Kapitel 31

177 8 4
                                        

In ihrer Wohnung angekommen schmiss sie ihre Tasche in die Ecke und die Tränen liefen ihr das Gesicht runter sie griff noch nach ihrem Handy. Sie schniefte und schnell tippte sie Niragis Nummer ein. Sie kaute auf ihrem Nagel als sie die anrufen Taste drückte.

"Die von ihnen gewählte Rufnummer ist zurzeit nicht erreichbar..."

Sie stöhnte genervt und weinte und versuchte es nochmal.

"Die von ihnen gewählte Rufnummer ist zurzeit nicht erreichbar..."

"Ugh fick dich"

Sie warf ihr Handy auf den Boden und sie ging sich durch die Haare während die Tränen auf ihrer Haut brannten.

"Was habe ich nur getan..."

Seufzte sie. In ihrer Stimme konnte man tiefe Trauer und die Realisation ihres Handelns erkennen. Ihr Handy vibrierte und ein Funken Hoffnung, dass Niragi ihr geschrieben hat, doch es war nur eine Nachricht von Taki.

"Ich hoffe dir geht es gut, ich kann vorbeikommen, wenn du etwas Nähe brauchst ;)"

Wutentbrannt stand sie auf und griff wieder nach ihrem Mantel und ihre Autoschlüssel. In schnellen Schritten lief sie zurück zu ihrem Auto. Es war bereits mitten in der Nacht und es war ihr egal, wie verheult und fertig sie gerade aussieht. Schnell fuhr sie in die Richtung von Niragis Wohnung. Durch ihre Tränen war ihre Sicht auf die Straße etwas verschwommen und wurde so durch den Gegenverkehr mehr geblendet. Y/n wischte sich mit ihrem Handrücken die Tränen weg und schaute dann wieder auf die Straße. Sie war so überwältigt von ihren Gefühlen und Emotionen dass sie nicht merkte, wie sie auf den Gegenverkehr zufuhr. Erschrocken versuchte sie noch nach rechts zu lenken, aber sie konnte spüren, wie sie immer mehr die Kontrolle verlor und letztendlich gegen einen Baum fuhr. Sie prallte durch den Unfall heftig an die Kopflehne. Einige Glassplitter flogen ihr ins Gesicht wodurch Y/n schnitte im Gesicht erlitt. Sie versuchte ihre Augen offen zu halten, doch scheiterte. Das nächste mal, dass sie etwas mitbekam war, als sie in den Krankenwagen getragen wurde und sie ganz schwach und leise hörte:

„Können Sie mich hören? Wie heißen Sie"

Doch dann konnte sie ihre Augen nicht mehr offen halten und schloss sie.

Y/n

Ich öffnete meine Augen wieder und sah ein kühles Zimmer vor mir und ich merkte, dass ich im Krankenhaus war. Ich hebte meinen Kopf etwas an, aber verspürte starke schmerzen.

„Hey, es ist alles gut, beweg dich nicht."

Ich drehte ihren Kopf etwas zur Seite und meine Augenlieder flackerten noch ein wenig, aber sie nahm die Umrisse von Niragi war.

„Niragi?"

Er lächelte mir erleichtert zu und legte seine Hand vorsichtig auf meine Wange.

„Ja ich bins. Gott bin ich erleichtert, dass du wach bist. Du hattest einen Autounfall, letzte Nacht. Du bist gegen einen Baum gekracht und hast das Bewusstsein verloren und du hast eine mäßige Gehirnerschütterung"

Er lächelte und in seinen Augen formten sich Tränen. Ich war völlig irritiert von der Situation.

„Wieso ist Niragi hier?"

„Ich dachte ich habe dich für immer verloren. Es tut mir so leid Y/n, wirklich. Ich hätte niemals so mit dir reden dürfen. Hätte ich nicht so reagiert, wäre das alles nicht passiert Bitte vergib mir."

Niragi griff nach meiner noch kalten Hand und legte seinen Kopf auf das Bett und er fing an ein wenig zu weinen. Darauf strich ich ihm etwas über den rücken.

Alice in Borderland - Niragi x Reader Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt