vier.

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Kyra P.O.V.

Ein neuer Tag begann für mich.
An diesem Tage stand ich überraschenderweise sehr früh auf.
Ich konnte fast die ganze Nacht nicht schlafen. Der Gedanke über Zac und dem Blut machte mich verrückt.

Der ganze Tag verwirrte mich einfach.

Kate fing ein Gespräch mit dem heißen mysteriösen Zac an während ich nur so verblüfft da stand. Ich wünschte ich könnte sowas tun.

Schüchtern sein ist scheiße. Es unterdrückt einen Dinge zu tun die wichtig für die Zukunft sind . Ist man nicht in der Lage einen Jungen anzusprechen, kann man eine Zukunft mit ihm vergessen.

Jedenfalls stand ich auf und wusch mein Gesicht mit kaltem Wasser. Ich starrte ein Moment in mein verblasstes Spiegelbild.

,,Du schaffst das heute, Kyra.''
,,Du wirst auf Zac zu gehen und ihn fragen was das war. Wenn du es nicht tust.. Dann.. '' , ich stoppte das Gespräch mit mir selber als ich merkte wie dumm das von mir war.

Nachdem ging ich langsam auf Tim's Zimmertür zu.
Ich klopfte und schon hörte ich Tim sagen : ,,Komm rein, ich bin wach.''

,, Hast du gut geschlafen?'' , lächelte ich ihn an.
,, Emm ja . '' , sagte er knapp.

Ich senkte mein Kopf kurz zu Boden und so gut wie Tim mich kannte wusste er das was nicht stimmt und sagte: ,, Was ist? Spuck es aus.''

,, I-Ich wollte emmm nur fragen ob du mit diesem neuem Zac g-gut befreundet bist?''

,, Joar, es geht. Wieso fragst du? '' , schaute er mich fragend an.

Ich hatte Angst um Tim. Wenn Zac tatsächlich Blut trank dann ist er gefährlich. Oder nicht?

Tim wartete auf eine Antwort.

Ich guckte in alle Richtungen bloß nicht zu ihm.

,, Ist da etwa jemand verliiiiiebt?''

,, Ach quatsch!'' , warf ich ihm nervös mein T- shirt ins Gesicht.

Mit einem dicken Grinsen schließ ich die Tür.

Ich bin nicht verliebt. Niemals. Ich kannte ihn doch garnicht, wie soll das denn funktionieren? Wann war ich denn bitte das letzte mal verliebt ? Im Kindergarten?

Ich packte meine Sachen und fuhr los.
Auf dem Weg machte ich mir viele Gedanken über Zac, über Kate, selbst über mein Vater.

Mein Vater ist nicht tot, aber wo ist er dann?
Hatte er sich nie überlegt seine Tochter zu besuchen nach so vielen Jahren!?
Oder warum hat Zac in einem Haus mit Menschen Blut getrunken? Wenn es überhaupt Blut war. Aber was sollte es sonst sein? Wein? Ich kenne kein einzigen Wein der so riecht.

Dieser Gedanke fraß mich von innen auf.

Was oder wer ist Zac?
Ist er nicht das wofür ich ihn halte?
Wofür wir ihn alle halten?

Als ich an der Schule ankam sah ich Zac direkt an der Eingangstür.

Ich tat so als würde ich ihn nicht sehen und ging zugig an ihm vorbei.
Ich kam in die Klasse und setzte mich hin.

Mist. Mir fiel ein, dass ich und er beide heute Mathe zusammen haben.
Wie soll ich mich verhalten? Sowie immer? Als ob nichts wäre?

Er kam in die Klasse rein und schenkte mir einen kurzen Blick.
Ich starrte nervös zu Boden und wagte es nicht mein Kopf zur Seite zu schwenken.

Er saß fast genau neben mir.
Als die Lehrerin reinkam drehte ich meinen Kopf langsam nach oben um mich auf den Unterricht zu konzentrieren.

Ich merkte wie er mich von der Seite ansah. Sein Blick brannte fürchterlich auf meiner blassen Haut.
Meine Beine wurden ganz heiß und zittrig. Ich hatte furchtbare Angst vor ihm.

Nach einer Zeit atmete ich tief ein und aus.
Strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. Schüttelte meinen Kopf und sah ihn mutig an.

Er lächelte mich harmlos an.
Ich lächelte friedlich zurück, um ihm zu beweisen, dass das von gestern mich nicht beunruhigte. Aber das tat es.

Nach Mathe verließ ich schleunigst den Raum. Ohne ihm einen Blick zu zuwerfen.

Ich meldete mich im Sekretariat krank und fuhr nach Hause.
Ich musste da einfach raus.
Ich kam mit diesen Gedanken nicht klar und wollte so schnell wie möglich weg.

Ich lag nach der Schule mehrere Stunden einfach nur auf meinem Bett mit meinem Buch Vampire Blood.

Ich las alle Beschreibungen von dem Vampir Zayn noch einmal durch.
Kalte Haut. Dunkle Augen wie die Nacht. Spitze weiße Zähne.
Immer und wieder las ich das.

Bis plötzlich mein Handy klingelte.
Es ist Mariah.

,,Hallo?'' , sagte ich unsicher.
,,Oh gott, geht es dir gut? Ich habe mir solche Sorgen gemacht als ich hörte, dass du dich abgemeldet hast. Was hast du?'', erwiderte Mariah verzweifelt.

,, Nein nein , ich fühlte mich einfach nicht sehr gut, aber es geht mir schon besser. Ich brauchte einfach Zeit für mich.'', sagte ich beruhigend.

,,Ok gut, schreib Phil lieber gleich auch eine Sms. Er macht sich auch Sorgen.''

,,Klar, mach ich gleich.'' , sagte ich knapp und legte auf.

Ich atmete einmal durch und legte mich wieder hin.
Ich dachte ich hätte jetzt Ruhe.
Ich lag falsch.

Es klingelte an der Tür. Ich war mir sicher es ist Tim.

Doch wie es mein Schicksal wollte, war es Zac. Ich erschrak mich aber versuchte so entspannt wie nur möglich rüberzukommen.
Mein Herz schlug schnell.

,,Hi, Tim ist noch nicht da.'' , öffnete ich die Tür.

,,Ich wollte eigentlich zu dir.''

Mein Herz schlug schneller.

,,Ist alles okay?'' , fragte er besorgt.
,,J-ja, komm rein.'' , antwortete ich.

,,Also..'' , sagte er langsam.

Es wurde komplett still im Zimmer.

Er guckte mich mit seinen riesigen braunen Augen an.

,,Gestern da war ein harter Tag für mich und ich brachte heimlich Alkohol mit.'' , sagte er verdächtig.

Was? Alkohol? Das glaubte er sich selbst nicht mal!
Ich blieb trotzdem ruhig und antwortete friedlich :,, Ist schon okay. Ich habe auch oft solche schlechten Tage.''

Er sah mir weiter in die Augen, was mich ziemlich nervös machte.
,, Es war starkes Alkohol und rach auch sehr schlecht nach..Mm.. Keine Ahnung aufjedenfall kannst du das für dich behalten? '' ,sagte er wobei er mir weiterhin in die Augen sah.

,, Ja klar.'' , erwiderte ich leise mit einem vorsichtigem Lächeln

,,Also morgen ist ja dieses Fest an der Schule.'' , redete er weiter.

,, Meinst du das Festival? Oh ja das wird jedes Jahr an unserer Schule veranstaltet.'' , unterbrach ich ihn.

,,Möchtest du mich vielleicht dorhin begleiten? ''

Ich konnte es nicht fassen. Ein Junge fragt mich ob ich mit ihm dahin gehe. Und es ist auch noch Zac. Der gestern noch mit meiner besten Freundin flirtete.

Ich atmete ein und antwortete: ,,Ja , gerne.''

Wir lächelten uns an.
Ein wunderschöner Moment.
Sein Handy klingelte und unterbrach es.
,,Mm, sieht aus als müsste ich los.''
Ich nickte und wir verabschiedeten uns.

Er blickte noch einmal kurz zu mir zurück und ging.

Ich schließte die Tür und setzte mich auf das Sofa.

Ich hatte ein Gefühl was ich noch nie hatte.
Es fühlte sich toll an.

Ich war verliebt.

Blutbiss.Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt