Kapitel 12

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„Na komm schon, wir sind so schon spät dran", hetzt Killian Nicolas im Schlafzimmer, der brummend noch klitsch nass von der Dusche dieses betritt.

„Ja ja, entspann dich", seufzt Nicolas, doch schon springt der Eisengel vom Bett auf. „Nichts da, entspann dich. Dein Vater hat uns eingeladen! Ich will pünktlich sein. Also jetzt beweg deinen Hintern in diesen Anzug und binde dir die Krawatte", faucht Killian, was den Dom schmunzeln lässt, als er zum Bett geschoben wird, auf dem seine Klamotten bereits liegen.

Er findet es sehr niedlich, wie wichtig Killian es ist einen guten Eindruck zu schinden und seinen Vater zu beeindrucken. Das ist wirklich süß von seinem Schatz.

„Manchmal bist du wirklich eine kleine Furie", lacht Nicolas und zieht sich gemächlich an. Doch nicht ohne den Sub überraschend an der Hüfte zu packen, gegen die Wand zu drücken und fünf Schläge auf seinen runden Hintern saußen zu lassen. „Nicht in diesem Ton, mein Kleiner."

Es ist nicht sehr verwundernd, dass eine Schimpftirade von Killian folgt und sie endlich nach einer gefühlten Ewigkeit im Auto sitzen. Während Nicolas ganz entspannt durch die Straßen steuert, zupft Killian nervös an seiner Fliege herum. Er könnte nicht putziger dabei aussehen.

Nicolas würde ihn am liebsten die ganze Zeit über anstarren. Sein hübscher Sub in einem verdammt heißen Anzug, der diesen Knackarsch mehr als gut betont, dazu eine knuffige rote Fliege. Einfach nur niedlich.

Killians Hände sind ganz schwitzig, weshalb er sie an der Hose abwischt und mit den Zehen wackelt. Er ist überaus aufgeregt. Er wird wirklich den zweiten Weihnachtsfeiertag mit Nicolas' Familie als auch der Familie von Lillian verbringen.

Jedoch hat Nicolas gemeint, dass er nur einen Onkel besäße und neben Gwendolin und seinem Vater niemand von seinen Verwandten kommt, weil diese dann doch zu entfernt sind. Dennoch lässt es den Sub nervös schlucken, wenn er an Nicolas' Vater denkt. Er hat Respekt vor ihm und will es sich wirklich nicht vermasseln, da er dummerweise ein großartiges Talent für Fettnäpfchen hat. Hoffentlich ist Lillian immer in der Nähe, sie ist sehr beruhigend, wenn es um Mr Steward Senior geht.

Nicolas kann nur schmunzeln und greift nach Killians Hand, die er sanft in seine nimmt. „Jetzt mach dir nicht so einen Kopf. Das Essen ist doch auch gut verlaufen."

„Du hast gut reden, für dich war ja auch niemand Unbekanntes dabei", murmelt Killian entmutigt. „Dann sind wir dieses Mal aber auf dem gleichen Stand. Ich kenne bisher nur die Söhne von dem Anhängsel meines Vaters. Also habe ich ebenso hohes Risiko wie du mich vor Unbekannten zu blamieren."

Killian muss lachen und schüttelt den Kopf. „Unmöglich. Du bist Nicolas Damien Steward. Der charmante Arsch, den man nicht hassen kann, weil er immer weiß, was er sagen muss, um Leute für sich einzunehmen. Du bist der Superman unter den Kommunikation begabten Menschen. Ich sags dir."

Nun ist Nicolas der, der Lachen muss. „Wirke ich wirklich so?"

Eifrig nickt Killian und erntet nur ein belustigtes Kopfschütteln.

Die Autofahrt dauert ein wenig wegen des ganzen Verkehrs, doch letztendlich gelangen sie in eine ruhigere Siedlung, die Killian doch sehr stark an Nicolas Wohngegend erinnert. Ungefähr das gleiche Flair. Protzige große Häuser. Wie das Haus von seinem Vater und Lillian wohl ist?

Da parken sie auch schon auf einem Platz vor einem Gebäude, was Killian mehr an das Disneyschloss als an ein normales Haus denken lässt.

„Wow", flüstert er leise und blickt auf zu dem großen Haus. Es ist alt, das sieht man auf den ersten Blick. Ein sehr alter Baustil von früher, bei dem noch wirklich Wert aufs Detail gelegt wurde, wie eine Abrundung hier und eine Verzierung dort. Fantastisch.

Something Special (BoyxBoy)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt