Gedanken, Tote und wiedergefundene Freundschaften.

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Taddl
Sie sagte nichts. Starrte mich einfach weiter an. Okay. Sie liebte mich also nicht.
Ich drehte mich also um und verließ das Motel.
Immer wieder blieb ich stehen und sah hinter mich, in der Hoffnung, Hellen würde mir hinter her kommen. Aber nein. Die einzigen die mir hinter her liefen, waren zwei Sträuner.
Das tat weh. Ich liebte Hellen, beziehungsweise, liebe sie immer noch. Sie mich nicht. Muss ich jetzt mit klar kommen.

Gott! Alter! Was ist nur mit mir passiert?! Ich war immer der, der nur auf Sex aus war, habe für Marius reihenweise Frauen angeschleppt, hab sie nach Strich und Faden verarscht. Ich war ein Weiberheld, so könnte man es nennen. Wieso war ich nur so weich geworden? Hellen hatte mich verändert. Mir gezeigt, das das Leben aus wichtigeren Dingen, als Sex besteht. Sie... Sie hat mir gezeigt... Was... Was Liebe bedeutet. Was es bedeutet, einen Menschen zu haben, der einem wichtiger als sein eigenes Leben ist. Einen Menschen, dem man alles anvertrauen kann. Einem Menschen der immer bei einem bleibt. Der einem immer zeigt, das man ihn wichtig ist. All' das hat Hellen mir gezeigt. Und jetzt habe ich es versaut. Super. Aber ich liebe sie, will sie nicht verlieren. Und sie? Sie liebt mich nicht. Ich bin ihr egal.

Und jetzt stehe ich hier alleine. Mitten in Paris. An der Hauptstraße. Alleine. Kapputt. Verletzt. Traurig. Mit Tränen in den Augen. Auf die Straße starrend.

Ein paar Leute rempelten mich an, und deswegen wurde ich auch aus meiner Gedankenstarre gerissen. Ich setzte mich in Bewegung, zurück zum Motel.
Angekommen, ging ich zur Pagen-Fresse, schubste ihn von seinem Stuhl, und setzt mich an seinen PC. Ich recherchierte nach Marius. Tatsächlich fand ich auch etwas heraus. Im Internet stand, er wäre Tod. Irgendwann, nach ein paar Stunden, hatte ich auch, nach Anrufen bei verschiedensten Fluggesellschaften, Hotels und so weiter herausgefunden, das Ardy und Vicky sich in einem Hotel in Tokio aufhielten.
Tokio. Da musste ich hin. Ich reservierte also noch einen Flug und begab mich, natürlich nicht ohne dem am Boden liegenden Pagen noch mal in die Magengrube zu treten, nach oben zu dem Zimmer von Hellen und mir.

Ich klopfte und öffnete vorsichtig die Tür. Sofort stand Hellen vor mir und sprang mir auf den Arm. Sie klammerte sich um meinen Hals. Mein Hals wurde schlagartig Nass. Sie weinte. Ich ließ sie runter und sie sah mich verheult an. "Tut mir leid Hellen. Besser jetzt als später. Ich hab recherchiert. Ardy und Vicky sind in Tokio. Marius ist tod. Wir gehen jetzt zum Flughafen. Ich hab uns bereits einen Flug reserviert und auch schon bezahlt. Also komm." Ich drehte mich um und verließ, dicht gefolgt von Hellen das Motel.

~
Mittlerweile saßen wir im Flugzeug. Wir flogen nun schon seid circa sechs bis acht Stunden. Hellen schlief an meine Schulter gekuschelt. Ich genoss dieses Gefühl und ihre Nähe. Ich durfte aber nicht wieder mit ihr zusammen kommen. Am Ende würde es eh nur noch schlimmer als jetzt sein.

~
Wir liefen nun durch die Straßen Tokios,auf der Suche nach dem Hotel, in den Ardy und Vicky sich aufhalten sollten. Ardy. Ihn werde ich auch am meisten vermissen. Meinen Brudi.
Wir hatten das Hotel gefunden. Liefen grade rein. Wir liefen unzählige von Treppenstufen hinauf. Wir blieben vor einem Zimmer stehen. Ich sah Hellen noch einmal an. Sie küsste mich, doch ich erwiderte nicht. Auch wenn ich es über alles gewollt hätte. Aber es ist besser so.
Mit traurigem Blick löste sie sich, und klopfte gegen die Tür.
Kurze Zeit später öffnete Vicky sie uns. Sie hielt sich die Hände erschrocken vor den Mund, fiel Hellen und mir dann jedoch sofort um den Hals. Sie lies von uns ab und ich sah Ardy hinter ihr stehen. Ich zog ihn in eine feste Unarmung. "Ich hab dich vermisst, Brudi." "Ich dich auch Brudi." Wir standen eine Weile so da, bis wir uns wieder aus einader ließen. "Ardy?", fragte ich ihn mit geknicktem Blick. Fagend und besorgt, sah er mich an. "Es ist wieder so weit." Er riss seine Augen auf. "Nein...", wisperte er und ich nickte nur. "Scheiße... Nein.... Was soll ich ohne dich machen?", wisperte er weiter, den Tränen nah. Nun begann ich auch zu weinen ubd deutete ihm das er nichts erzählen sollte. Er nickte benommen.

Nach einer Weile legten wir uns alle in das große Hotelbett und schliefen ein....

Thaddeus Tjarks.Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt