Ich war komplett sprachlos, als ich vor Minhos Haus stand und sah, wie groß das Haus war. Es war gefühlt schon eine Villa. »Kommst du?« »Ähm ja ich komme.« sagte ich und holte Minho noch ein, bevor er die Haustüre erreichte. »Bevor wir rein gehen, möchte ich dich vor meinen zwei Brüdern warnen. Sie sind sehr neugierig. Achso und noch was, wir alle sprechen koreanisch und ähm ich weiß nicht ob du...« »Mach dir da mal keine Gedanken. Ich spreche auch koreanisch mit Tante Silvy.« versicherte ich ihn und er begann zu lächeln.
Als Minho die Haustüre auf machte, kam uns beiden einen leckeren Duft von Kimchi entgegen und sofort bekam ich Hunger. Drinnen kam uns erst Mal ein großer Flur entgegen mit Blick ins Wohnzimmer und Küche. Links, direkt neben dem Eingang, war eine Treppe, die zum ersten Stock führte. Im Flur stand rechts eine graue Kommode, darauf standen vier Bilderrahmen und eine Vase mit orangenen Lilien.
»Du kannst deine Schuhe zu meine hier hinstellen und deine Tasche neben meine. Nach dem Essen, gehen wir hoch in mein Zimmer, dann können wir unsere Taschen mitnehmen.« sagte Minho zu mir und ich nickte. Ich stellte meine Sachen neben seine und ging mit ihm in Richtung Küche.
»Hey Mam.« Minhos Mutter drehte sich von Herd um und lächelte uns liebevoll an. »Hey mein Junge. Wie war die Schule?« fragte sie ihn, während er für uns beide Gläser aus dem Schrank holt. »Frag bloß nicht.« seine Mutter kicherte und schaute dann zu mir. »Und du musst bestimmt Luna sein. Es freut mich dich endlich kennenzulernen.« sagte sie und lächelte. Ich konne nichts anderes als zurück zu lächeln.
»Was hast du da an deiner Wange?« »Nur ein kleiner Kratzer mehr nicht, Frau Choi.« sagte ich zu ihr und ihre Augen wurden groß. Ich schaute kurz rüber zu Minho und dann wieder zu seiner Mutter. »Du sprichst koreanisch.« »Ja, meine beiden Eltern sind aus Korea, aber...« ich stoppte mitten im Satz und versuchte meine Tränen zurück zu halten. Sofort legte Minho eine Hand auf meine Schulter und versuchte dadurch mich zu beruhigen, aber leider funktionierte es nicht und einzelne Tränen liefen meiner Wange runter. »Luna, es ist okay, wenn du nicht darüber sprechen willst.« sagte Frau Choi zu mir mit einem beruhigende Stimme. Ich wischte mir die Tränen weg und nickte.
~Zeitsprung: 1 Stunde~
Minho und ich sind direkt, nach dem Essen, hoch in sein Zimmer gegangen, damit wir an unserem Projekt schon Mal anfangen können. Anstatt dass wir uns an seinem Schreibtisch setzten, machten wir es uns auf seinem großen Bett bequem, und arbeiteten dort.
»Wieso mussten wir unbedingt Leukämie bekommen?« beschwerte sich Minho. »Glaub mir, ich bin auch nicht der Fan davon.« entgegnete ich ihm und arbeitete weiter. Plötzlich kam mir die Erinnerung hoch, dass ich es ihm noch sagen muss, dass ich zu meinem Vater nächste Woche Freitag ziehe. Wie kann ich es ihm schonend sagen? »Du Minho, ich muss dir was sagen.« begann ich zu reden und schaute zu ihm. Er hingegen arbeitet weiter und sah noch nicht Mal zu mir auf. »Und was?« »Ich muss nächste Woche Freitag zu meinem Vater nach Seoul ziehen.« sagte ich und Minho hörte auf mit schreiben.
Er wendete sein Kopf vom Blatt ab und schaute mich an. »Wirklich?« fragte er mich und ich nickte. Ich merkte, wie eine Träne meine Wange runter lief und diese sofort weg wischte aber es brachte nichts, denn weitere Tränen folgten und ich war von mich selber überrascht, dass ich anfing mit weinen. Doch dann wurde mir klar, dass ich anfing Minho zu mögen und ihn als ein Freund sehe. »Luna, nicht weinen. Es wird alles gut.« kam es von Minho und nahm mich in den Armen. Sofort begann ich zu wie ein Wasserfall zu weinen und umarmte ihn zurück. »Nein, nichts ist gut. Ich habe gerade erst angefangen, dich zu mögen und als Freund zu sehen und jetzt muss ich von hier weg und werde dich nicht mehr so schnell wieder sehen.« sagte ich und vergrub mein Gesicht in seine Brust. Minho versuchte mich zu beruhigen, was auch funktionierte, aber ich wollte wieder nach Hause zu Tante Silvy.
Kaum dachte ich an Tante Silvy schon klingelte mein Handy, doch ich wollte nicht ran gehen, was Minho glaub ich auch merkte und für mich ans Handy geht. Ich löste mich von Minho und wischte meine Tränen weg. »Ich frage sie nachher, aber sie werden nichts dagegen haben. Klar, ich werde es ihr sagen.« verwirrt sah ich Minho an, woraufhin er nur lächelte. »Gerne, bis dann.« sagte er noch und legte dann auf. Ich schaute ihn immer noch verwirrt an, was ihn zum lachen brachte und mir sein Handy gab. »Es war deine Tante. Sie muss bis Sonntag durcharbeiten und möchte dass du hier bei uns, für diese zwei Tage, übernachtest.« erklärte er mir.
»Wo arbeitet deine Tante?« »Sie arbeitet als Rettungssanitäter.« entgegnete ich ihm. »Können wir schnell zu mir nach Hause? Ich möchte mir ein paar Klamotten noch holen übers Wochenende.« kam es von mir und Minho stand sofort auf und nahm beide Motorradhelme und den Motorradschlüssel. »Und was sagen wir deinen Eltern?« fragte ich ihn bevor wir aus seinem Zimmer raus gehen. »Überlass dass mal lieber meine Sorge sein.« sagte er lächeln und machte die Zimmertür auf.
Gemeinsam liefen wir die Treppe runter und gingen in die Küche, wo auch schon sein Vater an Tisch vorm Laptop saß und seine Mutter ebenfalls. »Mam, Dad, ich muss euch was fragen.« sagte Minho als wir die Küche betraten und beide uns anschauten. Sein Vater machte den Laptop zu und schaute uns mit einem ernsten Blick an. »Lunas Tante hat gerade angerufen. Sie muss bis Sonntag durcharbeiten und hat mich gefragt ob sie bei uns schlafen dürfte.« erklärte er ihnen und sein Vater schaute dann zu mir.
»Ist dein Nachname zufällig Kim?« fragte mich Minhos Vater. »Ja.« antwortete ich ihm und sein Vater beginnt zu lächeln. Kurz darauf stand er auf und kam auf uns zu. »Zufällig arbeite ich mit deinem Vater zusammen und bin mit ihm gut befreundet. Du bist mehr als nur willkommen bei uns Luna.« sagte er schließlich und ich konnte nicht anderst als ihn anzulächeln. »Also heißt es ja?« »Natürlich Minho.« sein Vater ging wieder zurück zum Tisch, setzte sich wieder an sein Laptop und Minho zog mich mit zur Haustüre.
Nachdem wir uns gerichtet haben und draußen vorm Motorrad standen, zogen wir uns unsere Helme auf uns stiegen aufs Motorrad. Ich hielt mich wieder an Minhos Bauch fest, was mir immernoch unangenehm war. »Kanns los gehen?« »Ja.« versicherte ich ihm. Sofort startete er das Motorrad und wir fuhren zu mir nach Hause.
DU LIEST GERADE
We break the Wall ~ATEEZ ff~
FanfictionDurch das Mobbing in der Schule, zog sich die 18-jährige Kim Luna immer mehr von der Außenwelt zurück und bekam dadurch Suizid. Ihre Lehrer bemerkten, dass es Luna nicht gut geht und kontaktierten ihren Vater, der in Südkorea lebt. Als er mitbekam...
