Uhh, its getting interesting eyeemoji
Ihr wisst ja, wie es ist - Kommentare oder diese Romanze wird durch VERLETZUNGEN unterbrochen hehe
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September vergeht wie im Flug und als plötzlich der Oktober mit kalten Winden und dunklen Wolken hereinweht, wird mir erst bewusst, wie schnell die Zeit wirklich vergangen ist. Brielle ist nicht länger die Neue sondern einfach nur noch Brielle, mit der ich meine Pausen verbringen und der ich dämliche Memes schicken kann, die Quinn nicht verstehen würde. Quinn hat ein Popkulturverständnis von einer Ratte, die im Müllcontainer wohnt, aber das kann ich ihm leider nicht ankreiden, denn daran ist nur seine blöde Stiefmutter schuld.
Es tut sehr gut, mal mit jemandem reden zu können, der meine Anspielungen auch versteht und mit dem ich mir lustige Videos hin und herschicken kann, auch wenn ich mich ein wenig schuldig fühle, dass ich mir nicht sonderlich viele Gedanke um Quinn in der Zeit mache. Wenn ich mit Brielle rede oder schreibe, dann fühlt es sich endlich mal so an, als würde ich für mich leben und nicht meine ganze Zeit damit verbringen, mich darum zu sorgen, wie ich Quinn aus diesem Haus holen soll.
Ich weiß sehr wohl, dass ich damit weder mir noch ihm einen Gefallen tue, aber ich kann nicht anders. Wenn ich nur daran denke, wie Quinn behandelt wird, dann reißen in mir alle Stränge. Ich bin so oft schon so kurz davor gewesen, das Jugendamt zu rufen oder die Polizei zu verständigen, aber ich weiß, dass ich Quinn damit nicht helfen würde. Im schlimmsten Fall würde nichts passieren, weil Sienna zu gut schauspielern würde und im besten Fall würde er in das nächste Kinderheim verfrachtet werden und sich dann die ganze Zeit Vorwürfe machen, wieso er es nicht einfach ertragen hat. Quinn ist zu stur, zu gut dafür, als dass er sich wirklich auflehnen würde, selbst wenn es ihn von innen heraus zerreißt.
Deswegen kann ich auch nur zugucken, wann immer Quinn in den Pausen verschwindet und mir nicht sagen will, wo er hin geht. Ich lasse ihm seinen Freiraum, seinen Rückzugsort, auch wenn ich ihn liebend gern verfolgen würde. Vielleicht trifft er sich mit seinem geheimen Freund, vielleicht schließt er sich in einer Abstellkammer ein, weil er allein sein will, keine Ahnung – ich weiß nur, dass ich eine gute Freundin sein und ihn gewähren lassen muss. Ich kann ihn nicht kontrollieren.
Ich bin froh, dass ich zumindest andere Freunde habe, die mir die Zeit in der Pause versüßen können. Robin, der sich Gott sei Dank von dem schlichten schwarzen Pullover getrennt hat, redet immer und überall über die neuste Mode mit mir, Brielle verbringt auch die meiste Zeit mit mir, wenn sie nicht gerade mit den Jungs aus dem Eishockeyteam redet und Pläne fürs Sportstudio mit ihnen schmiedet und manchmal gesellt sich auch Lucas zu uns. Mit ihm habe ich zwar nicht allzu viel gemeinsam (besonders gut daran zu erkennen, dass er jeden Tag ein anderes T-Shirt mit einem anderen Superhelden darauf trägt), aber er ist nett und er weiß neben Robin auch, was bei Quinn hinter geschlossenen Türen vor sich geht.
„Wie fühlt es sich an, offiziell die falsche Meinung zu haben?", fragt Brielle mich während der Mittagspause.
Wir sitzen zu viert an einem Tisch in der Cafeteria, Lucas liest beim Essen in einem Comicbuch und Brielle hat ihr Sandwich zur Seite gelegt, um mich anzusehen. „Was meinst du?", erwidere ich irritiert.
„Na, du warst der festen Überzeugung, Austin hätte einen Crush auf mich und nur deshalb würde er mich zum Training mit den Jungs einladen. Seitdem ist fast ein Monat vergangen und es ist nichts passiert", sagt sie. „Du lagst falsch. Wie fühlt sich das an?"
„Wer sagt, dass ich falsch liege, nur weil er bis jetzt nichts getan hat?", stelle ich die Gegenfrage. „Vielleicht ist Austin einfach nur schüchtern und traut sich nicht, schon mal daran gedacht?"
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Everything (And Nothing) Has Changed
Novela JuvenilJeden Tag zweifelt Avery daran, ob sie in ihrem Leben nicht etwas falsch macht. Sie hat weder eine Ahnung wer sie ist, noch was sie nach der Schule anstellen will. Sie weiß nur, dass sie liebend gerne schneidert und absolut nicht für die schönen Aug...
