und erleichterte mich gegen seinen Reifen. Während ich so schön am Pinkeln war, schaute ich hoch, und da saß genau über mir die achtzigjährige Mutter von unserem CEO ... Sie schaute runter, ich schaute hoch, sie schaute mir auf den Schritt, grinste und zeigte mir einen Daumen hoch ... Am liebsten hätte ich mich in die Fluten gestürzt. Zum Glück hat sie nichts erzählt, unser Chef hätte mich höchstwahrscheinlich kastriert."

Wie bei fast jeder peinlichen Geschichte lachten wir auch hier ausgelassen.
„Mingi, denkst du nicht, der CEO schaut sich das hier an?", fragte Taehyung kichernd, und man konnte Mingis Mundwinkel förmlich fallen sehen.

„Ohhhhhh ... Chef ... ich hab Sie lieb, musste mal gesagt werden", hielt er versöhnlich ein Fingerherz in die Kamera, was nur noch mehr Lacher von uns erntete.

Nun hielt Taehyung sein rotes Kärtchen hoch.
„Mein Kink ist, dass ich es gern hart mag, egal wie rum, da ich Switch bin. Leider nützt mir das nicht viel, ich bin schon ziemlich lange Single", fügte er bedauernd hinzu.

San, der neben ihm saß, zeigte seine ebenfalls rote Karte und lächelte dann Wooyoung an.
„Ich bin poly, mir reicht ein Partner nicht." Während er das erzählte, wanderte sein Blick zu Hobi, schaute den Älteren dann hoffnungsvoll an, der angetan zurücklächelte.
„Das passt doch dann zu meiner seltsamsten Angewohnheit ... ich muss immer alles doppelt haben", erklärte dieser, was Wooyoung und San gleich verzückt näher an ihn rücken ließ ...

Oh FuckGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt