Als ich die Tür hinter mir schließe und die Stille in meinem Zimmer mich umgibt, merke ich sofort, wie sich ein bitterer Geschmack in meinem Mund ausbreitet. Es ist der Geschmack von Enttäuschung und Schock. Nicht das, was ich erwartet hatte, als ich nach Hause kam. Nicht nach dem, was ich mit Balthazar erlebt habe, nach dem, was zwischen uns passiert ist.
Ich habe das Gefühl, als würde ich immer noch auf der Grenze zwischen zwei Welten stehen. Auf der einen Seite die Momente mit Balthazar, die für mich so klar und rein sind, und auf der anderen Seite die Worte meiner Eltern, die sich wie kaltes Wasser über mich ergießen.
Ich lasse mich auf das Bett sinken und starre an die Decke. In meinem Kopf hallen noch immer die Worte meiner Mutter nach: „Du bist noch so jung, Liam... Und er ist schon Mitte zwanzig." Dann, der Schock in der Stimme meines Vaters: „Was ist, wenn er dich zu etwas zwingt, das du nicht willst?"
Ich höre es immer wieder, als ob sie sich wiederholen würden, wie ein Echo, das einfach nicht abklingen will. Der Gedanke, dass sie so über Balthazar sprechen könnten, dass sie ihn als jemanden sehen, der mich zu etwas zwingen würde, macht mich krank vor Enttäuschung.
„Was denken sie von mir? Was denken sie von ihm?", frage ich mich laut, doch die Antwort ist schwer zu fassen. Balthazar ist derjenige, der mich nie zu irgendetwas gedrängt hat. Ganz im Gegenteil. Er hat sich immer zurückgehalten, immer darauf gewartet, dass ich bereit bin. Es war immer mein Wunsch, Zeit mit ihm zu verbringen, immer mein Verlangen, ihm näher zu kommen.
Und jetzt hören sie das nicht. Stattdessen stellen sie sich vor, dass er mich in eine Ecke drängt, in die ich nicht will.
Ich schließe die Augen und höre das Gespräch noch einmal in meinem Kopf.
„Du bist noch so jung, Liam", hatte meine Mutter gesagt, als sie mich mit großen Augen ansah, als hätte sie ein unschuldiges Kind vor sich. „Und er ist schon..." Sie hatte die Worte fast sanft ausgesprochen, aber ich spürte die Skepsis in ihrer Stimme.
„Mitte zwanzig... und du fängst gerade erst mit deinem Leben an. Was ist, wenn er dich zu etwas zwingt, das du nicht willst?" Mein Vater hatte das gesagt. Ich erinnere mich an seinen ernsten Blick, als er die Frage stellte. Und dieser Blick war wie ein Messer, das tief in mir steckte.
„Was denkst du, was er mit mir macht?", hatte ich geantwortet, meine Stimme dabei brüchig. Ich wollte nicht, dass sie Balthazar so sahen. Ich wollte nicht, dass sie ihn so verurteilten.
„Es tut mir leid, Liam", hatte meine Mutter gesagt, ihre Stimme voller Sorge. „Wir wollen nur, dass du glücklich bist. Aber du bist noch so jung. Du musst vorsichtig sein."
„Wieso seid ihr so?" Ich hatte es fast herausgeschrien, bevor ich mich wieder beruhigte und meine Worte zügelte. Die Enttäuschung schnürte mir die Kehle zu.
Ich schüttle den Kopf, als wäre das alles ein Albtraum, aus dem ich aufwachen könnte. Doch die Realität bleibt – eine Realität, in der ich mich nicht verstanden fühle, in der meine Eltern, die Balthazar schon so lange kennen, plötzlich anfangen, ihn zu hinterfragen.
„Er wird mich niemals zu etwas zwingen", flüstere ich in die Dunkelheit meines Zimmers. Es ist eine Bekräftigung, eine Beruhigung für mich selbst, aber auch ein leises Bekenntnis, dass ich ihnen in diesem Punkt nicht zustimmen kann. „Er ist nicht so."
Ich lasse mich auf dem Bett zurückfallen und schließe die Augen. Der Zorn, der sich in mir aufbaut, wird plötzlich so heftig, dass ich den Drang verspüre, aufzuspringen und einfach zu schreien. Warum können sie das nicht sehen? Warum können sie nicht einfach akzeptieren, dass ich weiß, was gut für mich ist?
Ich weiß, dass Balthazar mich niemals in eine Richtung drängen würde, die ich nicht wollte. Ich weiß, dass er respektvoll ist, dass er mich versteht, dass er mich auf meine eigenen Entscheidungen kommen lässt.
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Mein Leben als Omega (bxb,Mpreg)
FantasiaLuke lebt als Omega in einem Werwolf-Rudel, einer Position, die ihm nicht nur geringes Ansehen, sondern auch viele Herausforderungen einbringt. Tief in seinem Herzen sehnt er sich nach Respekt, Akzeptanz und seiner wahren Liebe - seinem Gefährten. H...
