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Es klopfte.
Mein Kopf schaute hoch und ich krabbelte langsam vom Bett. Wer konnte das denn jetzt sein? Die Crew hasste mich, und Jerky? Er ist zu feige um ein klärendes Gespräch mit mir zu suchen. Ich ging langsam näher zur Tür und zögerte etwas, als ich den Griff in die Hand nahm. Irgendwie wünschte ich mir dennoch, dass Jerky jetzt dort hinter stand...
*klack*
Und dann war da tatsächlich der Mann den ich mir erwünscht hatte, und er sah mich an, so wie er mich in meiner Vision angesehen hatte. Mein Blick wurde sanfter.
"Hey..." raunte er und blickte kurz auf den Boden, dann wieder zu mir. "Darf ich reinkommen?" fragte er, doch ich erinnerte mich an die Versammlung, und wie sehr er mich damit verletzt hatte. Mein Blick veränderte sich von sanft zu ernst.
"Ich wüsste nicht wieso ich das machen sollte." sagte ich und schaute entschlossen in seine dunklen braunen Augen, in denen ich mich schon so oft verlaufen hatte, wie in einem Labyrinth.
"Bitte, ich will mit dir reden, ich denke wir haben beide was zu sagen." meinte er, und ich hasste sein Selbstbewusstsein dabei. Ich wusste das wir bei dieser Diskussion nur über seine Probleme sprechen würden und er meinen Punkt nicht verstehen würde.
"Oh ja, ich habe etwas zu sagen!" sagte ich nun etwas lauter und provozierender und drehte mich um und ging in mein Zimmer. Jerky folgte mir und schloss die Tür hinter sich. "Kein Grund gleich auszuticken..." sagte er und das brachte mich auf die Palme.
Ich drehte mich zu ihm. "Du bist so ein Arsch gewesen da draußen! Warum hast du sowas gesagt über mich? Ich dachte deine Crew... Und du... magst mich?" Zum Schluss begann meine Stimme etwas abzubrechen und ich schaute traurig auf den Boden. Jerky kam auf mich zu. "Du hast recht. Meine Crew verehrt dich, und ja, ich war ein Arschloch." Er nickte dabei und ich sah ihn verwirrt an. Das hätte ich nicht erwartet. "Du stehst zu deinen Fehlern?" fragte ich vorsichtig und noch immer nicht ganz überzeugt. "Ja." seufzte er. "Es tut mir leid." meinte er und Ich drehte mich mit meinem Rücken zu ihm, denn was mir auf dem Herzen lag konnte ich ihm nicht so ins Gesicht sagen.
"Wie wärs mit "Danke"?" fragte er fassungslos und gleichzeitig begann ich zu sagen: "Ich gehöre nicht hierher."
"Was?" Jerky nahm seine Hände aus den Hosentaschen. Er spürte wie sein Herz kurzzeitig aufgehört hatte zu schlagen. Ich kniff mir in den Arm und drehte mich langsam zu ihm um.
"Ich möchte das ihr mich wieder nach Hause bringt." sagte ich ernst und versuchte nicht wieder Tränen zu verlieren. Ich sah sein gebrochenen Blick und wollte ihn lieber nicht mehr anschauen, was zu schwierig für mich war. "Warum?" fragte er nur und sagte sonst nichts. Ich drehte mich wieder etwas weg. "Ich sah in die Zukunft, das erste mal. Ich sah wie mein Volk starb. Ich kann das nicht zulassen Jerky, sie rufen nach mir." versuchte ich langsam zu erklären, doch er schien nicht zu verstehen. Er wurde nervös. "Nein, das geht nicht, wir können nicht dahin zurück!" sagte er ernst und ich drehte mich zu ihm.
"Was? Hast du nicht gehört? Sie sterben aus wenn ich ihnen nicht helfe!" Jerky tippelte auf der Stelle und ich merkte das er immer wütender wurde. "Es geht nicht! Wenn wir dich dahin bringen werden wir wahrscheinlich schon angegriffen bevor wir noch nicht mal gelandet sind, es wird Krieg geben! das kann ich meiner Crew nicht antun!" Ich konnte nicht fassen das er wieder mal nur an sich dachte. Ich ging sauer auf ihn zu. "Was redest du da? Sie sind geschwächt, euch wird niemand angreifen! Du bist so ignorant! Hör doch einmal richtig zu!" jetzt wurde ich richtig laut aber auch er wollte sich nicht geschlagen geben. Es fühlte sich so an als würde dieser "Krieg" gerade hier ausbrechen.J
Sie wollte weg? War das ihr ernst? Das konnte sie nicht ernst meinen. Wütend dachte ich daran welch schwere Folgen das für mein Schiff, meine Leute haben könnte. Und das sagte ich ihr ins Gesicht. Doch was ich ihr nicht sagte, war das ich vermutete sie nie wieder zu sehen nachdem wir sie wieder nach hause bringen, und das wollte ich nicht, ich konnte nicht. Ich wollte sie für immer bei mir haben, sie jeden Tag sehen, ihre Stimme jeden Tag hören.
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𝓓𝓾 𝓫𝓲𝓼𝓽 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓢𝓬𝓱𝓲𝓬𝓴𝓼𝓪𝓵 ~ Captain Jerky / Julien Bam FF
FanfictionCaptain Jerky, ein stolzer, selbstsüchtiger, und oft auch sturer junger Mann und Captain der A.N.U.S 7 ist Mitglied der Ehrenmänner of the Galaxy und möchte am liebsten Konflikten aus dem Weg gehen. Doch als die junge Frau Meyra, eine Cetharis die V...