„Jaja, alter Sack!", rief ich genervt zu Kakuzu hinüber, der mal wieder über unsere angeblich „missglückte" Mission meckern wollte.
„Hidan, du stürmst immer einfach los!", schimpfte er, als würde er sich zum hundertsten Mal wiederholen.
„Na und?" Ich zuckte nur mit den Schultern. Es war unsere siebte Mission zusammen. Ich war noch relativ neu bei Akatsuki, und er hielt sich für mein Korrektiv.
„Du sollst dich verdammt nochmal an den Plan halten!", knurrte er weiter.
„Warum sollte ich?" Ich grinste provokant.
„Weil wir sonst riskieren, zu scheitern und dann gibt's kein Geld", fauchte er.
„Immer nur Geld bei dir, Kakuzu."
Er nervte mich. Wie immer. Aber meine Gedanken waren ohnehin woanders.
Ich dachte an das neue Mitglied, das heute dem Team vorgestellt werden sollte. Angeblich würde sie mit Hina, meiner kleinen Schwester, auf Missionen gehen.
Und irgendwie... ließ mich der Gedanke nicht los.
Was, wenn es so ein Bastard ist? Einer, der sie respektlos behandelt, oder schlimmer, sie anfasst? Ich merkte, wie sich mein Kiefer anspannte.
„Hidan", sagte Kakuzu plötzlich und tippte mich an.
„Hm?", murmelte ich, während wir nebeneinander durch den Wald liefen.
„Woran denkst du gerade?"
„Nichts Besonderes. An das neue Mitglied."
„Mach dir keinen Kopf", meinte er. „Pain stellt keine Idioten ein."
Dann machte er eine kurze Pause, nur um nachzulegen: „Du warst halt nur die Ausnahme."
„Danke, geldgeiler Arsch", knurrte ich, während ich die Augen verdrehte.
„Mit deinem Gehirn findest du den Weg zum Versteck sicher nicht", gab ich trocken zurück.
Er zuckte kaum merklich die Augenbraue dann zog er plötzlich ein Kunai und hielt es mir an den Hals.
„Gleich kommst du gar nicht mehr beim Versteck an", murmelte er ruhig.
Ich schnalzte mit der Zunge, packte ihn grob an der Schulter und schob ihn von mir weg. „Was auch immer", murmelte ich.
Beim Versteck
„Hidan, Kakuzu endlich", sagte Pain, als wir eintrafen. „Die anderen haben unser neues Mitglied bereits begrüßt. Kommt rein, stellt euch vor."
Kakuzu nickte knapp, griff mich aber noch am Ärmel und zog mich mit sich in den Meetingraum.
„Lass mich los, verdammt! Ich kann selbst laufen", zischte ich und riss mich los.
Doch kaum waren wir drinnen, blieb mein Blick an ihr hängen.
Hm.
Sie steht da.
Arme verschränkt, als hätte sie keinen Bock auf irgendwas, oder einfach auf alles.
Blick leicht zur Seite, nicht aufgesetzt, nicht bemüht. Einfach... da. Kein Lächeln. Kein Genervtsein. Irgendwas dazwischen. So ein Gesicht, das man sich merkt, ohne zu wissen warum.
Schwarzes Top, hauteng, aber kein Ding draus gemacht. Netz an den Unterarmen, sieht nicht billig aus, eher wie: „Ich weiß, wie man's benutzt."
Die Haare, pechschwarz, glatt, leicht ins Gesicht, nicht frisiert, nicht wild, einfach... passt halt.
Sie sieht nicht aus wie jemand, der redet, wenn's nicht sein muss. Auch nicht wie jemand, der zuhört.
Sie steht da, als wär das ihr Platz, ohne ihn einzunehmen. Kein „Hey, schaut her", aber du schaust halt trotzdem. Nicht weil du willst. Sondern weil du's tust, bevor du's merkst.
Ich kenn sie nicht. Noch nicht.
Aber ich weiß jetzt schon:
die wird mir nicht aus dem Kopf gehen.
Ich starrte sie an. Und irgendwas... kribbelte in meinem Bauch. Unerklärlich. Irritierend. Und definitiv nicht willkommen.
Ich deutete mit einem kurzen Kopfnicken zu ihr hinüber. Kakuzu sah sie an, verstand, und wir gingen zu ihr.
„Du bist das neue Mitglied?", fragte ich ohne Umschweife.
„Ja", antwortete sie leise. Ihre Stimme war ruhig, fast schüchtern und sie mied meinen Blick.
„Du bist Hidan, richtig?", fragte sie dann.
„Jap. Und der da ist Kakuzu."
„Verstehe. Ich heiße Skyla Uchiha."
Ein Uchiha also. Hatte ich noch nie gehört,
den Namen Skyla. Aber er passte zu ihr. Irgendwie.
Sie war verdammt schön. Auffallend. Aber Uchihas bedeuteten Ärger. Immer.
„HIDAAN!", rief plötzlich eine vertraute Stimme.
Hina.
Sie fiel mir um den Hals, drückte sich fest an mich, als hätten wir uns ewig nicht gesehen.
„Ich hab dich vermisst", murmelte sie und schmiegte sich enger an mich.
Ich gab ihr einen kurzen Kuss auf die Stirn und umarmte sie zurück, fast automatisch.
„Das hier ist Skyla", sagte sie und drehte sich zu ihr.
„Sie ist so cool! Wir verstehen uns total gut", fügte sie aufgeregt hinzu.
Ich beobachtete Skyla erneut. Hörte Hinas Worte. Und obwohl es mich ein wenig beruhigte, dass sie sich mochten... blieb da ein ungutes Gefühl.
Etwas an Skyla ließ mich nicht los.
Und ich wusste nicht, ob das gut oder schlecht war.
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Was bleibt, wenn wir bleiben? Hidan FF
FanfictionZwischen Macht, Misstrauen und unausgesprochenen Wahrheiten entfaltet sich ein innerer Krieg, den niemand sieht, außer denen, die ihn spüren. Hidan, von Natur aus stolz, unberechenbar und immun gegen sentimentale Schwäche, gerät in ein Netz aus Kont...
