„Ou Nicolaaaaas", flötet Killian gut gelaunt ins Telefon, während er auf dem Rücken auf der Couch liegt und ein Grinsen auf den Lippen trägt.
„Was gibts, Killian", ertönt es vom anderen Ende der Leitung. „Schon vergessen? Wir gehen heute Abend essen. Und weil ich gestern ja wohl der beste Vorzeigesub war, den du dir vorstellen kannst, bekomme ich da ein gewisses Extra. Das muss ich ja sicher nicht noch mal erwähnen, oder?", erinnert der Eisengel seinen Freund grinsend an ihre Abmachung.
Ein tiefes Seufzen kann er vernehmen. „Killian..." - „Hey! Du hast es versprochen. Da wird sich jetzt nicht gedrückt", unterbricht der Sub ihn sofort zickig und wendet sich dabei auf den Bauch.
Er kann das Augenverdrehen von Nicolas nahezu spüren. „Das habe ich doch gar nicht gemeint. Ich wollte nur sagen, dass es bei mir etwas später wird. Aber wir gehen noch Essen. Keine Sorge." - „Aber mit dem Extra!", beharrt Killian stur, was den Dom seufzen lässt.
Er ist niemand, der seine Versprechen bricht und Killian hat für ihn ja auch Petplay ausprobiert. „Ja ja, geht in Ordnung. Such du etwas raus, ich muss jetzt weiterarbeiten, Prinzessin. Bis später." Und mit diesen Worten, legt er schließlich auf, um dann erst zu realisieren, wie dumm es war, zu sagen, dass Killian etwas aussuchen soll. Scheiße.
Seufzend streicht er sich die Haare zurück und blickt durch die gläserne Tür seines Büros in dieses, wo an dem Schreibtisch ein Mann sitzt. Naja, nicht irgendeiner, sondern Pierre, Killians Onkel, der Nicolas aufgesucht hat.
Überlegend blickt der Dom zu diesem und bleibt kurz noch etwas draußen. Denn der Mann hatte ihn gefragt, ob es nicht eine Chance gibt, dass Killian seine Familie treffen möchte. Oder wohl doch eher seine Verwandten. Nachdenklich beißt er sich auf die Lippe, während sein Blick auf seine Armbanduhr gleitet. So spät schon. Und immer noch konnte er mit Pierre nicht wirklich eine Lösung finden, da dies bei Killian liegt, ob er sie sehen will. Das sollte von ihm aus kommen. Anscheinend möchte auch Killians Mutter mit ihrem Sohn sprechen. Verständlich.
Aber nun ehrlich, Nicolas kann es nicht verstehen, wie sie auf einmal ihn kennenlernen will, wobei sie ihn doch damals abgegeben hat. Das wirkt wie, hier, nehmt mein Kind, ich hole es dann ab, wenn es erwachsen ist.
Mit finsterem Blick schüttelt er leicht den Kopf darüber. Er will Killian vor weiterem Schmerz einfach nur beschützen. Ob da ein Gespräch mit seiner Mutter so gut ist? Aber andererseits hat die restliche Familie nichts verbrochen.
Dummerweise ist das nicht das Erste Mal, dass jemand von den Thompsons bei ihm aufläuft. Killians zwei Cousins -Lillians Kinder- waren auch schon hier. Nicolas musste sich sehr zügeln. Sie können ja nichts für die Taten ihrer Mutter. Anscheinend will jeder das verschollene Familienmitglied kennenlernen. Selbst Coralies Mann war hier und hatte nach Killian gefragt.
Frustriert schließt Nicolas die Augen kurz. Gerade deswegen hat er Killian in letzter Zeit sehr abgelenkt mit dem Club oder neuen Dingen, damit sein Verstand sich wieder etwas erholt. Dabei wartet der emotionale Stress nur so auf ihn.
Nicolas möchte nicht noch einmal so einen Zusammenbruch erleben, wie er es zum zweiten Weihnachtsfeiertag durfte. Immer wieder schleicht sich der völlig verzweifelte Anblick von Killian vor sein inneres Auge, was ihm das Herz bricht.
So will er ihn nie wieder sehen. Tief holt er noch mal Luft, ehe er schließlich wieder rein zu Pierre geht.
-
„Da bist du ja endlich!", strahlt Killian, als Nicolas zu Hause ankommt, der müde vom Tag gerade die Krawatte lockern will, wobei ihm Killian jedoch auf die Hand schlägt. „Lass die! Wir gehen doch essen. Und nein, ich lasse dich nicht erst ewig noch einen anderen Anzug auswählen", grinst der Sub, während er den größeren Jedoch an besagter Krawatte packt, um ihn in einen Kuss zu ziehen, den Nicolas nur zu gern erwidert.
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Something Special (BoyxBoy)
AcakFORTSETZUNG VON : SOMETHING NEW!!!! Von der BDSM-Beziehung in eine erweiterte richtige Beziehung? Ob das eine so gute Idee ist? Dom und Sub dann nur noch im Schlafzimmer oder auch außerhalb? Begleitet von Komplikationen, Verlangen und Überraschungen...
