So stehen die drei nun da. Keiner weiß genau, was er sagen soll. So räuspert jedoch Matt sich als erstes.
„Ich... glaube, es wäre besser dieses Gespräch hier auf einen anderen Ort und eine andere Zeit zu verschieben."
Einstimmiges Nicken folgt und endlich findet auch Coralie ihre Stimme wieder. „Ich muss dann auch mal los."
Man hört bereits Killians leises Seufzen, ehe sie innehält. So unangenehm die Situation auch ist, so große Trauer strahlen die blauen Augen der Frau aus, als sie zu ihrem Sohn blickt.
„Killian... Ich... Also ich würde mich freuen, wenn wir uns vielleicht mal treffen. Vielleicht auf einen Kaffee?" Dabei zieht sie aus ihrer Handtasche eilig einen Zettel, auf den sie ihre Telefonnummer schreibt, worauf sie diesen zögernd dem jüngsten reicht.
Doch Killian zögert. Langsam senkt er den Blick auf Coralies leicht zitternde zierliche Hand, in der sich der Zettel befindet. Er will es nicht. Er fühlt sich jetzt schon unwohl dabei. So macht er keine Anstalten, was Coralie schlucken lässt.
Nur langsam lässt sie die Hand sinken, als auf einmal der Zettel aus ihrer Hand mehr oder weniger gerissen wird. Überrascht blickt sie den identischen blauen Augen entgegen.
„Eis... Wenn wir uns treffen, dann, um ein Eis zu essen. I... Ich mag Kaffee nicht so sehr", erklärt er sich leise, was ein leichtes Lächeln auf die Lippen seiner Mutter zaubert.
„Okay. Eis. Geht in Ordnung."
Dabei ist zu erwähnen, nur knapp konnte sie es vermeiden zu sagen, dass er schon damals Eis geliebt hatte. Hätte sie dies gesagt, hätte sie die wacklige instabile Hängebrücke zum anderen Ende der Klippe, wo Killian ist eingerissen.
So konnte sie es sich noch verkneifen, obwohl ihr Erinnerungen von einem ganz mit Schokoladeneis verschmierten Killian vor die Augen kommen. Erinnerungen, in denen ihr damals vielleicht zwei Jahre alter Sohn in einem Restaurant die Funktion eines Löffels herausfand, dummerweise jedoch viel mehr ein Katapult darin sah und Eis auf die Leute am Nebentisch warf.
Ein leichtes Schmunzeln legt sich auf ihre Lippen, während sie Killian für einen Moment noch einmal mustert.
Ein junger Mann ist er also geworden. Ganz allein...
„Dann... Bis bald", lächelt sie zögernd, wobei sie lieber nicht sich auf die Hochzeit zwischen Valentin Steward und ihrer Schwester bezieht, da sie nicht weiß, wie Killian dazu steht.
Killian nickt. „Man sieht sich..."
Und somit entfernt sich seine Mutter langsam, der er noch nachsieht. Schluckend krallt sich seine Hand in Matts Ärmel, während er die Situation erstmal verarbeiten muss.
Der ebenso verdutzte und dennoch etwas ruhigere Matt legt behutsam einen Arm um ihn.
„Ist alles in Ordnung?", erkundigt er sich vorsichtig, als Killians Kopf an seine Brust kippt und der junge Mann mit geschlossenen Augen tief ein und aus atmet. Schwach nickt er.
„Ist alles ok", flüstert er leise. Matts Augenbrauen wandern zweifelnd ein Stück nach oben, ehe er vorsichtig Killian an der Hand nimmt und zur Kasse führt. „Gehen wir das hier am besten Bezahlen und dann isst und trinkst du erstmal etwas. Du bist kreidebleich."
Wortlos lässt sich der Sub mitziehen, fühlt sich jedoch erleichtert, dass er nicht wieder einer Panikattacke verfallen ist. Dieses Gefühl hätte ihm verdammt Angst gemacht.
So bezahlen sie, wobei Matt jedoch interessiert Killians Wahl mustert, ehe er ihn schließlich zu einem kleinen Restaurant etwas abseits dirigiert, wo weniger Trubel ist.
DU LIEST GERADE
Something Special (BoyxBoy)
AcakFORTSETZUNG VON : SOMETHING NEW!!!! Von der BDSM-Beziehung in eine erweiterte richtige Beziehung? Ob das eine so gute Idee ist? Dom und Sub dann nur noch im Schlafzimmer oder auch außerhalb? Begleitet von Komplikationen, Verlangen und Überraschungen...
