Ein paar Tage später
Ich hatte sie jetzt öfter im Versteck gesehen.
Skyla.
Offenbar waren Itachi und Sasuke ihre Brüder die großen, schweigsamen Typen, bei denen selbst ein Blinzeln wie eine ganze Unterhaltung wirkte.
Aber sie war anders. Nicht so kalt. Irgendwie... weicher. Nahbarer. Und vielleicht gefiel mir genau das an ihr.
Es war Sonntag, was bedeutete: gemeinsames Frühstück.
Alle trudelten langsam ein, und gerade als ich mein Brötchen aufschneiden wollte, ging die Haustür auf und herein kamen: Skyla, Shisui, Obito und Madara.
Ich verzog sofort das Gesicht.
„Oh Gott... fünf Uchihas an einem Tisch. Kann's eigentlich schlimmer kommen?", murmelte ich halb laut, halb ironisch.
Shisui war sofort zur Stelle:
„Ach, sei ruhig mit deinem grau gegelten Haar", fauchte er.
„Hallo?! Das ist silber!", rief ich beleidigt zurück.
Skyla lachte leise.
Nicht gespielt. Eher so... ungewollt. Echt.
Sie hatte ein schönes Lächeln.
Eines von der Sorte, die man nicht vergisst, auch wenn man will.
Wir setzten uns alle. Der Tisch füllte sich schnell, jeder war mit irgendwem im Gespräch kreuz und quer über die Teller hinweg.
Plötzlich hörte ich Kakuzus Stimme:
„Hidan. Mission."
Ich seufzte schwer. „Och nö... wohin diesmal?"
„Konohagakure", sagte er trocken, ohne einen Anflug von Emotion.
Ich stöhnte. „Was für eine Scheiße... ich hasse dieses ewige Rumgelaufe."
Kakuzu"s Sicht.
Ich warf einen Blick rüber zu Hidan, während er noch an seinem Saft nippte.
Er glotzte die ganze Zeit Skyla an.
Aber immerhin und zu meiner Überraschung hielt er heute mal die Klappe über seinen Jashin-Kult.
Ein Wunder. Sonst wäre das Mädchen wahrscheinlich schon freiwillig von der nächsten Brücke gesprungen.
„Beeil dich, Haarspray-Kopf", rief ich ihm zu, während ich schon zur Tür ging.
„Oha! Geh doch direkt auf meine Mutter, du Penner!", brüllte er mir hinterher mit diesem gespielten Beleidigtsein, das ihn nicht mal selbst überzeugte.
Ich war schon aus der Haustür, als ich ihn rufen hörte:
„Warte doch, Alter!"
Kurz darauf holte er mich ein. Schwer atmend. Genervt.
„Zeig mal die Papiere!", meinte er dann plötzlich, als wüsste er, was er da eigentlich suchte.
Ich reichte sie ihm wortlos.
Und sah ihm dabei zu, wie er so tat, als hätte er den Plan verstanden.
Spoiler: hatte er nicht.
Natürlich wollte er uns dann auch noch selbst navigieren. Karte lesen, führen, Verantwortung übernehmen.
Was dazu führte, dass wir wieder mal kreuz und quer durch irgendeinen abgefuckten Wald liefen.
auf dem direkten Umweg, versteht sich.
Und das alles, weil dieser Haarspray-Junkie dachte, er wüsste es besser.
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Was bleibt, wenn wir bleiben? Hidan FF
FanfictionZwischen Macht, Misstrauen und unausgesprochenen Wahrheiten entfaltet sich ein innerer Krieg, den niemand sieht, außer denen, die ihn spüren. Hidan, von Natur aus stolz, unberechenbar und immun gegen sentimentale Schwäche, gerät in ein Netz aus Kont...
