Wir schrieben den 20 Dezember, was bedeutete, dass es nur noch 4 Tage bis Heiligabend waren.
Ich liebte Weihnachten. Weihnachten erinnerte mich immer an früher, als ich mit Mom Schlitten fahren war, oder als wir zusammen gebacken haben, und ich immer was vom rohen Teig geklaut habe, um ihn zu essen.
Weihnachten war die Zeit, an der Charles sich sogar mal mir gegenüber zusammenreißen konnte, auch wenn mir früher noch gar nicht recht auffiel, wenn er es nicht tat.
Ich empfand alles für schön und in Ordnung, weil ich wohl dachte, dass ein Dad eben so zu seiner Tochter sein musste. Streng, gemein und unfreundlich, während eine Mom alles tat um mich glücklich zu sehen. So war es bei mir und so hielt ich es für richtig.
Ich streckte und freute mich, weil wir nur noch heute zur Schule mussten und dann Ferien hatten. Als ich meine Hand ausstrecken wollte, haute ich Aiden versehentlich voll ins Gesicht. Oh...
Als er überrascht und verschlafen die Augen öffnete lächelte ich unschuldig.
"Warum, wenn ich fragen darf?" Fragte er mit heiserer morgen Stimme.
Ich tat so als würde ich nicht wissen was er meinte. "Was?"
Seine Augen verengten sich zu kleinen Schlitzen. "Du hast mich geschlagen."
Ich schüttelte den Kopf und stand auf, da ich zur ersten hatte und Aiden glücklicherweise zur zweiten. "Das hast du bestimmt geträumt."
Murmelte ich, so dass er es aber noch verstehen konnte und grinste in mich hinein.
Plötzlich umgriff mich ein starker Arm und zog mich wieder zurück ins Bett. Ich schrie überrascht auf, lachte aber dann als Aiden sich schmunzelnd über mich beugte.
"Du lügst!" Sagte er und begann mich langsam aber sicher mit seinen Fingerspitzen zu kitzeln, indem er unter meinem Shirt ganz sanft an meiner Taille lang fuhr.
"Tue ich nie!" Meinte ich gespielt empört und versuchte ihn von mir zu schubsen.
Ich lächelte als ich mit meiner rechten Hand über sein Tattoo fuhr, was meinen Spitznamen zitierte.
"Mach doch einfach ein Foto von mir Honey." Sagte Mr. Narzissmus.
Ich grinste frech als mir was einfiel. "Du solltest übrigens die Tür abschließen wenn du duschen gehst weißt du." Hauchte ich gegen seine Lippen, bevor ich meine damit versiegelte.
Er erwiderte den Kuss, beendete ihn aber meinem Geschmack nach viel zu schnell, weil er nicht ganz verstand, was ich eben meinte nahm ich an.
"Was meinst du damit?" Sagte ich ja.
"Nichts." Ich küsste ihn erneut und schlängelte mich dann unter seinem Körper hindurch. Kurz bevor ich die Badezimmertür hinter mir schloss, wedelte ich noch mit meinem Handy vor meinem Gesicht rum und sagte "dein nackter Hintern in der Dusche macht sich übrigens super als Hintergrundbild!" Er riss die Augen auf und rannte auf die Tür zu, doch ich war schneller und schloss sie hinter mir ab.
"Mach die Tür auf Honey!" Lachte er von der anderen Seite, während seine Faust mehrmals gegen die Tür klopfte, als würde es helfen Sie zu öffnen.
Ich zog mich bis auf die Unterwäsche aus, schaltete die Dusche ein, die für eine Internats-Dusche gar nicht mal so schlecht war, und entsperrte mein Handy, um mein Hintergrundbild zu betrachten. Schöner Hintern!
Ich hätte fast laut gelacht, kriegte mich aber wieder schnell ein.
"Schlaf doch noch etwas, du musst doch eh erst zur zweiten raus!" Rief ich ihm zu um extra auffällig vom eigentlichen Thema abzulenken.
Ich vernahm ein raues Lachen und dann wie sich Fußschritte entfernten. Da hatte wohl jemand aufgegeben. Ich zog mir den Rest aus, um dann in die Dusche zu springen.
Zufrieden lächelnd schloss ich meine Augen und rieb mir das Shampoo in die Haare.
"Du musst wissen..." Hörte ich Aiden, plötzlich wieder ganz nah an der Tür sagen und drehte meinen Kopf in Richtung Tür, so dass man mich nur von hinten sehen konnte. "Dass ich für jedes Zimmer einen Ersatzschlüssel habe!" Bevor ich überhaupt begreifen konnte stand er schon mit einem selbstfälligem Grinsen im Bad und schoss ein Foto von mir. Nach einem kleinem Zwinkern verschwand er wieder aus dem Bad und ließ mich völlig verwirrt zurück.
Das hatte ich jetzt nicht erwartet...
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Only Yours, Honey
Novela JuvenilIhre Eltern warnten sie vor den Gefahren die draußen auf sie lauerten, aber nie vor denen, mit blauen Augen und einem Herzschlag. Ich hoffe ihr habt Spaß beim lesen!<3 Best ranking: #1 In Jugendliteratur
