Ein Abend unter Schafen

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,,Ich will den Moment echt nicht zerstören, aber ich würde jetzt kurz nach den Schafen schauen gehen. Danach gehöre ich wieder ganz dir", sagte Remus auf einmal und sah Sirius mit einem entschuldigenden Blick an.

,,Kann... Kann ich vielleicht mitkommen? Bei den Schafen war ich so noch nie und gerade habe ich eh nichts zu tun. Ich stehe dir auch garantiert nicht im Weg rum oder so!"

Schmunzelnd richtete der Braunhaarige seinen Blick zum Boden und meinte: ,,Du darfst nur mit, wenn ich dich dann auch mit einem Lamm auf dem Arm sehen kann."

,,Deal. Allerdings musst du mir zeigen wie man ein Lamm auf den Arm nimmt. Das... Das könnte sonst etwas blutig oder so enden."

,,Keine Sorge, die werden dich schon nicht gleich umrennen oder so. Die sind wirklich unfassbar lieb."

Lächelnd setzte sich Remus in Bewegung und zog Sirius dabei sanft mit sich.

,,Ich sollte allerdings lieber nicht zu lange bleiben. Meine Eltern sind eh schon sauer, wenn ich dann auch noch zu lange weg bleibe werden sie mich ohne mit der Wimper zu Zucken köpfen..."

,,Wir gehen nur kurz die Schafe besuchen, ich schaue, was das Problem ist, du nimmst ein Lamm auf den Arm, ich werde da stehen und zehn Minuten einen Niedlichkeitsanfall haben und dann gehen wir wieder zurück und alles ist wieder gut, okay? Und wenn dann noch irgendwelche Beschwerde von der Seite deiner Eltern aus sein sollten, kommst du einfach zu mir. Ich lass mir dann schon irgendwas einfallen, weshalb ich deine Hilfe gebraucht habe."

,,Das... klingt nach einem Plan."

,,Nach einem guten."

,,Das will ich erst nach seinem Ablauf beurteilen."

——

,,Waow, ich wusste gar nicht, dass das so viele sind."

Überrascht schaute sich Sirius die größere Herde bestehend aus Schafen an, welche sich in dem von außen etwas kleiner wirkenden Stall befand, glücklich vor sich hin blökte und einfach nur als zufriedene Tiere zu existieren schien.

Dass es hier ein Problem geben sollte, konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen.

,,Na, habt ihr mich vermisst? Ihr habt mich vermisst, oder?"

Grinsend begann Remus damit ein Schaf nach dem anderen zu streicheln. Die lebenden Wolken schienen ihn regelrecht zu vergöttern, da sich immer mehr von ihnen zu ihm gesellten und Aufmerksamkeit verlangten.

,,Ich könnte hier ein bis zwei Hände mehr gebrauchen."

Schmunzelnd trat Sirius näher auf das Geschehen zu und fing dann ein wenig überfordert an zu lachen, als auf einmal zwei Schafe damit begannen seine Beine anzustupsen.

,,Awww, sie mögen dich!"

,,Ah, also ist das gut. Hallo!"

Lächelnd beugte er sich zu einem der Tiere hinunter und fing vorsichtig an es ein wenig am Kopf zu kraulen.

,,Die sind wirklich süß. Ich muss unbedingt öfters herkommen."

,,Musst du wirklich! Schafe können so eine beruhigende Wirkung auf einen haben."

,,Vor allem, wenn sie deine Hand ablecken."

,,Da besonders. Okay, wollen wir mal sehen was genau das Problem ist."

Vorsichtig erhob sich der Herr der Schafe und sah sich für ein paar Sekunden aufmerksam um, bevor er zielstrebig zu einer bestimmten Stelle des Stalles ging.

,,Und, was ist das Problem?"

Sirius versuchte es ihm gleichzutun, hatte jedoch durch die doch etwas größere Herde an Schafen gewisse Probleme damit sich seinen Weg zu dem Braunhaarigen durch zu bahnen.

Barefoot on GrassWo Geschichten leben. Entdecke jetzt