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Deidara's Sicht.

Mann... Hidan.

Was ging eigentlich bei dem ab?
Der Typ war heute echt seltsam drauf. So ruhig, so still, dass kannte man gar nicht von ihm. Normalerweise war er laut, hat rumgemeckert, sich mit jedem angelegt. Aber heute... irgendwie anders.
Ich erinnerte mich an diese eine Sache damals, mit diesem Mädchen, das er mal hier hatte. So 'ne mit grünen Haaren. Ich glaub, sie hieß Tara? Oder so ähnlich. Die war ein paar Tage da, ziemlich anhänglich. Aber selbst bei der hat Hidan sich nie so seltsam verhalten wie jetzt.
Und jetzt? wegen dieser Uchiha-Tante?
Er tat natürlich so, als wär's ihm egal. Typisch. So ist er immer. Alles runterschlucken, alles überspielen mit dummen Sprüchen. Aber man hat's ihm angesehen. Schon die ganze Woche. Und vorhin, wie er einfach abgehauen ist ohne was zu sagen.
Ich mein, er will's nicht zugeben, aber jeder weiß es eh: Er steht auf sie, auf Skyla.
Schon irgendwie schräg. Hidan und eine Uchiha. Passt null zusammen. Aber naja... Hina hatte ja auch so einen Uchiha-Tick. Versteh einer diese Leute. Ich fand die Uchiha schon immer irgendwie zu ernst. Immer diese „Ich trage die ganze Welt auf meinen Schultern"-Nummer.
Solang mich keiner mit dem Kram nervt, ist's mir egal.
Ich hockte noch mit Obito, Konan und ein paar anderen rum. Wir redeten ein bisschen über belanglose Sachen.
Missionen, irgendein dummer Witz über Kisame, was auch immer. Die Stimmung war okay, aber irgendwie komisch. Wie so ein Abend, der langsam zu Ende geht, aber noch keiner aufstehen will.
Und Hidan war längst weg. Einfach hoch abgehauen.
Schon krass. Der Typ redet ständig, will immer auffallen, und trotzdem weiß keiner so richtig, was bei ihm eigentlich los ist.
Ich gähnte leise und ließ meinen Blick durch den Raum schweifen. Einige waren schon gegangen, andere saßen noch rum, redeten, lachten, tranken. Es war diese typische Endphase von so 'nem Abend, nicht mehr richtig Stimmung, aber auch noch nicht leer genug, um einfach aufzustehen.
Ich stand kurz auf, streckte mich, lief zur Küche. Vielleicht war noch was von dem Kuchen übrig. Oder wenigstens Wasser.
Da kam sie mir entgegen.
Skyla.
Allein.
Sie sah nicht auf, als sie an mir vorbeiging. Blick auf den Boden, Schultern leicht angespannt. So, als würde sie denken, niemand merkt's. Aber doch, man merkte es.
Ich blieb kurz stehen, sah ihr nach.

Tja.
Ich wusste nicht viel über sie. War mir auch egal, ehrlich gesagt. Aber irgendwas an ihr zog Leute an. Nicht nur Hidan. Selbst Shisui wirkte irgendwie... verkrampft in ihrer Nähe. Und sie selbst? Na ja. Keine Ahnung. Vielleicht war sie einfach gut darin, Sachen für sich zu behalten. Genau wie Hidan. Passten vielleicht doch besser zusammen, als ich gedacht hatte.
Ich trank ein Glas Wasser, lehnte mich an den Türrahmen und dachte kurz darüber nach, wie still es oben geworden war. Kein Lärm aus Hidans Zimmer. Kein Fluchen. Keine Musik. Gar nichts.
Ungewohnt.

„Weißt du, dass Hidan nie schläft, wenn er so ruhig ist?",
sagte plötzlich jemand hinter mir.

Ich drehte mich um. Konan. Stand einfach da, wie sie das manchmal tat. Still, mit diesem durchdringenden Blick, den ich nie ganz einschätzen konnte.
„Juckt mich nicht", murmelte ich, zuckte mit den Schultern.
Sie sagte nichts weiter. Nur ein winziges Lächeln, dann drehte sie sich um und ging.

Ich blieb noch einen Moment stehen, sah ihr nach, dann wanderte mein Blick zur Treppe.
Sollte ich wirklich nach Hidan schauen?
Würde das nicht komisch wirken?
Oder sogar irgendwie... naja, zu interessiert?
Nach kurzem Überlegen entschied ich mich trotzdem, hochzugehen.
Hidan, der mal komplett still war, dass war fast noch schlimmer, als wenn er am Rumschreien war.
Langsam setzte ich einen Fuß auf die erste Stufe, dann die nächste. Die alten Holzbretter knarrten leise unter mir, als wollten sie mich warnen oder aufhalten.
Oben angekommen blieb ich vor seiner Zimmertür stehen. Die Tür war geschlossen, und ich lauschte.

Nichts.

Kein Rascheln, kein Geräusch.
So still, wie ich ihn noch nie erlebt hatte.
Ich zog kurz die Schultern hoch, schob die Hände in die Taschen und lehnte mich gegen die Wand.
Irgendetwas an dieser Stille fühlte sich... schwer an. Nicht nur das Schweigen, sondern das Gefühl, dass da mehr war, das er verbarg.
Ich dachte daran, wie er heute abgehauen war, ohne ein Wort zu sagen, und an den Blick in seinen Augen, als ich ihn im Flur getroffen hatte.
Es war nicht nur Müdigkeit oder Frust. Da war etwas, das er nicht mit uns teilen wollte, oder konnte.
Ich blieb noch einen Moment dort stehen, dann drehte ich mich um und ging langsam die Treppe wieder hinunter.
Unten im Flur schluckte ich die Worte, die ich sagen wollte. Es gab nichts zu sagen. Nicht jetzt.

Manchmal war Schweigen die einzige Antwort.

Was bleibt, wenn wir bleiben? Hidan FFGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt