-Kapitel 16-

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Im Tanzraum vom LQ Entertainment, saß ich auf dem Boden im Raum und schaute den Jungs beim tanzen zu. Als es mir dann langsam langweilig wurde, nahm ich mir das Buch, was ich heute morgen bekommen habe und öffnete es.

Plötzlich kam mir ein Brief entgegen mit meinem Namen darauf. Verwirrt machte ich das Buch wieder zu und öffnete den Briefumschlag.

„Liebe Luna,

Nun bist du 18 und bereit dein eigenes Leben weiter zu führen. Nach unserer Familientradition ist es meine Aufgabe, dir einen weißen Rat zu gehen.

Hör zu Luna, Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern eher die Erkenntnis, dass etwas anderes im Leben viel wichtiger ist, als die Angst selbst.

Klar, bestimmt kommt dir dieser Spruch aus dem Film 'Plötzlich Prinzessin' bekannt vor, aber ich versichere dir, dieser Rat ist Tradition bei uns immer an die nächste Generation weiter zu geben.

Ich gebe dir diesen Rat im Leben mit, wie meine Mutter es bei mir tat und ihre Mutter auch und gebe diesen deinen zukünftigen Kindern weiter.

Ich hätte es dir leibend gerne selber gesagt, aber wenn du diesen Brief hier liest, bin leider nicht mehr bei dir und deinem Vater.

Wenn du das Gefühl hast, alleine zu sein, schau hoch in den Himmel zu den Sternen und denke immer daran, dass ich immer in deinem Herzen weiter lebe.

Dein Vater hat mir versprochen, dir dieses Tagebuch zugeben, wenn du in Seoul bist und ich hoffe du findest, genauso wie ich, die Liebe deines Lebens.

Ich liebe dich über alles, Luna und pass auf dich auf.„

Einzelne Tränen liefen meiner Wange entlang und ein kleines Lächeln bildete sich auf meinen Lippen. Die Worte von meiner Mutter haben mich wirklich sprachlos gemacht.

»Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern eher die Erkenntnis, dass etwas anderes im Leben viel wichtiger ist, als die Angst selbst.« sagte ich leise zu mir machte den Brief wieder zu und legte den dann neben mich. Ich fing an mich etwas besser zu fühlen, nachdem ich es gesagt habe.

Ich wollte gerade anfangen, in mein Tagebuch zu schreiben, als dann die Musik aufhörte und 8 Idioten sich zu mir setzten. Sofort machte ich mein Tagebuch wieder zu, setzte mich im Schneidersitz hin, legte das Buch auf mein Schoß und den Brief von meiner Mutter auf das Buch.

»Langsam fang ich an, ein Idol zu sein zu bereuen.« sagte Mingi und ich kicherte. »Was steht da in dem Brief?« »Ist nicht so wichtig.« schoss es aus mir heraus und schaute zu Hongjoong, der mega verschwitzt gegenüber von mir saß und mich schwach anlächelte. »Möchtest du vielleicht mit machen?« fragte Hongjoong mich dann und ich erhebe beide Hände. »Ich passe, danke.«

Daraufhin klaute Wooyoung, rechts von mir, den Brief von meiner Mutter und rannte weg. Ich hab Jongho mein Tagebuch, stand auf und rannte Wooyoung hinterher. Wooyoung hielt den Brief nach oben, sodass ich nicht an den Brief komme und mich auslachte, weil ich zu klein bin und versuchte mit springen, an den Brief ran zu kommen.

»Wooyoung bitte, gib mir den Brief zurück.« sagte ich schon mit leichte zittrige Stimme, doch er gab mir den Brief nicht zurück. Wooyoungs Aktion, holte mich zurück zur Mobbingzeit in der Schule. »Bitte... Wooyoung...« ich war kurz davor zu weinen, doch Wooyoung merkte es nicht.

Letztendlich gab ich auf und rannte aus den Tanzraum. »Luna, warte!« rief Hongjoong mir hinterher, doch ich ignorierte ihn und rannte zur Toilette. Dort schloss ich die Türe ab und rutschte von der Tür runter auf den Boden, zog meine Beine an meine Brust, legte meine Arme und mein Kopf auf die Knie und begann heftiger zu weinen.

»Luna, was ist los?« fragte mich Hongjoong, doch ich antwortete ihm nicht. »Mach bitte die Türe auf.« kam es dann von Jongho, aber auch dass ignorierte ich. Ich konnte nicht aufhören mit weinen. Es tat mir einfach zu sehr weh, diese Erinnerung erneut im Kopf zu haben. »Hongjoong es bringt so nichts.« »Geht ihr wieder in den Tanzraum zurück. Ich versuche mit Luna zu reden.« hörte ich Hongjoong zu den anderen sagen. 

»Luna bitte, mach die Türe auf. Du kannst mir ruhig erzählen was los ist.« kam es von Hongjoong und klopfte wieder an der Tür. Nach langem Überlegen, stand ich auf und schloss die Toilettentüre auf. Langsam öffnete ich die Türe und kam mit weiteren Tränen in den Augen raus.

Als ich in Hongjoongs besorgtes Gesicht sah, fing ich wieder an mit weinen. Kurz darauf nahm mich Hongjoong in den Armen, streichte mir vorsichtig über den Rücken und ich vergrub mein Gesicht in seine Brust.

»Ich kann dass einfach nicht mehr ertragen, Hongjoong. Das Mobbing macht mich innerlich so sehr kaputt, dass ich mich einfach nur wertlos fühle. Ich möchte doch nur einfach ein normales Leben führen, aber auch dass ist schon zu viel verlangt. Wieso kann mich keiner verstehen, wie ich mich fühle. Ich möchte einfach nur sterben.« erzählte ich ihm weinend. Hongjoongs Hand ruhte weiterhin auf meinem Rücken und drückte mich etwas fester an sich.

Als ich mich dann beruhigte, löste ich mich von ihm und wischte mir die Tränen weg. »Bist du weggerant, weil Wooyoung dir den Brief weg nahm?« fragte er daraufhin und ich nickte. »Es hat sich so angefühlt, als wäre ich wieder in der Schule gemobbt.« erklärte ich ihm.  Ich konnte nicht in sein Gesicht sehen. Ich wollte nicht, dass er sieht, wie sehr es mich verletzt hat. »Wooyoung konnte sowas nicht wissen, Luna. Wir aber auch nicht. Am besten erklärst du es ihnen.« wieder nickte ich.

»Komm, gehen wir wieder zurück. Wir lassen uns etwas einfallen, dass dich keiner mehr so schnell fertig macht.« sagte er zu mir und wir machten uns dann auf dem Weg, zurück zum Tanzraum. Mich richtig auszuheulen tat mir gut. Ich fühlte mich jetzt etwas besser als sonst.

Als wir wieder zurück im Tanzraum waren, setzte ich mich wieder dort hin, wo ich vorhin auch saß.

~Zeitsprung: 14 Uhr ~

Am Ende vom Training, erklärte ich alle, wieso ich weinend weggerant bin. Alle entschuldigen sich bei mir und nahmen mich dann in einer großen Gruppenumarmung.

We break the Wall ~ATEEZ ff~Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt