Die letzte Kippe brannte runter, und ich zertrat sie auf dem Kies Boden. Ich setzte mich langsam auf von der Stein Mauer auf der ich seit Stunden verweilte und machte mich auf den Weg wieder nach drinnen.
Durch die Hintertür, da der einzige Weg sonst mitten durchs Geschehen wäre.
Also drückte ich entschlossen die Türklinke runter in voller Erwartung dass sie sich öffnet, doch, die Klinke bewegte sich kein Stück.
"..wieso klemmt diese scheiß Tür genau jetzt?" Murmelte ich gereizt.
ich dachte kurz die Tür auf zu treten aber das würde definitiv Kakuzu zum kochen bringen, wenn er diese alte schäbige, doch so Anscheinend teure Tür ersetzen müsste.
Wahrscheinlich könnte ich dann wieder so Sprüche hören wie "die Tür ist mehr wert als dein leben"
War ja klar.
Also den Umweg, super.
Ich fluchte auf dem Weg zur Terrasse.
Die große Glaswand lies mich nach drinnen schauen.
Es war nichtmal irgendwie eine Party Stimmung, sie saßen alle beisammen und redeten in verschiedensten Tonlagen miteinander.
Madara saß großkotzig direkt auf dem großen edlen roten Sessel, wie immer.
Ich atmete tief ein letztes Mal ein, bevor ich in die Wärme des Wohnzimmers trat.
Ein paar Köpfe drehten sich in meine Richtung.
Im Wohnzimmer saßen ein paar von ihnen verteilt. Sasori, halb im Sessel versunken. Suigetsu auf dem Boden, an den Tisch gelehnt. Karin auf dem Sofa, mit hochgezogenen Beinen und ihrem genervten Standardblick. Und natürlich die anderen.
„Ach guck", meinte deidara grinsend, kaum dass ich reinkam. „Der Untote hat sich doch wieder ausgegraben."
Ich schnaubte leise, aber ich konnte mir das Schmunzeln nicht verkneifen.
Bevor ich was entgegnen konnte, meldete sich Deidara wieder aus der Runde. Er saß etwas weiter hinten, die Beine ausgestreckt, die Stimme angenehm ruhig.
„Willst du dich nicht dazu setzen, Hidan? Ist noch Platz."
Ich sah kurz rüber, in die Runde, dann wieder zur Treppe. Mein Blick streifte Deidaras Grinsen oder Kisame, der mich nicht mal beachtete.
Ich schüttelte den Kopf.
Er nickte langsam.
Ich war also endlich auf Kurs in mein Bett.
Oben, im Flur, trat jemand gerade aus dem Bad. Sasuke.
Er musterte mich kurz, zog eine Augenbraue hoch.
„Hast du den Kaffeefilter in deinem Gesicht extra aufgesetzt oder bist du einfach immer so scheiße drauf?"
Ich zuckte mit den Schultern, blieb stehen. „Ich glaub, das nennt man Charakter."
Er schnaubte. „Oder chronisches Versagen."
Ich grinste schief. „Kann man behandeln,
du zuerst midlife-crisis in skinny jeans."
Sasuke rollte mit den Augen und ging an mir vorbei.
Ein schiefes Lächeln bildete sich in meinem Gesicht.
Also bahnte ich meinen Weg weiter, zu meiner Zimmertür.
Mein Zimmer war finster. Ich machte kein Licht an, zog mich im Halbdunkel aus. Oberteil über die Stuhllehne. Hose irgendwo daneben.
Ich ließ mich rücklings aufs Bett fallen, die Arme ausgestreckt, starrte an die Decke.
Das Fenster stand einen Spalt offen, kalte Luft zog rein. Ich ließ es so.
„Sie heiratet Shisui."
Ich sagte es leise, als müsste ich's einmal laut hören, um's endgültig zu glauben. Kein Zorn mehr. Kein Schock. Einfach... Tatsache.
Ich lachte leise, bitter. Klang nicht mal wie Lachen.
Kakuzu hatte Recht. Ich hab meine Entscheidungen getroffen. Sie auch. Und das war das Resultat.
Ich griff neben mich, meine Kette lag auf dem Nachttisch. Ich Fing an, mit den Fingern die Kanten des Symbols abzutasten. Immer wieder.
Früher hatte mir das was gegeben. Struktur. Halt. Oder wenigstens ein Gefühl von „Ich weiß, wer ich bin."
Jetzt war's nur noch eine Erinnerung daran, wie viel ich mir eingeredet hab.
Ich drehte mich auf die Seite, zog die Decke nur halb über mich. Der Stoff roch nach Rauch und diesem Waschmittel, das Hina mal gekauft hatte. Ich hatte es nie ersetzen lassen, durch ein anderes seitdem.
Meine Gedanken drehten noch ein paar Runden.
Ich schloss die Augen.
Morgen steh ich wieder auf, mach denselben Dreck wie immer, häng mit denselben Irren und kackbratzen ab, rauch dieselben Zigaretten und tu so, als wär mir alles egal.
Vielleicht klappt's ja diesmal besser.
Vielleicht auch nicht.
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Was bleibt, wenn wir bleiben? Hidan FF
FanfictionZwischen Macht, Misstrauen und unausgesprochenen Wahrheiten entfaltet sich ein innerer Krieg, den niemand sieht, außer denen, die ihn spüren. Hidan, von Natur aus stolz, unberechenbar und immun gegen sentimentale Schwäche, gerät in ein Netz aus Kont...
