Chapter Eight

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Die ersten Sonnenstrahlen knallten mir ins Gesicht, mein Kopf brummte und mein Atem roch nach Alkohol. Blinzelnd versuchte ich mich aufzurichten, eine schlechte Idee. Gähnend ließ ich mich zurück ins Kissen fallen, ich befand mich im Zelt - was war gestern passiert und wie kam ich hinein? In meinem Kopf befand sich die schreckliche Leere, von der mir Freunde aus Miami immer berichteten. Wenn das immer so ist, trinke ich nie wieder. Eine gefühlte Stunde später krabbelte ich ins freie und begab mich in den Bus, wo die anderen schon frühstücken. "Morgen", murmelte ich und verschwand im Bad.

Ich stieg unter die Dusche, der letzte Dreck verschwand mit dem kalten Wasser im Abfluss. Mit einem sauberen Gefühl, schrubbte ich mir die Zähne und band mir die gekämmten Haare zu einem Dutt, ehe ich heraustrat.

Ich schenkte mir Kaffee ein und ließ mich neben die anderen plumpsen.

"Was steht heute an?", fragte ich und schlürfte am warmen Getränk.

"Was geht dich das an?", zischte Luke und sah mir eindringlich in die Augen. Sofort wurde ich unsicher, senkte den Blick und fixierte den plötzlich, schrecklich interessanten Boden. Hope keuchte, verteidigte mich und fragte was das soll. Ja, das fragte ich mich auch. Hatte er einfach nur einen schlechten Tag? "Was denn? Kann sie sich nicht alleine verteidigen, gestern schien das ja auch kein Problem zu sein!", sagte er mit einem gemeinen Grinsen im Gesicht.

Verwirrt blickte ich auf, hä? Er murmelte noch ein paar undeutliche Sachen, bis er aufstand. "Ihr Anblick hat mir den Hunger verdorben, sorry.", meinte er kalt und trat heraus. Autsch, der hat gesessen.. was war sein Problem?
Keine Minute später stand auch ich auf, was soll das?!
Ich trat heraus und folgte ihm, die Rufe von Aiden ignorierte ich. Es war mir egal, ob das jetzt eine schlechte Idee war oder nicht. Wer mich so anschnauzt, soll auch den Mut besitzen um mir zu sagen was sein Problem war.
Ich erreichte ihn und stellte mich vor ihn. "Was sollte das?", zischte ich.
Jetzt war ich wütend, wirklich wütend. Ich habe nichts gemacht!

"Was?", fragte Luke und sah mir direkt in die Augen. Mir war nie aufgefallen, wie schö- ok! Schlechter Zeitpunkt zum schwärmen, Herz. So, so. Er tat also auf unschuldig, soll mir recht sein. "Schnauz' mich nicht so an, wenn du zu feig bist um dein Problem zu sagen-", weiter kam ich nicht. "Mein Problem? Komm klar, denk mal nach."
Mit diesen Worten ließ er mich stehen, er wollte alleine sein. Was war das denn?

Verwirrt ließ ich mich nieder, konzentrierte mich auf das Rauschen der Wellen und schaltete ab - nachdenken konnte ich auch später noch.

Break Free | b.p | #Wattys2015Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt