Everyone who's involved in sexual content is 18+
{Teil 2}
Die Geschichte von dem Architekturstudent Louis Tomlinson und dem Juniorchef der weltweit bekannten Firma „Styles' Architects" geht in die zweite Runde. Diesmal in London. Der Grund für den O...
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Lächelnd bedanke ich mich, als Gemma mir die Krücken abnimmt und ich mich vernünftig in den Wagen setzen kann. Mein Auto fährt Pa zu mir nach Hause, während ich bei Gemma mitfahre. Louis kommt nach Feierabend, worauf wir alle gemeinsam essen gehen. Von Pa und Gemma wusste Adam, von Louis noch nicht, aber eine Person mehr oder weniger ist ja nicht sonderlich schlimm. Einen Stuhl kann man immer dazu schieben. Selbst wenn Louis auf meinem Schoß sitzen müsste, hätte ich kein Problem damit. Hauptsache er ist bei mir.
„Bis nachher." Louis lehnt sich zu mir in den Wagen und legt seine Lippen für einen Moment auf meine. „Bis nachher. Und bitte sei pünktlich, ja?" Sonst ist es mir eigentlich egal, ob er ein paar Minuten später kommt, aber das Restaurant hat keinen schlechten Ruf und deshalb möchte ich mich dementsprechend verhalten. „Ich fahre eine halbe Stunde früher los, bis Nachher." Ich nicke lächelnd und küsse ihn ein letztes Mal.
Dann tritt Louis einen Schritt zurück und schließt dann die Tür zwischen uns. Gemma ist in der Zeit auf dem Fahrersitz eingestiegen und startet den Motor, nachdem wir beide angeschnallt sind. Louis winke ich ein letztes Mal zu, bis meine Schwester den Wagen aus der Parktasche gefahren hat und wir uns immer weiter von Louis entfernen.
„Ich glaube es nicht, Louis und du?", bricht Gemma das Schweigen und klopft auf meinen Oberschenkel. „Louis und ich.", entgegne ich lächelnd und spiele mit meinen Fingern herum. Meine Schwester lächelt ebenfalls für einen Moment in meine Richtung, bis sie sich wieder auf die Straße konzentriert. Die Musik im Hintergrund lässt es nicht ganz so still im Wagen sein, jedoch ist sie so leise, dass Gemma meine Gedanken beinahe schreien hört.
„Was ist los, Bubby?", will sie seufzend wissen und hält an einer Ampel. Ich schlucke laut und beiße mir auf die Lippe. „Als Sophie und ich das letzte Mal telefoniert haben, sagte sie, dass ich Lukas sagen soll, dass sie ihn liebt. Heute, vor einem Jahr, Gemma. Ein Jahr ist es her, seitdem Lukas seine Mutter das letzte Mal gesehen hat und ich es nicht übers Herz bringen konnte, meinem Sohn zu sagen, dass seine Mutter ihn jeden Tag noch mehr geliebt hat und auf ihn hinunterschaut. Ein ganzes Jahr ohne Sophie.", gebe ich leise von mir und blinzle gegen die Tränen an.
Gemma greift nach meiner Hand und drückt sie fest. „Du musst es ihm sagen, Bubby. Du hättest es doch auch so gewollt, wenn unsere Mom tot wäre.", flüstert sie und biegt in die Straße ein, in der mein Haus steht. Ein Schluchzen verlässt meine Kehle, während ich nur nicken kann und mein Gesicht in meiner freien Hand verstecke. Seit einem Jahr versuche ich es, Lukas zu sagen, aber kann mich einfach nicht überwinden. Zu Hause ist Sophie ein Tabuthema, was Lukas glücklicherweise auch akzeptiert. Auch wenn ich merke, dass er gerne öfters über sie reden würde.
Als wir vor ein paar Tagen telefoniert haben, haben wir das erste Mal mehr als zwei Sätze über Sophie gesprochen, seitdem sie verunglückt ist.
„Ich bin bei dir, aber du musst es ihm sagen.", spricht Gemma mir Mut zu, was nicht wirklich funktioniert. Aber ich muss es machen. Das bin ich Sophie schuldig.
*
Am Restaurant angekommen, steht Louis erstaunlicherweise schon vor der Tür und lächelt mich breit an, als ich aus dem Wagen steige. Gemma gibt einem Mitarbeiter den Autoschlüssel, damit der Wagen geparkt wird und Lukas springt aus dem Wagen, ehe er direkt neben mir stehen bleibt. „Dad?" Ich wende meinen Blick von Louis ab und schaue zu meinem Sohn. „Ich vermisse sie auch." Er beißt sich auf die Lippe und schaut kurz in den Himmel. „Aber ich merke, dass sie hier ist. Sie sagt, sie hat uns beide ganz doll lieb."
Mit Tränen in den Augen nicke ich und nehme meine Krücken in eine Hand, um Lukas zu umarmen. „Sie liebt dich von ganzem Herzen, Schatz." Ich hauche einen Kuss auf seine Stirn und halte ihn ganz dicht bei mir. „Kurz vor ihrem Tod hat sie mir gesagt, dass ich dir sagen soll, dass sie dich liebt. Das waren ihre letzten Worte, Schatz. Ihr letzter Gedanke warst du." Die Tränen lasse ich einfach laufen, genau so wie Lukas, dessen Tränen auf meine Schulter tropfen.
„Ich vermisse sie.", schluchzt er laut und klammert sich an mir fest. Ich kann nur nicken und schaffe es, ihn hochzuheben. Wenn auf nur mit einem Arm, worauf Lukas sich schnell an mich klammert.
„Geht das mit deinem Fuß? Ich will dir nicht wehtun, Dad.", fragt er heiser, doch ich nicke nur. „Alles okay, mach dir keine Sorgen." Ich hauche einen Kuss auf seine Wange und kriege nur am Rande mit, wie Gemma mir die Krücken abnimmt. „Aber jetzt gehen wir lecker essen. Und weißt du, was ich esse?" Lukas schüttelt den Kopf und streicht sich mit einer Hand die Wangen trocken. „Bananenküchlein mit Bohnensauce.", lächle ich gepresst und blinzle die aufkommenden Tränen weg.
„Moms Lieblingsessen.", schluchzt er und lächelt mich mit roten Augen an. Ich nicke und lasse ihn wieder runter. „Darf ich heute eine Cola trinken?", fragt er und streicht sich sein Hemd glatt. „Ausnahmsweise." Ich finde, dass in Cola zu viele Stoffe enthalten sind, die für Kinder nicht gesund sind, aber wenn man einmal im Jahr ein Glas trinkt, ist es okay. Meistens trinkt Lukas an Silvester Cola, aber heute mache ich eine Ausnahme.
„Kommt ihr beide?", fragt Pa plötzlich neben mir und legt eine Hand auf meine Schulter, bevor er mir meine Krücken reicht. Da ich ihn gar nicht kommen habe sehen, zucke ich kurz zusammen, drehe mich jedoch zu ihm um und umarme ihn kurz. „Danke, dass ihr hier seid.", flüstere ich und löse mich dann wieder von Pa. Dieser lächelt mich nur an und deutet auf Louis, der jetzt neben Gemma am Eingang steht. Kurz hebt er die Hand, unterhält sich dann aber wieder mit meiner Schwester.
Lukas geht neben mir und schaut immer wieder zu mir hoch, während ich seinem Blick oftmals begegne. „Schauen wir uns heute Abend einen Film an?", frage ich ihn. „Keine Dokumentation. Irgendwas von Disney.", stellt er klare Bedingungen. Ich weiß gar nicht, was alle gegen Dokumentationen haben. Es gibt welche, in denen wird so gut erklärt, dass man es direkt versteht und Wissen sammelt. Man muss sich nicht auf Bücher konzentrieren oder auf eine Person, die alles auf einmal sagt, sondern kann mit Informationen und Bildern, Statistiken und dem ganzen viel einfacher dem Thema folgen.
„Dann überleg dir schonmal, was wir schauen, ja?" Lukas nickt und geht mit meinem Vater und Gemma schon ins Restaurant, während ich neben Louis stehen bleibe. „Alles okay?", fragt er besorgt und fährt unter meinen Augen entlang, wo sich noch ein paar Tränen verirrt haben. „Heute ist ihr Todestag.", sage ich nur und werde von meinem Freund in eine Umarmung gezogen, die ich kaum erwidern kann, so stark ist sie. „Sie schaut bestimmt gerade auf uns hinab und lacht, weil wir die letzten sind.", flüstert er und löst sich von mir.
Schmunzelnd nicke ich und hauche Louis einen Kuss auf die Lippen. „Deine Lippen schmecken salzig.", murmelt er, während er mich erneut küsst und mit seiner Zunge über meine Unterlippe leckt. „Ich habe geweint.", stelle ich nüchtern klar und stelle mich wieder vernünftig rein. „Und jetzt los, wir sind spät dran.", grinse ich, bevor Louis mir die Tür aufhält, sodass ich mit meinen Krücken vernünftig durch diese gehen kann.