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Erschrocken setze ich mich auf, als ich an der Schulter angetippt werde und so aus meinem Halbschlaf gerissen werde

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Erschrocken setze ich mich auf, als ich an der Schulter angetippt werde und so aus meinem Halbschlaf gerissen werde. „Dad?", höre ich Lukas schluchzen, weshalb ich mich sofort auf die Couch setze und meinem Sohn durch die Haare fahre. „Was ist los, Schatz?" Da ich im Wohnzimmer eingeschlafen sein muss und nur noch der laufende Fernseher Licht spendet, erkenne ich meinen Sohn nur schwach. „Ich hatte einen Alptraum. Aber ich kann mich nicht mehr dran erinnern. Ich weiß nur noch, dass es um dich ging." Nickend ziehe ich ihn in meine Arme und fahre beruhigend über seinen Rücken.

„Mir geht es gut, Schatz. Versprochen.", flüstere ich und halte Lukas so lange an mich gedrückt, bis er die Umarmung von sich aus löst und sich seitlich auf meinen Schoß setzt, was mich schmunzeln lässt. „Kann ich heute bei dir schlafen?", murmelt er und hält sich an meinem Hals fest, als ich mich anders auf die Couch setze, um Lukas so in den Arm zu nehmen, wie ich es gemacht habe, als er noch ein Baby war.

Damals konnte ich ihn zwar auf einem Arm halten, jetzt liegt er halb auf meinem Schoß, trotzdem erinnert es mich an die Zeit, als er noch ein kleiner Junge war. Und nächstes Jahr wird er einfach schon zwölf.

„Kannst du. Wollen wir ins Bett?", nuschle ich in seine Locken und fahre über seine Nase, was Lukas die Nase rümpfen lässt. Auf eine niedliche Art und Weise. „Können wir noch ein wenig liegen bleiben?", fragt Lukas, gähnt aber im nächsten Moment und kuschelt sich an mich. „Okay" Nicht lange braucht Lukas, bis er in meinen Armen eingeschlafen ist und nicht mehr jedes Mal die Nase rümpft, wenn ich über seine Glabella bis zur Nasenspitze fahre.

„Schatz?" Ich fahre durch seine Locken, jedoch reagiert Lukas nicht wirklich und schläft weiter. Seufzend greife ich nach der, auf dem Tisch liegenden, Fernbedienung, um den Fernseher auszuschalten und hebe Lukas dann hoch, um ihn in mein Bett zu bringen. Im Flur bin ich froh, dass es eine der helleren Sommernächte ist, da es so einfacher ist, die Stufen auszumachen und nicht jeden Moment zu stolpern.

Im Schlafzimmer lege ich Lukas auf die linke Seite des Bettes, bevor ich die Decke unter seinen Beinen hervor ziehe und ihn damit zudecke. „Ich bin gleich wieder da.", flüstere ich und hauche einen Kuss auf seine Stirn, bevor ich ins Badezimmer gehe und mir noch schnell die Zähne putze, bevor ich mein Shirt und die Jogginghose ausziehe, sodass ich nur noch in meiner hellgrauen Boxershorts vor dem Spiegel stehe und mir müde durch die Haare fahre.

Vorhin hat sich Alexander noch kurz gemeldet, dass Louis in seiner Wohnung ist und seine Mitbewohner sich um ihn kümmern. Danach kam nichts mehr. Weder von Louis, noch von Alexander oder wem anders.

Dass es genau in dem Moment an der Haustür klingelt und ich stillschweigend hoffe, dass es sich um Louis handelt, ist nur Zufall. Um diese Uhrzeit ist eigentlich niemand mehr auf den Straßen unterwegs, weshalb ich im Schlafzimmer kurz schaue, ob Lukas immer noch schläft, bevor ich in den Flur und dann die Treppen runter gehe.

Wenig später schließe ich die Haustür von innen auf und öffne diese, sodass ein völlig verheulter junger Mann vor mir steht. „Hast du zehn Dollar?", fragt Louis mit kratziger stimme und deutet auf einen Wagen vor der Einfahrt, welcher ihn anscheinend nach hier gebracht hat. „Komm erstmal rein." Ich drehe mich um, um nach meinem Portemonnaie zu greifen und aus diesem einen Zwanzig-Dollar-Schein zu nehmen, bevor ich aus der Haustür gehe und den Fahrer bezahle.

My LapinouWo Geschichten leben. Entdecke jetzt