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Hidan's Sicht
Ich ignorierte Skyla die nächsten Tage nur noch.
Auch wenn ich Interesse an ihr hatte, musste ich es tun.
Ich lenkte mich ein wenig ab von dem ganzen scheiß indem ich ein paar Nächte bei meiner Schwester im Zimmer schlief.
Das konnten wir nämlich nur machen wenn Itachi auf längerer Mission war.
Und das war zum Glück jetzt.
Es war schon spät nachts als ich rüber zu ihr kam und ich redete mir lange,
alles von der Seele runter.

„Und das beste ist, jetzt häng mir nicht nur der eine uchiha am Arsch sondern,
noch nen zweiter dazu!
Toll, wirklich sehr erfreulich."
Erzählte ich meiner Schwester, Hina.
Sie lachte und stimmte mir zu.
„Ja.. Madara ist echt ein arschloch, wenn er will.
Erwähnte Hina noch dazu.
„Sag mal, stehst du auf Skyla?"
Meine Augen weiteten sich bei ihrer Frage.
„Ich..."
Meine Stimme zitterte vor purer Verzweiflung, als ich sprach.
Hina hob interessiert ihre Augenbrauen.
„Ich meine, eh- sie sieht ganz oke aus und ist ganz okay."stotterte ich unsicher.
„Und wie küsst sie so?"
Erwiderte Hina Stumpf.
Ich blickte erschrocken zu ihr und traute meinen Ohren nicht.
„Woher..."
Mein blickt verschärfte sich.
„komm schon.. denkst du wirklich das Shisui sich nicht bei Itachi ausheult?
Und Itachi hat euch in der Küche gesehen, er ist nicht blöd, Hidan."

„Dafür sieht er aber ganz schön blöd aus.."
Für diesen Spruch schlug Hina mir feste auf meine Schulter.
Ich lachte leicht und sie schnalzte genervt.
"Also, raus mit der Sprache. Was erhoffst du dir, wenn du mit Skyla rum knutscht?
Ich kenne dich, zum Spaß machst du keine Beziehungen kaputt."
Ich schaute bedenklich zur Seite und versuchte ihr zu antworten.
Doch eine Antwort, hatte ich keine.
Was wollte ich von Skyla?
Sie war doch garnicht mein Typ, und dazu ein Uchiha.
„Ich will nicht mehr über Skyla reden. Ich weiß nicht, wieso, warum oder weshalb ich sie lieb-"
Bevor ich beendete was ich sagte, bemerkte ich, was ich da grade von mir gab.
Hina schaute interessiert und neugierig.
„Ich meinte nicht Liebe, ...
...
mögen? ... Einfach, ein wenig mehr ...als Freunde...?"  flüsterte ich sanft, während hina mich erwartungsvoll ansah.
Wir schwiegen und Hina verstand mein schweigen, besser als jeder andere.
Ich wollte einfach nicht an skyla denken.
Ich konnte nicht, es fühlte sich falsch an.

Irgendwann wird ihre Liebe mir zustehen nicht heimlich, nicht gestohlen, sondern verdient

Ich saß in Hinas Bett, Rücken an die Wand gelehnt und meinen Kopf in den Nacken geworfen. Es war spät, und draußen war alles still. Nur das leise Knacken von Holz, wenn das Haus sich setzte, und das entfernte Ticken einer Uhr.
Hina lag auf ihrer Decke, die Beine ausgestreckt, die Arme locker neben sich. Sie schaute mich an, als könnte sie lesen, was ich gerade nicht aussprach.
Ich schwieg erstmal. Reden war schwer. Nicht weil ich nichts zu sagen hatte, sondern weil das, was ich fühlte, sich nicht so leicht in Worte fassen ließ. Es war mehr ein Knoten im Bauch, ein Ziehen im Kopf, das nicht locker werden wollte.

„Du bist echt anstrengend, weißt du das?"
Ihre Stimme war ruhig, fast beiläufig, aber da war dieser Unterton, der mich irgendwie traf.
Ich schnaubte leise. „Warum? Weil ich hier sitz und atme oder weil ich versuch, nicht komplett auszurasten?"
Sie grinste schief. „Weil du alles in dich reinfrisst, so als wärst du ein verdammter Vulkan, der jeden Moment explodiert. Und keiner soll's sehen. Seit Mama gestorben ist, frisst du alles in dich rein."

Ich schluckte.
Mama, wie gerne ich am liebsten nochmal in ihre warme, liebevolle Umarmung fallen würde. Mein Blick setzte sich zu Boden.
Nichts und niemand traf mich mehr, als der Mord an meine Eltern.
Mein Blick schweifte den Boden, weil ich nicht wollte, dass sie sah, wie mir die Augen brannten. Doch diese eine verdammte Träne rutschte mir doch über die Wange.
Ein leiser Seufzer entwich mir, bevor ich weitersprach.

Ich sah sie an. „Ich red doch, immer,
Mit dir. Was willst du denn noch?
Ich möchte mit keinem anderen reden, Hina." seufzte ich. Mein Blick wandert zu Hina.
„Redest du wirklich? Oder sagst du mir nur, dass du es tust damit ich meine Klappe halte?"

Ich ließ den Kopf zurückfallen, starrte an die Decke. „Hina, niemand versteht mich mehr als du. Wieso sollte ich dich anlügen? Niemand anderes interessiert sich so an mir.
Wahrscheinlich, wäre es denen egal wenn ich einfach verschwinden würde."
Sie sagte nichts, ließ mir den Raum. Das war das, was ich brauchte.
Nach einer Weile flüsterte ich: „Ich hab keine Ahnung, was ich eigentlich will. Oder wie ich's kriegen soll."
Hina seufzte leise. „Du willst es nicht zugeben, aber ich weiß, was du meinst."
Ich zuckte mit den Schultern.
„Skyla macht alles nur komplizierter."
Sie nickte langsam.

„Weil du mehr spürst, als du willst, Trottel."
murmelte Hina.

Ich biss mir auf die Lippe. „Ich will sie nicht anfassen. Nicht mehr. Nicht, wenn sie jemand anderem gehört."
Der Satz fühlte sich schwer an, aber er war wahr. Endlich klar ausgesprochen.
Hina schaute mich ruhig an. Kein Urteil, kein Mitleid. Nur... Verständnis.
„Und trotzdem ist da was, was dich zurückhält, oder?"
Ich schluckte schwer, schloss kurz die Augen. „Ja."
Wir schwiegen wieder. Nicht weil es nichts mehr zu sagen gab, sondern weil manchmal Schweigen mehr sagt als Worte.
Ich spürte, wie sich die Schwere langsam ein bisschen löste, zumindest für diesen Moment.

Was bleibt, wenn wir bleiben? Hidan FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt