Ich hasse Flüge.
Naja, eigentlich sind sie ganz lustig, aber umweltschädlich und etwas unnötig, denn von Baden-Württemberg nach Rotterdam kann man auch mit dem Auto/Zug/Bus fahren. Ist unter Umständen um einiges komfortabler und umweltschonender.
Weiß doch jeder heutzutage, wieso können die beim ESC das nicht einfach beachten?
Ach, whatever. Wenn ich mich heute noch über alles beschwere, sitze ich morgen noch hier (und bei mir ist es schon 1 Uhr nachts und was mache ich? Ich schreibe eine Fanfiction...).
Der Flug geht schneller vorbei als ich gehofft habe, aber immerhin kommen wir jetzt schneller zu dem Part, den ich wirklich mag: Die Landung. Das ist kein Scherz, diesmal kein trockener Sarkasmus meinerseits.
Diesmal.
Bei der Landung kribbelt es im Bauch so schön, das macht mir durchaus Spaß, hoffentlich kann ich diesen Spaß auch beibehalten, denn ich sehe den ESC schon vor mir und wenn ich ehrlich sein soll, habe ich Angst. Nicht nur vor fremden Menschen, wobei mich diese auch schon auf dem Flug begleitet haben, sondern auch vor der Bühne. Ich habe noch nie wirklich auf einer so großen Bühne gestanden und vor allem nicht live. Welcher Depp hat mich auch bitte für den ESC ausgewählt?
Etwas abrupt werde ich von einer Stewardess aus meinen Gedanken gerissen, wir müssen alle aussteigen, der Flug ist vorbei. Schade, wir haben gar nicht alle für den Piloten applaudiert.
Ich steige aus und hole mein Gepäck so schnell es geht ab. Ich will nicht mehr in einer Menge von fremden Menschen sein, mein Tank an Energie für soziale Interaktionen ist aufgebraucht, der sollte eigentlich ne Woche halten...
Also nehme ich meinen Koffer, Gott bin ich froh, dass ich da Rollen dran hab, der ist ja mal nur so dezent schwer. Hätte ich weniger Klamotten mitnehmen sollen...? Pah, das ist der ESC, da dreht jeder auf. Ich muss mich des Öfteren selbst daran erinnern, dass das kein Urlaub zum Spaß, sondern ein Wettbewerb ist und dass er wirklich stattfindet.
Vielleicht wäre es doch nicht so schlimm gewesen, wenn der Contest 2020 und 21 ausgefallen wäre...Jetzt reiß dich zusammen! Du kriegst das hin, du willst ja nicht mal gewinnen, dafür bist du nicht hier!, erinnere ich mich.
Ich schaue auf mein Handy, um meine Nachrichten zu checken, wobei ich über den vielen Nachrichten von meiner Familie, die wegen des Wlans jetzt aufpoppen, auf die Uhrzeit schaue.
13:47 Uhr.
Verdammt, ich komme zu spät zur ersten Probe!
Ich nehme meinen Koffer in die Hand und ziehe ihn hinter mir her während ich, noch etwas wackelig auf den Beinen, nach draußen renne und mir ein Taxi rufe.
Das kann doch wohl jetzt nicht wahr sein, dass ich am ersten Tag direkt zu spät komme. Der Flug muss sich verspätet haben, das ist nicht meine Schuld. Also schreibe ich meinem Agenten, welcher für den Wettbewerb zuständig ist, und schildere ihm schnell meine Situation. Nach ein paar Anrufen ist alles geregelt und ich darf mit Aserbaidschan tauschen. Jetzt Probe ich um 15:30 und habe immerhin noch kurz Zeit mein Gepäck in mein Zimmer zu bringen.
Die Taxifahrt war so langweilig, dass es nicht viel zu erzählen gibt, außer, dass sie teuer war, aber immerhin bezahlt das der ESC.
Was sich aber am Eingang des Hotels neben der Halle abgespielt hat, darauf war ich definitiv nicht vorbereitet.
DU LIEST GERADE
Deswegen hasse ich dich
FanficEine locker flockige Fanfiction von Damiano David und einer jungen Frau, welche Sarkasmus lebt. That's basically it. Ach und Drama ist auch dabei, sowie mental health problems, aber davor gibt TW. Btw es ist ne Lovestory, aber viel wichtiger, hab ic...
