Hello guys, gals and non binary pals! Schon mal ein heads up, dieses Buch ist bald vorbei! Es kommen noch ein paar Kapitel, aber dann ist die Geschichte rund um Avery und Brielle abgeschlossen! Sie ist kürzer als die von Quinn, aber das liegt auch nur daran, dass ich mich endlich mal zurückhgehalten habe, lol. Außerdem will ich immer noch, dass dieses Buch ebenfalls veröffentlicht wird, deswegen solltet ihr es all euren Freunden sagen, damit sie es hypen <3
Außerdem verbiete ich es euch für mich zu kommen, weil ich wieder blatant Othello-Slander vertreibe!!
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Manchmal ist es seltsam, wie einfach eine Lösung scheint, wenn man sie erst einmal vor Augen hat. Ich habe mir so viele Gedanken gemacht, habe mich nächte- und tagelang damit befasst, was ich sagen muss, was ich tun kann, was ich sein soll und schließlich, ist es so leicht wie atmen. Brielle hat Recht. Ich muss nicht alles sofort wissen, ich muss nicht verstehen, was ich bin und was ich fühle, wenn ich dafür noch nicht bereit bin. Es gibt keine Deadline und es gibt auch keine Prüfung, die ich bestehen muss. Alles, was ich machen muss, ist glücklich sein und die Gefühle in mir zulassen. Ich kann mich damit befassen, wenn ich mehr Erfahrung habe, wenn ich mir mehr Gedanken machen kann, aber im Moment bleibe ich lieber im Stillstand.
Ich bleibe stehen, halte Brielles Hand und fühle mich gut dabei.
Was ich außerdem gelernt habe: Die Selbstfindung sieht bei jedem anders aus. Sie dauert bei jedem unterschiedlich lang. Ich kann mich nicht mit anderen vergleichen und Ergebnisse erhoffen, die bei anderen längst eingetreten sind.
Das, wie hätte es anders sein könne, habe ich Quinn zu verdanken. Als ich ihm erzählt habe, wie sehr ich mir den Kopf zerbrochen und wie sehr es mich gestresst hat, nicht zu wissen, was ich bin, hat er müde gelächelt und gesagt: „Nur weil ich schon so früh wusste, dass ich schwul bin, heißt das nicht, dass das jeder tut. Ich meine, du bist doch das beste Beispiel dafür, dass man nicht immer weiß, was in sich selbst vorgeht und selbst wenn man es tut, dann ist man nicht immer bereit dafür, direkt den nächsten Schritt zu gehen. Entspann dich einfach. Genieß es."
Wann ist Quinn bitte so schlau geworden? Seit wann ist er es, der mir Ratschläge fürs Leben gibt, wenn es doch eigentlich immer andersherum war? In den letzten Monaten ist so viel passiert, ich weiß gar nicht mehr, was davon echt ist und was davon ich nur geträumt habe.
Eine Person allerdings nimmt überhaupt keine Rücksicht auf meine Selbstfindungsphase und macht mit ihrem Leben so weiter, als wäre überhaupt nichts geschehen.
Mrs. Lawrence hat eine ihrer letzten Englischstunden damit eingeläutet, die Aufsätze von allen einzusammeln und dabei so breit zu grinsen, als hätte sie einen Friedensnobelpreis gewonnen. Als sie schließlich alle Blätter auf einem schicken, gerade Stapel vor sich liegen hat und sich an den Tisch setzt, geht der eigentliche Horror erst los. Dass bald Weihnachten ist, scheint die Englischlehrerin nicht sonderlich zu interessieren. Für sie ist es immer noch Halloween.
„Damit ihr alle nicht ganz so lange darauf warten müsst, um zu wissen, ob ihr einen guten Aufsatz geschrieben habt oder nicht", fängt sie heiter an, „werde ich jetzt mit euch die Titel und Themen aller Aufsätze durchgehen – anonym natürlich", fügt sie lächelnd an, als allen Schülern die Farbe aus dem Gesicht gelaufen ist, „und dann können wir ein wenig diskutieren! Das klingt doch nach einer guten Beschäftigung, nicht wahr?"
Es gibt einseitiges, sehr unenthusiastisches Gemurmel und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Rest der Klasse sich auch bessere Methoden der Folter vorstellen kann.
Das Lächeln der Englischlehrerin fällt für keine Sekunde in sich zusammen. „Wir können auch noch einen letzten Überraschungstest schreiben, damit ich sehen kann, ob ihr wirklich gelernt habt", fährt sie nebensächlich klingend fort, während sie den ersten zusammengehefteten Aufsatz aufnimmt. Ein Großteil der Schüler „Das dachte ich mir fast."
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Everything (And Nothing) Has Changed
Ficção AdolescenteJeden Tag zweifelt Avery daran, ob sie in ihrem Leben nicht etwas falsch macht. Sie hat weder eine Ahnung wer sie ist, noch was sie nach der Schule anstellen will. Sie weiß nur, dass sie liebend gerne schneidert und absolut nicht für die schönen Aug...
