Chapter Two

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Das warme Wasser prasselte auf meine Haut, sofort entspannte ich mich. Nate war um neun Uhr kurz hier, um mir zu sagen dass ich um halb zwei am Strand sein sollte, dort wo wir uns kennengelernt haben. Ich wusch mir die Haare, rasierte mich und schäumte meinen Körper mit meinem Lieblingsduschgel ein. Nachdem ich mir die Haare geföhnt und geglättet habe, tapste ich zu meinem Bett, wo ich mir meine Kleidung schon rausgelegt habe. Weil ich nicht wusste, was er vorhatte, zog ich mir einfach einen Bikini an. Darüber eine schwarze, bequeme Leggings und ein weißes Top. Um die Hüfte band ich mir ein rot-schwarzes Holzfällerhemd, falls es kälter werden wird. Ich schminkte mich dezent und trug frisches Parfüm auf. Kurz nach der abgemachten Zeit traf ich am besagten Ort ein, von weitem sah ich ihn schon. "Hey, na?", grinste er und schloss mich in eine kurze Umarmung. "Was hast du vor?", fragte ich lächelnd. Er zuckte mit den Schultern und bedeutete mir, ihm zu folgen. Er führte mich etwas weiter weg auf einen Schotterweg, wo ein süßer, türkiser VW Bus t2 stand. Nate stieg ein und ich tat es ihm gleich. Sofort wurden wir von den anderen begrüßt. "Heeey!", Bella zog mich in eine innige Umarmung, und obwohl ich sie erst einen Tag kannte, fühlte ich mich pudelwohl.

"Wir dachten, wir zeigen dir mal wie wir leben.", informierte mich Luke und lächelte. Der Bus war nicht groß, er beinhaltete eine kleine Küche mit Kühlschrank, eine Couch mit Klapptisch, ein offenes Regal mit Reisetaschen und ein sehr kleines Bad mit Dusche und Toilette. Ich setzte mich zu den anderen auf das Sofa, sie waren alle total nett und ich fühlte mich hier mehr als pudelwohl, ich könnte mir vorstellen mitzukommen.
"Was macht ihr, wenn nichts mehr im Kühlschrank ist?", fragte ich skeptisch.
"Wir fahren von Ort zu Ort und essen eigentlich nur, wenn wir gerade unterwegs sind, sonst gehen wir in dem Ort essen und dort kaufen wir auch ein -", als er meinen verwirrten Blick wahrnahm, fügte er schnell hinzu "mein Vater hat mir sehr viel vererbt und manchmal verteilen wir Flyer an Orte." Ich verkniff es mir, zu fragen warum sein Vater tot sei, sowas macht man nicht. Sie erklärten mir viele Sachen und irgendwie gefiel mir ihre Einstellung. Ihr Leben, ich wollte das alles auch haben. Ich bin es leid, immer diese Sicherheit zu haben. Ich wollte etwas riskieren, ganz egal ob es vielleicht die falsche Entscheidung war. Und so entschied ich mich zu etwas, was mein ganzes Leben verändern wird.
Ich komme mit.

Break Free | b.p | #Wattys2015Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt