Ich weiß nicht wie lange ich so auf dem Boden sitze, bis jemand an der Tür sturmklingelt. Ich habe nicht die Kraft aufzustehen und versuche das Geräusch zu ignorieren. Erst wird es still, dann höre ich einen Schlag im Bad. Ach ja, das Badfenster war offen. Mein Kopf ist komplett leer und ich nehme mein Umfeld kaum wahr.
Im nächsten Moment kniet Niall vor mir und zieht mich in seine Arme. Er stellt keine Fragen, sondern hält mich einfach fest. Ich kenne ihn gut genug um zu wissen, dass er darauf wartet, dass ich von alleine anfange zu erzählen. "Er versteht mich nicht", flüstere ich nach einer Weile und denke schon er hätte es nicht gehört. "Ich glaube, dass ihr beide einfach impulsive Menschen seid und das kann entweder funktionieren oder eben mal schief gehen", sagt er und nimmt sich viel Zeit für seine Antwort. Also geht es schief? Es funktioniert nicht? Er drückt mich leicht von sich und schaut mich an. "Was ich sagen will, Louis sitzt in der Villa und hat das schlechte Gewissen seines Lebens. Ihr habt beide über reagiert und könnt es euch beide nicht eingestehen. Ich bin sicher, dass er die Schuld auf sich nehmen würde, aber du hast ihn rausgeworfen. Er meinte du würdest ihn nie wieder sehen wollen, weil du Angst vor ihm hast. Wie kommt er auf den Blödsinn?", fragt er und ich versteife mich augenblicklich. Er hat es bemerkt, deshalb ist er sofort gegangen. Ich schlage mir die Hand vor den Mund und die Tränen fangen wieder an zu laufen. Er hat gewusst, dass er mich nicht bedrängen konnte. Er hat Recht, ich hatte Angst, gebe ich zu und kann kaum in sein geschocktes Gesicht schauen. "Aber wieso? Louis ist doch niemand der...", stammelt er und ich unterbreche ihn sofort. "Natürlich nicht. Das hat mit meiner Vergangenheit zu tun", versichere ich ihm, sage aber nicht mehr. Jetzt ist nicht der richtige Moment um ihm davon zu erzählen. "Du gehst jetzt erstmal unter die Dusche", sagt Niall und zieht mich auf die Beine. "Aber du gehst nicht, oder?", frage ich und bin schon wieder den Tränen nahe. "Ich mache uns in der Zeit was zu essen", beruhigt er mich und versucht meine abstehenden Haare glatt zu streichen. Ich nicke und verschwinde im Badezimmer.
Als ich etwas entspannter und definitiv besser riechend wieder in die Küche komme, hat Niall Pancakes gebraten und drückt mir sofort einen Teller in die Hand. Wir lassen uns zusammen aufs Sofa fallen und schauen uns einen Disneyfilm an. Als der Film zu Ende ist, ist es draußen schon dunkel. "Okay, jetzt reicht es aber", sagt Niall und wendet sich mir zu, "Du musst mir Louis reden und ihr bringt das wieder in Ordnung". Ich schaue ihn an und schüttle den Kopf. "Ich habe ihn rausgeworfen", er braucht sicher noch Zeit um sich zu beruhigen. "Ich will nicht mit ihm reden solange er wütend ist", widerspreche ich. Niall stöhnt und steht auf. "Er ist nicht sauer. Ich mache mich jetzt auf den Heimweg und werde ihn zu dir schicken. Wehe du machst ihm nicht die Tür auf. Bis dann", verabschiedet er sich und ich schaue ihm verdutzt hinterher.
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Boyband? Nein Danke!
FanfictionDas Modelbusiness ist hart, richtig hart. Mit 16 Jahren habe ich angefangen mich nach oben zu kämpfen, um irgendwann auf einem Victoria's Secret Laufsteg zu laufen. Und dann kommt meine Managerin nach vier Jahren harter Arbeit an und will, dass ich...
