Teil c

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Peter öffnete die Augen, wo war er? Er wollte sich aufsetzten, doch ein Gewicht auf seinem Brustkorb hinderte ihn daran. Bei Genauerem Hinsehen, erkannte er, dass es nicht nur irgendein Gewicht war. Es war Winnie, welche friedlich auf ihm schlief. Ungewollt musste er lächeln. Stopp. Sofort kam ihm Liz in den Kopf, er durfte nicht hier sein, er hätte Winnie niemals so nah kommen dürfen.

Schweres Herzens schob er sie sanft zur Seite und stand auf. Leise öffnete er langsam das Fenster, Peter wollte sie nicht wecken, auch wenn sie sowieso bald aufstehen müsste, immerhin war die Sonne am Aufgehen. Einen letzten Blick warf er, bevor er aus dem Fenster stieg, noch auf Winnie. Warum fängt plötzlich alles an kompliziert zu worden?

Müde drehte Winnie sich auf die andere Seite, sie war noch leicht warm von Peter. Auch wenn er schon längst weg war, als sie aufgewachte. Ihre Zimmertür war leicht geöffnet, ist er vielleicht doch noch nicht weg? Neugierig setzte sie sich auf, Winnie vernahm Stimmen aus dem Wohnzimmer, es waren ihre Eltern. Es klang als würden sie streiten, aber worüber? Vorsichtig lehnte sie sich an das Geländer der Wendeltreppe und spähte ins Wohnzimmer.

"Was ist denn passiert?" Ihre Mutter stellte Tony einen Kaffee hin, wie immer komplett schwarz. Doch Tony wirkte mehr aufgewühlt, als wütend bemerkte Winnie, "Ich habe heute Morgen gesehen, wie Peter das Zimmer von Winnie verlassen hat. Die Beiden haben die Nacht zusammen verbracht." Winnie stockte der Atem, es klang fast so als hätten Peter und sie etwas miteinander gehabt.

Verunsichert wartete sie auf die Reaktion von Pepper, doch die meinte nur gelassen es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, dass sie und Peter sich Näherkommen. Ich und Peter? Niemals. Auch wenn Winnie sich gestehen musste, dass sie sich vielleicht versuchte einzureden, dass sie ihn so schlimm fand. Anscheinend kannte ihr Vater sie schon so gut, denn er schien laut zu überlegen, dass sie und Peter sich vielleicht nicht mehr treffen sollten. Das kann er nicht machen!

Plötzlich sah Pepper nach oben und Winnie und sie hatten Augenkontakt, hilfesuchend warf sie ihr einen vorwurfsvollen Blick zu. Ihre Mutter hatte sie offensichtlich verstanden: "Schatz, wenn du ihnen den Kontakt verbietest, werden sie sich heimlich treffen. Lass ihnen ihren Freiraum." Tony stellte die Tasse zur Seite und sah wieder einmal aus einem der vielen Fenster, "Ich weiß, ich will nur nicht, dass sie wieder verletzt wird. Ich kann sie vor fast allem beschützen, aber zu wissen, dass ich sie vor einem gebrochen Herzen nicht retten kann, bereitet mir Kopfschmerzen."

Tausend WorteWo Geschichten leben. Entdecke jetzt