Kapitel 24

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Eines Abends bekam Emma starke Schmerzen im Unterleid.

Sie hatte auch schon Flüssigkeit verloren, deshalb glaubte ich das ihre Fruchtblase geplatzt ist.

Emma fing immer stärker an zu schreien und die Geburt ging voran, es war sehr Qualvoll und anstrengend.

Emma hatte sehr große Schmerzen, ich bettelte die Männer an, sie ins Krankenhaus zu fahren da ich das Gefühl hatte das es nicht gut ausgehen wird.

Emma sah mich an und fing an ganz leise zu flüstern.

Emma: Anna, wir beide wissen das ich das hier nicht überleben werde, ich bitte dich auf mein Kind aufzupassen und es als dein eigenes groß zuziehen.
Es hat schon den Vater verloren und jetzt die Mutter, ich möchte in dem Wissen sterben das mein Kind, gut behandelt wird.

Ich habe nichts gesagt da sie wieder anfing zu schreien.

Die Schmerzen waren unerträglich, das konnte man ihr Ansehen.

Auf einmal ging alles ganz schnell, das Baby war innerhalb von 2 Minuten da.

Es war ein kleines Mädchen, die Männer durchtrennten die Nabelschnur und als ich gerade Emma ihr Baby zeigen wollte, sah ich wie sie regungslos dort lag.

Ich fing an zu weinen, die kleine weinte mit mir.

Ich hatte das Gefühl sie wusste das ihre Mutter gerade gestorben ist. Obwohl sie noch so klein war.

Die Männer brachten Emmas Leiche weg und sagten das ich mir solange einen Namen für das Baby aussuchen sollte.

Ich nannte sie Nora.

Nora war ein kleines dafür ,aber sehr dickes Baby. Sie sah aus wie ihre Mutter.

In den Minuten, in denen die Männer weg waren, schaute ich Nora einfach nur an.

Sie sah sehr süß aus, vor allem als sie einen kleinen Nies Anfall bekommen hatte.

Es war einfach nur Zuckersüß, sie so zu sehen.

Im nächsten Moment musste ich wieder an Emma denken. Nora wird ihre Mutter nie erleben dürfen.

Sie wird niemals erfahren wie Emma war, ihre nervige, aber auch fürsorgliche Art. Emma wäre eine gute Mutter gewesen, die aber auch die kleine sehr oft im peinliche Situationen gebracht hätte.

Nun kamen die Männer herein.

Mann: Die kleine ist ja süß. Wie heißt sie denn ??

Ich sah die beiden Männer an, sie waren voll Freude als sie Nora sahen.

Anna: Ihr Name ist Nora.

Es war ein Moment der Ruhe und des Friedens, als man mehrere Autos hören konnte.

Die Männer erschraken, sie gingen sofort nach oben um zu gucken was los ist.

Nora fing an unruhig zu werden. Ich versuchte sie zu beruhigen, doch es half nichts. Sie schreite und schreite, ich machte Ihr Milch fertig. Doch sie wollte sie nicht.

Auf einmal hörten wir Schüsse. Nora schrie immer lauter und lauter....

Ich versuchte sie zu beruhigen und mich selbst. Was mir allerdings nicht sehr gut gelang.

Jetzt ging die Tür auf, ich sah dort Marcel... Ich rannte auf ihn zu, ich rannte aber vorsichtig da ich Nora ja im Arm hatte.

Als ich kurz vor Marcel war, wurde ein Schuss abgefeuert.

Marcel sank zu Boden, überall war Blut. Sein Blut... Ich schrie und weinte, ich brachte Nora schnell in das Kinderbett, damit sie das ganze Blut nicht sehen musste.

Ich sank zu Marcel nieder, ich suchte nach seinem Puls, aber er war schon Tod.

Ich weiß nicht wie lang ich dort war, es kam mir vor wie Stunden...



Ich zog Nora ganz alleine auf, ich entschloss mich ihr erst etwas von ihrer Mutter und dem ganzen zu erzählen wenn sie 17 ist. Sie entwickelte sich zu einem fröhlichen und respektvollen Kind.

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