eight

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Zayna Bennett

Am nächsten Morgen wurde ich nicht von warmen Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher oder einen zärtlichen Kuss geweckt, nein, ich wurde von lauter Musik mit viel Bass geweckt.

Viel zu schlecht gelaunt stand ich auf und zog mir einfach irgendeinen Cardigan über, als ich auch schon auf den Weg nach unten war. Zuvor allerdings traf ich im Flur Amber an, die mich mehr als nur verwirrt ansah.

Wahrscheinlich dachte sie, dass die laute Musik von mir kam, um alle zu wecken, aber da musste ich sie enttäuschen. Zwar brachte ich so etwas oft am frühen Morgen, doch diesmal wollte ich einfach nur ausschlafen.

Die gestrige Show war schließlich ziemlich anstrengend gewesen und dass wir gestern Abend noch zusammensaßen, nahm mich noch ein bisschen mehr aus. Klar, ich liebte das Tanzen genauso wie mit guten Freunden zusammenzusitzen. Doch die unerwünschten Gäste waren leider auch da.

Nur Amber und ich hatten uns nichts anmerken lassen, da wir sahen, wie gut es Michael, Ashton, Luke und Calum tat, Freunde von sich zu sehen. Irgendwann im Laufe der Nacht hatten wir die Jungs von One Direction rüber gescheucht, da Amber und ich nun wirklich bereit fürs Bett waren. Außerdem waren Michael und Calum schon auf der Couch eingeschlafen.

Unten im Wohnzimmer sah ich, dass Michael sich ein Kissen ins Gesicht drückte, während Ashton sich über das Gesicht fuhr und Calum genervt aufstöhnte. Luke dagegen schlief seelenruhig weiter. Als ich schließlich genauer hinsah, entdeckte ich Ohrstöpsel, die er sich ins Ohr gesteckt haben muss, als die Musik anging.

Je näher ich der Küche kam, desto bekannter wurde mir das Lied. Ich musste nicht raten, um zu sagen, wer solch eine Musik in meinem und Ambers Zuhause anmachte. Meine Cousine Josephine. In unserem Dorf gab es weit und breit nur meine Familie, die dieses Lied kannte.

Ich betrat die Küche und sah zu Josephine, die am Herd stand. Wenn sie morgens zu einem Überraschungsbesuch kam, bereitete sie immer Pancakes vor. Während die Musik laut dröhnte, tanzte sie dazu leichte Schritte und bewegte mehr die Arme als ihre Füße.

Josy wusste ganz genau, dass ich das Lied „Na-Mi-Ka" von Namika mochte. Sie konnte rappen und hatte eine gute Stimme. Um auf mich aufmerksam zu machen, fing ich an, mit Namika ein bisschen zu rappen. Meine Cousine drehte sich grinsend zu mir um und ich erkannte sofort, dass sie ihre Haare mal wieder gefärbt hatte.

Grinsend stellte ich mich neben sie und fragte sogleich: „Dunkelblau?"

„Geile Farbe, oder?", fragte sie und ich nickte. „Hach, ist das schön, wieder hier zu sein. Ich dachte, du, Amber und Harper hättet wieder einer eurer legendären Mädchenabende gemacht, bis ich checkte, dass sich 5 Seconds of Summer in eurem Wohnzimmer befand. Ich habe gehört, dass die gestrige Show ein voller Erfolg war."

„Die guten Gene mit dem Tanzen müssen nur wir abbekommen haben", grinste ich sie an. Josephine und ich hatten einige Dinge gemeinsam. Aber besonders liebten wir beide das Tanzen. Sie hatte es zum Beruf gemacht - und ich zum Teils auch. Im Gegensatz zu mir war sie allerdings eine weltberühmte, professionelle Choreografin und Tänzerin.

Sie hatte ein Jobangebot in unserer Heimat bekommen. Ursprünglich kam ich ja aus einer Kleinstadt namens Glendale, was im US-Bundesstaat Arizona liegt. Wir hatten dort das ganze Jahr über nur Sonne gehabt.

Das Talent meiner Cousine wurde in vielen verschiedenen Ländern hoch angerechnet. Da unsere Familie zur Hälfte auch aus Deutschen bestand, waren Josy und ich zudem noch zweisprachig aufgewachsen. In Ferien wurden immer Verwandte in Deutschland besucht. Zwar konnten sie auch Englisch sprechen, doch meistens unterhielten wir uns dann auf Deutsch. Den Sinn dahinter hatte ich bis heute noch nicht verstanden.

intoxicated ≫ one directionGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt