Er stellte sich vor ein Protest. In seinen Händen waren Karteikarten, die er wahrscheinlich noch am selben Tag geschrieben hatte. Er schien nervös zu sein, vielleicht weil er nicht so oft eine Pressekonferenz hielt.
So etwas musste auch nicht seine Stärke sein, da er schließlich ein Offizier war und ein ziemlich hochrangiger dazu auch noch. Was er jetzt wohl für eine riesige Anerkennung bekommen würde, konnte man sich nicht ausmalen.
An diesen Tag mussten die Rebellen wegen ihn einen ganz schön großen Schlag einstecken, den sie nicht so schnell verkraften würden. Zwar wussten der Mann im mittleren Alter immer noch nicht, wirklich viel über die Rebellen, doch allein schon den König der Rebellen gefangen genommen zu haben, war etwas, was ihm noch lange Ruhm einbringen würde.
Er räusperte sich einmal kurz, um dann zu beginnen. Die ganze Aufmerksamkeit galt ihm. Jeder im Raum hörte ihm gespannt zu, was er zu sagen hatte.
„Ich berufe diese Pressekonferenz nicht umsonst ein und ich möchte schnell zum Punkt kommen, da ich das erste mal seit langem wieder hier in Berlin bin und noch keine Gelegenheit hatte, meine einzigste Tochter zu sehen."
Er räusperte sich ein weiteres mal. „Heute Nacht um halb eins, traten die Rebellen in eines unser Dokumente Lager, um für sie wichtige Informationen zu suchen und mitzunehmen. Sie waren Erfolglos, da eine Truppe meiner Soldaten sie vorher aufhielt und den berüchtigten Schild in die Enge trieb, wo ich dann einen Betäubungspfeil auf ihn schoss.
Die Rebellen hatten keine Chance ihn mitzunehmen, da meine Soldaten, eine Elite der Kampftruppe, sie davon abhielten." Es schlich sich ein Siegessicheres Grinsen auf seine Lippen.
„Wir haben Schild gefangen genommen und sind gerade dabei ihn zu verhören! Hier ist ein Beweis Foto!" Hinter ihm tauchte auf einer Leinwand ein Foto von Schild auf, wie er an einen Tisch gekettet war und sich gerade so aufrecht halten konnte.
„So viel zu den guten Neuigkeiten. Jetzt kommt leider noch eine Schlechte!" Er machte eine kurze Pause, wahrscheinlich um das ganze etwas dramatischer wirken zu lassen.
„Während des Angriffes auf unser Gebäude fiel mehrmals ein Mädchen auf, was ähnlich gut kämpfte wie Schild. Sie hat eine begnadete Zielgenauigkeit und konnte von einer Entfernung von über zwanzig Meter, mir eine Pistole aus der Hand schießen.
Wir nehmen an, dass sie von Schild trainiert worden ist. Wenn ein paar der Wachen die anderen Rebellen richtig verstanden hatten, dann wird sie Europe genannt! Da wir nicht wissen, zu was sie noch alles fähig ist, stufen wir sie auf die selbe Gefahrenstufe ein wie wir es bei Schild gemacht haben.
Ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit! Ich werde heute keinen Fragen beantworten!"
Mit diesen Worten verließ er die Bühne und ignorierte gekonnt die vielen Fragen der Reporter.
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Scheinwelten - Bronzenes Armband
Science FictionZweiter Teil von Scheinwelten! Was würdest du machen, wenn wegen dir ein guter Freund von der Regierung gefangen genommen wurde, die ihn foltern und am liebsten seinen Tod wollen? Wegen mir hatte es mein Vater überhaupt erst geschafft, Leon gefange...