„Nicolas? Hast du meine Schuhe gesehen? Oh! Ne. Hab sie gefunden. Aber die Krawatte... Man ey, ich hab dir gesagt, wir sollten die nicht zum Augenverbinden benutzen. Jetzt finde ich sie ni... Ach hab sie. Alles gut."
Hektisch, wie ein wildgewordenes Huhn stürzt der Eisengel durch das Haus. Nur eine Socke an, lediglich in Unterhose und nicht zugeknöpftem Hemd. Und weil es so einen Spaß zu machen scheint, rennt Robbie natürlich hinterher. Könnte ja ein neues Spiel sein, was er noch nicht kennt.
Nicolas, der amüsiert vorm Spiegel steht, könnte schwören, dass die schwangere Fine im Körbchen neben dem Bett die Augen über die beiden Schlawiner verdreht.
Mit leicht feuchten Fingern vor Nervosität bindet der Geschäftsmann sich die Krawatte. Es kommt nunmal nicht alle Tage vor, dass der eigene Vater eine neue Frau heiratet, wobei sie sich immer noch nicht über dieses Thema so richtig ausgesprochen haben. Und eigentlich möchte er das auch nicht unbedingt.
„Beruhig dich Killian, wir haben doch noch eine Menge Zeit. Außerdem ist die Hochtzeit erst Morgen. Wir fahren nur ins Hotel und machen es uns gemütlich, bis es losgeht", hallt die Stimme Nicolas' durch die Gänge, der Killian jedoch nur halbherzig zuhört. Denn mit nun gefundener Krawatte und Schuhen rast er wie der Blitz flüchtend vor Robbie weg und springt ähnlich beim Pakour über die verschiedensten Möbel hinweg, nur um panisch ins Schlafzimmer geflitzt zu kommen und auf Nicolas' Rücken zu springen, der ihn unbeholfen auffängt.
„Killian!", entfährt es ihm mit dem Eisengel zurück zum Bett stolpernd, auf dass die Beiden drauf fallen. Der Kleinere jammert auf. „Dieser gemeine Teufel hat versucht mich zu fressen. Ich schwöre es!", klagt er sein Leid verzweifelt, den besten Hundeblick dabei aufsetzend, worauf der Dom sich dem Hund zuwendet, der besagten Blick jedoch perfektioniert hat.
Amüsiert lacht er auf und zieht den Eisengel in seine Arme, der zappelnd versucht dem Griff zu entkommen. „Ich fress dich gleich auf, wenn du hier weiter halb nackt vor mir her rennst. Das ist eine richtige Zumutung, Killian", lacht der Ältere an das Ohr des Subs, der sich beschweren will, jedoch ins Lachen ausbricht, als Nicolas ihn beginnt zu kitzeln.
„Ahh! Nicolaaas! Stopp Stopp! Neheeeeeein!", kommt es nur gequiekt, wobei der Jüngere sich mit Händen und Füßen wehrt, die Tränen in seinen Augen vor Lachen ihm jedoch schon die Wangen hinunter kullern.
Lachen tut jedoch keiner der Beiden mehr, als sie überfordert zwischen all den anderen Menschen an der Rezeption endlich die Schlüssel für ihr Zimmer bekommen haben. Entgeistert lässt Nicolas den Blick über die zig geladenen Gäste schweifen, die Lillian und sein Vater zur Hochzeit eingeladen hat. Neben ihm, Killian, der fokussisiert auf die Schlüssel sich von seinem Freund mitziehen lässt. Beide natürlich bereits herausgeputzt in feinen Anzügen für das noch bevorstehende Abendessen. Dabei lassen die Haare inzwischen etwas zu wünschen übrig.
Killian erkundigt sich mehrfach, wer die Leute sind, die Nicolas hin und wieder grüßt, während sie durch die Gänge spazieren. Doch wird er jedes Mal damit abgespeist, dass es irgendwelche Firmenmitglieder sind, die im Vorstand und so weiter sitzen.
So genau interessiert es den Eisengel dann auch nicht. Er seufzt nur erleichtert, als er sich endlich in das weiche Bett des schlichten Hotelzimmers, was in hellem Gelb und Brauntönen gehalten wurde, fallen lässt. Gähnend streckt er alle vier von sich.
Amüsiert löst Nicolas den Blick von seinem Handy und mustert seinen Freund, der nicht besser aussehen könnte, so, wie er daliegt.
„Du weißt schon noch, dass du jetzt nicht einfach schlafen kannst", bemerkt er mit belustigtem Unterton, wobei er kurz seine Uhr überprüft. „In zwei Stunden wird Gwendolin die Tür eintreten und uns zum Abendessen zerren."
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Something Special (BoyxBoy)
RandomFORTSETZUNG VON : SOMETHING NEW!!!! Von der BDSM-Beziehung in eine erweiterte richtige Beziehung? Ob das eine so gute Idee ist? Dom und Sub dann nur noch im Schlafzimmer oder auch außerhalb? Begleitet von Komplikationen, Verlangen und Überraschungen...
