Jadon
Missgelaunt stand ich im Getümmel des Münchner Flughafens und sah mich nach meinen ,,Abholservice" um. Ich war heute morgen schon sehr früh hierher geflogen, hatte echt wenig geschlafen und war dementsprechend echt schlecht gelaunt. Dazu kam einfach noch die Tatsache das ich überhaupt kein Bock auf diese ganze Sache hatte und am liebsten mit dem nächsten Flieger wieder nach Hause geflogen wäre. Ich wusste aber das dies mein Ende bei Borussia Dortmund bedeuten würde, also biss ich auf die Zähne und ging auf einen Typen zu der ne Jacke von Bayern München trug. ,,Jadon Sancho willkommen im wunderschönen München", begrüßte der Typ mich übertrieben freundlich worauf ich nur die Augen verdrehte. ,,Wunderschön ist was anderes", gab ich genervt von mir und trottete ihn hinterher. Auf dem Weg zum Auto erklärte er mir allerhand Dinge, ich hörte nur mit einem halben Ohr zu, da mich das ganze nicht wirklich interessierte. ,,So lieber Jadon jetzt sag ich dir mal was. Du hast mir die letzte halbe Stunde nicht einmal zu gehört oder? Wenn du glaubst das du mit dieser Einstellung weiter kommst hast du dich geschnitten. Entweder du reißt dich für die nächsten Wochen zusammen oder du kannst dir gleich einen neuen Verein suchen kapiert?", gab er von sich und ich hörte das er schon ziemlich genervt war. ,,Ja ja sorry", entgegnete ich und unterdrückte das Verlangen die Augen zu verdrehen. ,,Wir fahren jetzt erstmal zum Trainingsgelände. Dort triffst auf deinen vorläufigen Mitbewohner. Bei ihm zuhause steht ein Leihwagen denn du nutzen darfst da ihr teilweise auch unterschiedliche Trainingszeiten habt", erklärte er mich, was ich mit einem Nicken kommentierte. ,,Wer von denen ist denn so herzensgut und nimmt mich auf?", fragte ich und konnte mir den sarkastischen Unterton nicht verkneifen. ,,Serge Gnabry", antwortete der Typ der sich als Michael vorstellte und mein Herz setzte für einen kurzen Moment aus um dann doppelt so schnell zu schlagen. Ausgerechnet er? Warum hasst mich mein Leben eigentlich so? ,,Hat's dir die Sprache verschlagen?", fragte Michael amüsiert. ,,Spar deine Witze für jemand anderen auf", gab ich gereizt von mir und stieg aus als wir am Trainingsgelände parkten. Jetzt war der Drang zu flüchten noch größer geworden, ich wusste bei weitem nicht wie ich die nächsten Wochen überstehen sollte...ausgerechnet bei Serge musste ich wohnen..ausgerechnet bei dem, der mein Herz zum rasen brachte ohne das ich es wollte.
Serge
Nach dem Training verließ ich geduscht und umgezogen die Kabine, auf dem weg zu meinen Auto kam mir Michael entgegen. ,,Dein herzallerliebster Mitbewohner ist da und wartet auf dich. Viel Spaß mit dem verzogenen und abgehobenen Vogel", sagte er und wirkte ziemlich genervt. Meine eigentlich gute Laune sank mit einem Mal in den Keller. Wenn selbst der stets freundliche Michael so genervt war, dann musste Jadon ja noch schlimmer sein als ich befürchtete. Ich ging zu meinen Auto und dort stand er. Sein Blick war auf sein Handy gerichtet und er bemerkte mich erst als ich vor ihm stand. ,,Hallo Jadon", begrüßte ich ihn und versuchte freundlich zu sein. ,,Hey", gab er nur von sich ohne mich anzuschauen. Genervt verdrehte ich die Augen, verlud alles in den Kofferraum und nachdem auch Jadon es geschafft hatte einzusteigen fuhr ich los. Die Fahrt über versuchte ich irgendwie ein Gespräch aufzubauen, doch von ihm bekam ich meist nur knappe Antworten oder ein Nicken. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und gab es auf irgendein zusammenhängenden Satz aus ihm herauszubekommen. Bei mir angekommenen zeigte ich ihn sein Zimmer für die nächste Zeit was er mit einem Nicken kommentierte. ,,Ich mach jetzt Essen, kannst so in einer halben Stunde runterkommen", sagte ich und versuchte weiterhin freundlich zu sein. ,,Ich hab kein Hunger", äußerste Jadon und begann sein Koffer auszupacken. ,,Dann halt nicht. Merk dir eins Sancho du bist nicht der Mittelpunkt der Welt. Wenn du also in einer Stunde Hunger hast komm ja nicht runter und jammere rum. Glaub mir ich kann mir auch besseres vorstellen als dein Babysitter zu spielen", platzte es aus mir raus da mir der Geduldsfaden endgültig riss. Jadon zeigte keinerlei Reaktion und sah mich emotionslos an. Genervt verdrehte ich die Augen und verließ das Zimmer, die Tür knallte ich hinter mir zu. Das würden ja spaßige Wochen werden.
Jadon
Nachdem Serge das Zimmer verlassen hatte, ließ ich mich aufs Bett fallen. Ich spürte wie meine aufgebaute Mauer anfing zu bröckeln, ich anfing zu zittern und wie meine Augen sich mit Tränen füllten. Leise begann ich zu weinen und drückte mein Gesicht ins Kissen damit er nicht mitbekam das ich weinte.
Etwa zwei Stunden später klopfte es an der Tür, schnell tat ich so als würde ich schlafen. ,,Sorry wenn es gleich lauter wird ein paar Jungs kommen zum Fifa spielen", teilte mir Serge mit und schloss dann schon wieder die Tür. Wieder flossen Tränen über mein Gesicht und ich fühlte mich so verdammt allein auf dieser großen und so kalten Welt.
Morgen war der 25.3 mein Geburtstag, wieder ein Geburtstag an den niemand an mich denken würde...leise weinend starrte ich an die Decke.
Serge
Schließlich kamen Leon, Josh und Alphonso und wir spielten einige Runden Fifa. ,,Na wie ist dein neuer Mitbewohner so?", fragte Leon und konnte sich ein hämisches Grinsen nicht verkneifen. Genervt seufzte ich. ,,Frag einfach nicht. So viel Arroganz auf zwei Beinen hab ich noch nie erlebt", antwortete ich genervt. ,,Oh man du tust mir ja echt leid", entgegnete Josh und auch Alphonso nickte. ,,Ja mit mir zusammen zu wohnen ist echt der Horror schon verstanden", hörten wir eine Stimme überrascht drehten wir uns um und sahen Jadon vor uns stehen. Er hatte sich ne Flasche Wasser genommen was ich natürlich erlaubt hatte. Ich war ja kein Unmensch. Der Ton in seiner Stimme hatte sich allerdings verändert, er klang leise, fast schon zerbrechlich. Noch bevor irgendwer was sagen konnte war er auch schon wieder verschwunden. Schulterzuckend sahen wir uns an und spielten weiter.
Kurz vor Mitternacht beendeten wir den Abend, die drei verabschiedeten sich und fuhren nach Hause. Ich machte mich bettfertig und legte mich ins Bett.
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Neues Kapitel ist daa ☺️❤️
Hoffe euch hat's gefallen ❤️
Kathi
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Cold Heart
FanfictionJadon Sancho. Leistungsträger und Problemspieler in einer Person. Der junge Engländer fällt in letzter Zeit immer mehr durch Fehlverhalten auf. Er missachtet jeden Ratschlag seiner Teamkollegen, des Trainerteams und der Ärzte zudem hält er sich nich...
